Dienstag, 30. August 2011

Sommerpause

Sehr geschätzte Leserschaft. Es ist unschwer zu erkennen, dass es in den letzten Monaten sehr ruhig war auf dieser Seite. Das hat nicht etwa damit zu tun, dass ich keine Freude mehr am digitalen Spiel verspüren würde, sondern damit, dass ich mich mitten in einem beruflichen Paradigmenwechsel befinde. Die Folge davon ist, dass es bis anhin ein sehr intensives Jahr war und ich kaum die Zeit finden konnte, regelmässig ein paar Zeilen zu verfassen. Dieser Zustand wird noch bis in den Monat Oktober hinein andauern und deshalb sehe ich mich gezwungen, den Laden hier vorübergehend dicht zu machen.

Dennoch möchte ich vor Ladenschluss noch auf zwei Dinge hinweisen. Zum einen auf die gestern abgehaltene Podiumsdiskussion über "Killerspiele" mit dem Titel Killergames@HOME im Stapferhaus in Lenzburg, die erstaunlich sachlich verlief und von 20min aufgezeichnet wurde. Ausserdem an dieser Stelle eine kleine Vorschau auf einen Beitrag, den ich schon lange schreiben wollte/sollte. Ich war vor einigen Monaten in Zürich bei der Firma Splitfish zu Gast, die Peripheriegeräte für Spielkonsolen herstellt, nämlich Controller, die es ermöglichen, mit einer Maus an einer Konsole zu spielen. Splitfish hat mir netterweise ihr gesamtes Sortiment zur Verfügung gestellt und ich habe es seither mit etlichen Spielen getestet. Mein ausführliches Urteil darüber folgt Mitte Oktober.

Bis dahin wünsche ich Euch ein gute Zeit



Freitag, 19. August 2011

Wonderputt

Spielt Wonderputt. Nicht, weil es ein besonders gutes Browserspiel wäre, aber allein der ausserordentlichen grafischen Präsentation wegen. Damp Gnat, der schon Titel wie Icycle kreiert hat, erbringt mit diesem Minigolf-Spiel den Beweis seiner Genialität, wenn es um das Design geht. Auf engstem Raum, nämlich in einem einzigen Bild, bringt er 18 Löcher unter, in die es einen kleinen Ball zu versenken gilt. Gespielt wird Wonderputt allein mit der Maus. Die Mechanik ist einfach genug, so dass sie keiner Erklärung bedarf.


Link: Wonderputt

Quelle: Idealsoft Blog

Samstag, 13. August 2011

Poton

Auch wenn in Zürich heute die 20. Ausgabe der legendären Street Parade lockt, bleibt die Zeit, einen kurzen Blick ins Internet zu werfen. So entdecke ich also dieses Poton, ein japanisches Spiel, das umsonst heruntergeladen werden kann und in Windows läuft. Eine herrlich erfrischende Variation und Kombination von Bomberman und Lode Runner. Die Spielfigur muss in einer mit Hindernissen durchsetzten Arena eine Gruppe von Gegnern einfangen, indem sie Löcher gräbt, in welche diese hineinfallen sollen. Die relativ einfache Prämisse ist in eine solide Spielmechanik gebettet und in eine hübsche und bunte Grafik gewandet.



Download: Poton

Quelle: IndieGames

Montag, 8. August 2011

Den PS3 Controller an ein Android-Gerät anschliessen

Als Besitzer eines iPhones beneide ich Android-Nutzer vor allem dann, wenn mir klar wird, dass sie einige Tools zur Verfügung haben, die Apple-Nutzer nie auf ihrem "Smart"phone sehen werden. So z.B. den Sixaxis Controller, mit dem man eben einen Sixaxis bzw. DualShock 3 Controller für die PS3 über Bluetooth an ein Gerät mit Android koppeln kann. Nicht nur, man kann sogar die Tasten neu belegen und bis zu vier Controller gleichzeitig an ein Gerät anschliessen. Bomberman auf einem Smartphone? Wieso nicht?

Allerdings gilt es zu beachten, dass für das Funktionieren der Software einige Bedingungen erfüllt sein müssen. So läuft diese nicht auf allen Smartphones und ausserdem muss das betreffende Gerät rooted sein. Ob Euer Gerät unterstützt wird, erfahrt ihr, wenn ihr den Sixaxis Compatibility Checker aus dem Android Market installiert und ausführt.



Link: Dancing Pixel Studios

Quelle: Rooted System

El pincho de la semana #153

Narisawa vs Bomberman
Wenn man mich fragt, dann ist Bomberman sowieso eines der besten digitalen Spiele überhaupt. Eines, das ich nie müde werde zu spielen. Offensichtlich geht es der Japanerin Narisawa ähnlich, denn die rüstige Dame ist 99 Jahre alt und spielt schon seit 26 Jahren fast täglich Bomberman auf ihrem alten NES. Das helfe ihr, den Geist in Schwung zu halten, und dank der Fingerübungen sei sie nach wie vor in der Lage, bestens mit einer Stricknadel umgzugehen.



Quelle: YouTube

Freitag, 5. August 2011

The Stanley Parable: Mod für Half-Life 2

Es besteht kein Zweifel daran, dass Mods die Spiele, auf denen sie aufbauen, am Leben erhalten. Nur so lässt sich erklären, dass selbst Half-Life aus dem Jahre 1998 heute noch auf vielen Rechnern installiert ist. Valve hat die Modifizierung seiner Spiele schon immer tatkräftig unterstützt, was auch den Spielern und Spielerinnen zu Gute kommt, weil sie dadurch immer wieder neue und spannende Konzepte wie z.B. The Stanley Parable vorgesetzt bekommen. Die Mod ist laut dem Autor eine Mischung aus Dear Esther, Radiator, Hitchiker's Guide to the Galaxy und Inception.



Mehr darf hier nicht verraten werden, weil die Spannung, die durch die Story der Einzelspieler-Mod erzeugt wird, dadurch zerstört würde. Ich kann nur allen empfehlen, dieses kleine Meisterwerk zu spielen, und zwar mehrmals. Nur dann lässt sich dessen Inhalt würdigen, denn man kann das Spiel auf mehrere Arten lösen. Benötigt wird lediglich die Installation von Steam und das Source SDK Base 2007, das in einem Spiel wie Half-Life 2 oder Portal enthalten ist.

Link: The Stanley Parable

Donnerstag, 4. August 2011

Ein Videogame-Produzent im Stiftungsrat von Pro Helvetia

Ich höre die Kulturkritiker schon mit den Zähnen knirschen, weil der Bundesrat Anfang Juli einen Videogame-Produzenten in den Stiftungsrat von Pro Helvetia berufen hat. Aber wer "GameCulture" sagt, muss auch "Videogame-Produzent" sagen. Ausserdem handelt es sich bei diesem jungen Mann mit Jahrgang 1971 nicht um irgendjemanden, sondern um eine Persönlichkeit von Format.


Guillaume Juppin de Fondaumière gründete bereits im Alter von sechzehn Jahren sein erstes Unternehmen, um Videospiele zu kreieren. Heute ist er CEO des innovativen Studios Quantic Dream und daneben Präsident der European Games Developer Federation (EGDF). Seine Berufung ist konsistent mit der heutigen kulturellen Realität und ein Schritt in die richtige Richtung.

Update: Kollege Guido Berger hat mit Guillaume de Fondaumière vor zwei Jahren ein Interview über Heavy Rain geführt.

Link: Der Bundesrat ernennt die Mitglieder des Stiftungsrats von Pro Helvetia

Masjin

Der Finne Arvi "Hempuli" Teikari ist kein Unbekannter in der Indie-Szene, seine Spiele sorgen immer wieder für Erheiterung. Sein neuster Wurf mit dem Titel Masjin erinnert an Gang Garrison oder King Arthur's Gold, mit dem kleinen Unterschied, dass Hempulis teambasierter Plattformer auch Fahrzeuge enthält, mit denen man die gegnerische Basis angreifen kann. Masjin ist nur online spielbar und soweit nur für PC erhältlich. Eine witzige Alternative zu ähnlichen Spielen.



Download: Masjin

Quelle: IndieGames

Dienstag, 2. August 2011

Arvoesine

Alastair John Jack programmiert in seiner Freizeit Videospiele. Diese sind hübsch anzusehen, aber wirtschaftlich offensichtlich nicht sehr erfolgreich, denn der Plattformer Arvoesine, der ursprünglich 5 Dollar kostete, wurde jetzt umsonst zum Download freigegeben. Wer in seiner Kindheit oder Jugend Spiele wie Capcoms Ghosts 'n Goblins oder Segas Wonder Boy mochte, wird an Arvoesine seine helle Freude haben. Zwar besteht es aus lediglich fünf Leveln und ist dementsprechend relativ kurz, dafür kann es mit herrlich niedlichen Animationen und einem ausgewogenen Schwierigkeitsgrad punkten.



Link: Arvoesine

Quelle: Zockerperlen

El pincho de la semana #152

Balrog: Behind the Glory - ein Dokumentarfilm
Balrog fristet im Universum von Street Fighter ein Nischendasein. Der Boxer ist zwar unheimlich stark, dafür aber sehr langsam und er benutzt im Kampf nur seine Hände. Vielleicht auch deshalb ist er als Spielfigur nur selten die erste Wahl gegenüber schwächeren aber flinkeren Kämpfern.



Das war für Chubby Boy Films Grund genug, für Balrog eine Lanze zu brechen, und einen fiktiven Dokumentarfilm über seinen Werdegang zu drehen, der sowohl technisch als auch inhaltlich sehr gut gelungen ist.



Link: Chubby Boy Films

Quelle: Kotaku