Dienstag, 31. August 2010

Fantoche Festival: 07.-12. September 2010 in Baden

Es ist wieder soweit, das Fantoche in Baden öffnet schon bald seine Tore. Nachdem letztes Jahr zum ersten Mal der Versuch - der übrigens geglückt ist - gewagt wurde, die Kultur der digitalen Spiele in das traditionelle und international renommierte Animationsfestival einfliessen zu lassen, wird es in der Edition 2010 einen ausgewachsenen "Schwerpunkt Games" geben. Mit dabei sind auch diesmal wieder Vertreter der Abteilung Game Design der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und neu auch die Stiftung Pro Helvetia, welche im Rahmen des Festivals das Projekt GameCulture offiziell lancieren wird.


Natürlich wird es auch in diesem Jahr wieder interessante Erzeugnisse der Independent-Szene zu bewundern und zu spielen geben, ausserdem die Möglichkeit, mit den Entwicklern zu sprechen und überhaupt interessante Kontakte zu knüpfen. Der Besuch des Fantoche ist also im Grunde genommen ein Muss. Man sieht sich dort.

Link: Fantoche 2010

Montag, 30. August 2010

Liferaft: Zero

Als 2007 das sadistische kleine Jump'n'Run N erschien und danach unter dem Namen N+ auch verschiedene Konsolen unsicher machte und die Spieler reihenweise in den Wahnsinn trieb, war eine neue Generation dieser Art von Spielen geboren, die sich dann über mehrere Stationen bis hin zu Liferaft: Zero entwickelte. "A word of warning", wie anglophone Menschen zu sagen pflegen, sei an dieser Stelle allerdings angebracht, denn wer schwache Nerven sein Eigen nennt, sollte tunlichst die Finger von diesem Browserspiel lassen, weil es trotz des satanischen Schwierigkeitsgrades ein hohes Suchtpotential bereithält.



Link: Liferaft: Zero

Quelle: IndieGames

FlipOut

Wieder einmal gibt es eine Neuauflage eines alten Klassikers zu bewundern. Diesmal wurde das einfache Spielkonzept hinter Breakout durch den kreativen Fleischwolf gedreht und dabei herausgekommen ist FlipOut. Eigentlich handelt es sich hierbei um Breakout in 3D mit einer rudimentären Physik und der Möglichkeit, das Paddel zu kippen, aber wenn das Programm nicht gerade abstürzt, macht es sehr viel Spass.


Link: FlipOut

Quelle: Free Gamer

Montag, 23. August 2010

The Journey Down - Chapter 1: Over The Edge

Das lange tot geglaubte Genre der Point and Click Adventures ist dank Spielen wie Sam & Max und Sequels plus Neuauflagen von Monkey Island wieder salonfähig geworden. Die Independent-Szene ist für diese Entwicklung mitverantwortlich, hat sie doch selber immer wieder solche Spiele entwickelt und damit das Interesse einer nach wie vor grossen Fangemeinde geschürt.

Das neuste Werk, das nach jahrelanger Entwicklungszeit das Licht des Internets erblickte, stammt vom Schweden Theodor Waern und heisst The Journey Down. Soeben ist das erste Kapitel mit dem Titel Over The Edge erschienen, aber das zweite (Into The Mist) wurde bereits für den Sommer nächsten Jahres angekündigt. Nur soviel zur Story: Die beiden Protagonisten namens Bwana und Kito besitzen eine Tankstelle, wo die Geschichte beginnt, sich zu entfalten. Und mehr soll hier nicht verraten werden, denn es lohnt sich, die Welt von The Journey Down auf eigene Faust zu erkunden. Darum sollte man auch den folgenden Videoclip nicht zu Ende schauen, denn er verrät doch schon einige Pointen. Wer Monkey Island mochte liebte, wird mit The Journey Down seinen Spass haben.



Link: The Journey Down - Chapter 1: Over The Edge

Quelle: IndieGames

Freitag, 20. August 2010

Bloody Desert: ein Strategiespiel der Sonderklasse von einem unabhängigen Entwickler

Ein Echtzeit-Strategiespiel ist heute nichts Aussergewöhnliches mehr. Die Situation präsentiert sich aber anders, wenn es sich dabei um das Werk eines unabhängigen Entwicklers handelt, der aus Argentinien stammt, auf den Namen Santiago Gonzalez hört und dieses Spiel im Alleingang programmiert. Richtig interessant wird es aber, wenn man sieht, was das Spiel, das Bloody Desert heisst, alles können soll, wenn es fertig ist. Es soll eine Mischung aus UFO, C&C, Operation Flashpoint und Carrier Command werden. Ein bescheidenes Ziel. Ende dieses Jahres soll bereits eine spielbare Betaversion erscheinen. Respekt.







Link: Bloody Desert

Quelle: IndieGames

Donnerstag, 19. August 2010

Ein Roboterarm als F1-Cockpit

Wenn ein Lenkrad mit Pedalen und Schaltung einfach nicht mehr genügt, um die neusten Rennspiele zu spielen, dann hilft vielleicht dieser Roboterarm weiter. Gebaut wurde der F1-Simulator, der an der Extremität eines Industrieroboters angebracht ist, am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, als Teil einer "Forschungsarbeit", mit der erforscht werden soll, wie der Mensch auf simulierte Bewegungen wie z.B. Beschleunigung reagiert... ja klar. Ein tolles Peripheriegerät. Wenn da nur nicht das Preisschild wäre.



Quelle: ieee spectrum

0 A.D. Alpha 1 Argonaut

Vor etwas mehr als einem Jahr erschien die Meldung, dass die Entwickler des historischen Echtzeit-Strategiespiels 0 A.D., das sich schon seit Jahren in Entwicklung befand, den Quellcode freigeben würden, um mit der Hilfe der Fangemeinschaft baldmöglichst eine spielbare Version präsentieren zu können. Nun ist es endlich soweit und die erste spielbare Alphaversion, die passend zum Thema Argonaut benannt wurde, steht zum Download bereit. Wie es sich für eine Alphaversion gehört, ist sie noch weit davon entfernt, ein fertiges Spiel zu sein, aber die Ansätze sind schon jetzt sehr gut. Momentan funktioniert nur der Mehrspielermodus, und die Spieler müssen sich direkt über die IP-Adresse miteinander verbinden, da es noch keinen Masterserver gibt. Auch gibt es noch einige kleine Programmierfehler zu entdecken und es fehlen noch etliche spielerische Elemente, die noch implementiert werden müssen, doch wie man dem folgenden Trailer entnehmen kann, kann sich die Qualität der Arbeit sehen lassen.



Die Alphaversion von 0 A.D. kann in verschiedenen Varianten für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac von der offiziellen Internetseite des Spiels heruntergeladen werden. Viel Spass.

Link: 0 A.D.

Quelle: Free Gamer

Dienstag, 17. August 2010

StarCraft 2 Turnier @ Osion vom 27.08.- 29.08.2010

Der Online-Shop Osion veranstaltet am Wochenende vom 27. August ein Turnier, in welchem Strategen im kürzlich erschienenen StarCraft 2 online im Battlenet gegeneinander antreten können. Gespielt wird jeweils 1 gegen 1 im KO-System, wer also verliert, ist draussen. Die ersten 5 Gewinner teilen sich Preise im Wert von über 500.- CHF. Alle nötigen Infos gibt es unter unten stehendem Link. Viel Glück!



Link: Anmeldung zum StarCraft 2 Turnier @ Osion

Donnerstag, 12. August 2010

Fistful of Frags: der Wilde Westen in der Source Engine

Seit Anbeginn der digitalen Spielezeit hat es immer wieder Spiele gegeben, die im Wilden Westen angesiedelt waren (hier eine unvollständige Liste). Das Genre ist nie gänzlich von der Bildschirmfläche verschwunden, war aber auch nie übermässig gut vertreten. In den letzten Jahren jedoch kam es an der kommerziellen Front zu einem regelrechten Revival mit Spielen wie Red Dead Revolver, Gun, Call of Juarez und ganz aktuell Red Dead Redemption. Daneben gibt es aber auch Erzeugnisse der Modszene wie das ehemalige Western Quake, das mittlerweile dank frei verfügbarer Quake Engine zum eigenständig lauffähigen Smokin' Guns mutiert ist, das absolut genial und frei im Internet verfügbar ist.

Neulich bin ich auf ein weiteres Juwel gestossen, das offenbar schon länger eine dedizierte Fangemeinde entzückt. Fistful of Frags ist eine Modifikation für die Source Engine und qualitativ sehr hochstehend. Die Modelle, die Animationen und vor allem die Maps mit den unzähligen liebevoll gestalteten Objekten sind eine Augenweide und würden selbst Sergio Leone in Erstaunen versetzen. Man nehme als Beispiel Loothill, wo ein Unwetter samt Blitzeinschlägen tobt, El Paso, wo der heulende Wind von Zeit zu Zeit den Sand aufpeitscht oder eine der neuen Karten, die aus einem riesigen Raddampfer besteht.



Das Gameplay ist ebenfalls allererste Sahne und anspruchsvoller als ein beliebiger Standard-Shooter. Die Waffen sind nicht sehr präzis und bedürfen im Umgang einiger Übung, so trifft man mit einem Gewehr nicht einmal ein Scheunentor, wenn man nicht über Kimme und Korn zielt. Spassig ist vor allem die Möglichkeit, sich mit Pfeil und Bogen auszurüsten. Je besser man spielt, umso schneller steigt der Bekanntheitsgrad (Notoriety) und umso schneller kommt man an bessere Waffen und Munition, wie zum Beispiel brennende Pfeile für den Bogen.

Spielmodi gibt es auch zur genüge, sei es nun klassisches Deathmatch oder etliche teambasierte Modi wie z.B. jener, in welchem man den Boss - ein computergesteuerter Bot, den man mit Befehlen herumkommandieren und so aus der Schusslinie nehmen kann - des Gegners eliminieren und den eigenen schützen muss. In Fistful of Frags dürfte jeder Liebhaber des Western mindestens ein Element finden, das ihm zusagt. Um die Modifikation zu starten benötigt man ausser der aktuellen Dateien, die man von der Modseite herunterladen kann, lediglich ein Spiel, das auf der Source Engine basiert, wie zum Beispiel Counter-Strike: Source, Left 4 Dead 2 oder die Orange Box, die mittlerweile spottbillig zu haben ist und die man als PC-Spieler ohnehin besitzen sollte, weil sie einige der besten Spiele der letzten Dekade enthält.



Wer nun denkt, ich würde mit meiner Lobhudelei übertreiben, sollte Fistful of Frags unbedingt spielen. Es lohnt sich. Grosses Indianerehrenwort...

Link: Fistful of Frags

Mittwoch, 11. August 2010

Macht mit beim menschlichen Pac Man! Anmeldung hier!

Am 9. September 2010 lanciert die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia ihr Programm GameCulture im Rahmen des Fantoche, dem internationalen Festival für Animationsfilm in Baden. Das Programm GameCulture beleuchtet Computerspiele als neue Kunstform.

Zum Start von GameCulture plant Pro Helvetia eine Performance des Westschweizer Künstlers Guillaume Reymond (NotsoNoisy), der mit Human Tetris bekannt geworden ist. Seine Spieladaption mit Menschen erhielt den Youtube Award und wurde von mehr als 11'000'000 Zuschauern abgerufen.



Reymond ersetzt die Pixel eines Computerspiels durch Personen (7 bis 100), welche sich Sitz für Sitz in einem Saal umplatzieren. Jedes der "Pixel" folgt seinen eigenen Regeln und entscheidet selbst darüber, wie es sich Bild für Bild bewegt. Zum Schluss werden diese Einzelbilder zu einem kurzen Animationsfilm zusammengebaut, es entsteht eine gewaltige Gamepartie im menschlichen Massstab.

Für GameCulture hat sich Reymond etwas Neues ausgedacht. Er will das Spiel Pac Man interpretieren. Dafür braucht er rund 120 Menschen, welche die Pixel des Spiels repräsentieren. Gleichzeitig bietet die gemeinsame Performance den Leuten aus der Video Game Branche Gelegenheit fürs Kennenlernen.

Um dabei zu sein, reservieren Euch den Samstag 28. August 2010! Der Dreh wird im Kino Trafo in Baden (Kanton Aargau) von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr stattfinden. Schreibt Euch spätestens bis zum Freitag, den 13. August, unter diesem Link ein.

Sobald genügend Anmeldungen eingegangen sind, werdet Ihr kontaktiert und man wird Euch nähere Angaben zum Ablauf der Performance geben.

Link: NotsoNoisy: Pac Man

Dienstag, 10. August 2010

Playing History: eine Datenbank für spielbare Geschichte

Es wird schon länger eine Diskussion darüber geführt, ob digitale Spiele sich für den Geschichtsunterricht eignen können. Viele verneinen dies, weil digitalen Spielen eine stark hypothetische Komponente innewohnt. Andere vertreten hingegen die These, dass man mit gewissen Spielen zwar Zusammenhänge gut vermitteln könne, die Detailtiefe aber oft zu wünschen übrig lasse und der Aufwand für die Lehrpersonen relativ gross sei, wie ein Blick auf einen Artikel bei Educational Gaming zeigt. Die Entwicklung didaktischer Spiele für den Geschichtsunterricht scheint also noch immer eine Marktlücke für interessierte Programmierer und Spieldesigner zu sein.


Eine neue Internetseite namens Playing History versucht diese Lücke zumindest teilweise zu schliessen, indem sie in einer übersichtlichen Datenbank Spiele auflistet, welche sich unter Umständen für den Einsatz im Schulzimmer oder im Vorlesungssaal eignen könnten. Initiant ist Trevor Owens, der daneben auch an Zotero arbeitet. Die Datenbank umfasst momentan 126 Spiele, allesamt mit einer nichtkommerziellen Lizenz ausgestattet und darum kostenlos aus dem Internet zu beziehen. Die meisten davon sind simple Quizspiele mit Wissensfragen, es finden sich aber auch komplexe und mehr oder weniger bekannte Strategiespiele wie 1066: The Game, FreeCol oder FreeCiv. Eine interessante Fundgrube, die allerdings noch ausbaufähig ist. Wer übrigens Spiele kennt, die noch nicht erfasst sind, kann diese mit Hilfe eines Formulars vorschlagen.

Link: Playing History

Quelle: Histnet

Montag, 9. August 2010

Street Fighter aufs Äusserste abstrahiert

Wie weit kann man Spielcharaktere abstrahieren, ohne dass sie ihre wesentlichen Züge verlieren und unkenntlich werden? Dieses Experiment hat ein Künstler gemacht und die Spielfiguren aus Street Fighter bis auf den kleinsten gemeinsamen Nenner ihrer äusserlichen Attribute reduziert. Bei seinem Werk hat er sich von Kunststilen des frühen 20. Jahrhunderts, namentlich Bauhaus und De Stijl (Neoplastizismus), inspirieren lassen. Das Ergebnis ist verblüffend und diejenigen, die Street Fighter schon einmal gespielt haben, werden die Figuren sofort erkennen. Wer Hilfe braucht, findet die Lösung in IGNs Geschichte von Street Fighter. Und wer von dieser Darstellung besonders angetan ist, kann das Motiv auch auf ein T-Shirt oder ein Poster drucken lassen.


Link: Infinite Continues @ Flickr

Quelle: 4 Color Rebellion

Eine Übersicht über die Spielentwicklerszene in der Schweiz

Die Spielentwicklerszene in der Schweiz ist nach wie vor überschaubar, doch sie wächst stetig und bringt Jahr für Jahr neue junge Talente ans Licht. Heute müssen diese nicht mehr zwingend ins Ausland auswandern, um einen Beruf im Bereich der digitalen Spiele auszuüben. Wie sich die Lage der hiesigen Entwickler präsentiert, hat der langjährige Spieljournalist David Stöckli in einem interessanten Artikel zusammengefasst.

Link: Made in Switzerland - Spielentwicklerszene Schweiz @ Gameswelt

Samstag, 7. August 2010

Rundfunk.fm beglückt Zürich mit Sommersound

Das Wetter war bis jetzt noch nicht so freundlich, aber spätestens seit gestern ist der Sommer definitiv in Zürich eingezogen. Ein untrügliches Zeichen dafür ist die Eröffnung des Rundfunk im Innenhof des Landesmuseums beim Bahnhof. Einen Monat lang geben sich grandiose DJs die Klinke in die Hand und zaubern einen Klangteppich über die Stadt, der von Elektro bis hin zu Funk und Soul reicht. Oliver Scotoni, der Mann hinter dem Projekt, steht auch gerne selber hinter den Plattentellern. Wer in Zürich lebt oder aus einem anderen Grund in der Limmatstadt weilt, darf sich das Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen.


Please upgrade your Flash Player
This is the content that would be shown if the user does not have Flash Player 9.0.0 or higher installed.



Link: Rundfunk.fm

Donnerstag, 5. August 2010

Racer: Version 0.2

Offenbar hat sich beim Projekt Racer etwas getan, denn viele Blogs haben in den letzten Tagen darüber berichtet. Die Installation von Malte Jehmlich versucht, Digitales Spiel und Realität zu verschmelzen, indem über ein Spielautomat mit Lenkrad und Pedalen ein ferngesteuertes Auto durch eine Rennstrecke aus Karton gelotst werden kann. Der Wagen ist mit einer kleinen Kamera ausgestattet und überträgt die Bilder der Strecke an den Bildschirm des Spielautomaten, so dass der Spieler das Gefühl hat, selber darin zu sitzen. Das Resultat ist beeindruckend. Malte hat sich vom Genreklassiker WipEout von 1995 inspirieren lassen, was man am Stil der Rennstrecke unschwer erkennen kann. Diese ist mit Sensoren ausgestattet, so dass in Racer auch die Highscores registriert werden. Das Team ist rund ein Monat nach Version 0.1 beim Meilenstein 0.2 angelangt, weshalb die angepeilte finale Version 1.0 noch in weiter Ferne liegen dürfte. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung und darauf, was den Tüftlern noch alles einfällt.

Das folgende Video ist übrigens eine Aufnahme der Version 0.1 des Spiels. Ein neueres Video findet sich auf der Webseite des Projektes.



Link: Racer

Montag, 2. August 2010

Super Vôlei Brasil 2

Offensichtlich verbindet Kollege Fabu von Superlevel und mich die Liebe zum Volleyball. Deshalb war ich im ersten Moment auch begeistert zu erfahren, dass Sportartikelhersteller Olympikus letztes Jahr ein Computerspiel der Sportart als Werbemittel umsonst zum Download ins Internet gestellt hat. Super Vôlei Brasil 2 ist, wie der Name verrät, ein brasilianisches Produkt, das allerdings englischen Text enthält. Doch leider leidet das Spiel unter einem Problem, das die meisten digitalen Umsetzungen des Volleyball-Sports plagt: das Gameplay ist eine Katastrophe und hat nichts mit dem Sport zu tun, das es nachzuahmen versucht. Um über dieses Manko hinwegzutäuschen wurde deshalb viel mehr in die Gestaltung der Spiellokationen investiert, als in die eigentliche Repräsentation des Beachvolleyballs. Immerhin kann man aber die Teams aus einer Fülle ehemaliger und aktueller, männlicher und weiblicher brasilianischer Superstars zusammensetzen. Das allein macht aber kein gutes Spiel aus, weshalb echte Fans des Sports einen grossen Bogen um Super Vôlei Brasil 2 machen sollten.



Alternativen sind leider dünn gesät und die besten Vertreter des Genres sind weit mehr als zehn Jahre alt. Echtes Volleyball-Feeling mit realistischen taktischen Möglichkeiten bieten eigentlich nur wenige Titel, die ich hier der Vollständigkeit halber auflisten möchte:
  • Volleyball (1986, NES)
  • Power Spikes (1991, Arcade, spielbar mit MAME, davon gab es mehrere Umsetzungen für verschiedene Konsolen unter anderen Namen)
  • Power Spikes 2 (1994, NeoGeo, Arcade, spielbar mit MAME)
  • Dig & Spike Volleyball (1992, SNES, vermutlich das beste Volleyballspiel überhaupt)
  • Winning Spike (1997, Arcade, spielbar mit MAME)
  • Beach Spikers (2002, GameCube)
Es gibt in der Tat noch mehr Volleyball-Spiele, aber die meisten davon sind spielerisch schlicht zu seicht, um Spass zu machen.

Link: Super Vôlei Brasil 2

Quelle: Superlevel