Seit Ende letzten Monats läuft auf dem britischen Sender Channel 4 die vierte Staffel der urkomischen Sitcom The IT Crowd, welche sich um ein schrulliges Team von Computertechnikern dreht, die mit dem Sozialleben so ihre liebe Mühe haben. Um der ohnehin schon grossen Populariät der Show Vorschub zu leisten, hat Channel 4 auch noch ein Browserspiel online gestellt, in welchem die Spieler die Rolle der IT Crowd übernehmen können, um die Firma vor dem Untergang zu bewahren. Lustig, aber die TV-Serie ist um Längen besser.
Zu Beginn der 1980er Jahre produzierte ABC eine fünfteilige Dokumentarserie über die Videospiel-Industrie mit dem Titel Video Fever. Jemand war so umsichtig und nahm die Folgen auf VHS-Videos auf. Diese wiederum wurden nun digitalisiert und auf YouTube hochgeladen. Sehr spannend, da es sonst nicht besonders viel Filmdokumente aus dieser Zeit zum Thema gibt.
Look Around You: Computer Games Look Around You ist der Name einer britischen Comedy-Serie, die von Peter Serafinowicz und Robert Popper erfunden und von 2002 bis 2007 auf BBC ausgestrahlt wurde. Die Macher liessen sich dabei von Lehrvideos im Stil von Telekolleg inspirieren, die sie mit Bravour parodierten. Anlässlich der Veröffentlichung einer DVD zur Kultserie hat Boing Boing einen genialen Ausschnitt aus einer Folge auf YouTube aufgestöbert. Fantastisch.
Einen sehr spannenden Fund hat Chris Covell gemacht. Er hat in einer Bibliothek ein japanisches Kinderbuch entdeckt, das 1989 veröffentlicht wurde und zeigt, wie die Firma Nintendo ihre Spiele herstellte. Interessant ist es hauptsächlich wegen der vielen Bilder und der Interviews mit Grössen wie Shigeru Miyamoto (siehe Bild). Gezeigt wird übrigens die Produktion von Super Mario Bros. 3.
Das Musée du Jeu Vidéo, das im Dach der Grande Arche in Paris untergebracht war, musste Ende Juni seine Pforten schliessen, weil eine schwerwiegende Panne der Lifte des Monumentes Zweifel an der Stabilität des Bauwerks aufkommen liess. Die sehr gut bestückte Sammlung kann aber dennoch zumindest virtuell besucht werden. Der virtuelle Rundgang ist liebevoll gestaltet und mit vielen Filmen und Hintergrundinformationen versehen. Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall.
Wieder einmal beglücken uns die Entwickler der Datenbank-Software LitLink mit einer neuen Version. Diesmal ist es die 4 und kommt mit etlichen Neuerungen daher, sowohl an der Oberfläche als auch unter der Haube. Historiker und andere Geisteswissenschaftler, die mit rauen Mengen von Quellen und Literaturhinweisen arbeiten, können ihre kostbaren Schätze schnell und einfach in LitLink ablegen, sinnvoll verknüpfen und vor allem auch schnell wieder finden. Wer bereits mit einer älteren Version der Software arbeitet, sollte unbedingt auf die neue umsteigen, davor aber auf keinen Fall vergessen, einen Backup des Datenbestandes zu machen. Für Windows und Mac.
Das Browserspiel Sanctuary 17 punktet mit seiner schlichten Grafik, die mit einer recht interessanten Spielmechanik unterlegt ist. Als Mitglied eines Teams, das in einem zufällig generierten Labyrinth gefangen ist, in welchem Roboter versuchen, die Eindringlinge zu vernichten, müssen die Spieler Computerterminals aufsuchen, die Informationen bereithalten, die zur Aufdeckung der Hintergrundgeschichte führen. Erschwerend kommt dabei die Präsenz der Roboter wie auch der Umstand hinzu, dass die Umgebung in Dunkelheit gehüllt ist und man nur eine Taschenlampe zur Verfügung hat, die lediglich einen kleinen Lichtkegel vor sich herwirft. Zwar findet man mit der Zeit auch ein Nachtsichtgerät und eine Laterne, aber all diese Gegenstände haben eine begrenzte Energieladung. Sanctuary 17 macht vieles richtig, da es den Spielern mehrere verschiedene Aufgaben in den Weg legt, so dass man stets ein Ziel vor Augen hat. Allerdings kann das Spiel bisweilen ganz schön frustrierend sein, wenn man z.B. einen Raum betritt, nur um von einer Salve aus einer Selbstschussanlage erlegt zu werden, die man in der Dunkelheit unmöglich sehen konnte. Das ist dann einfach nur fies. Dennoch lohnt es sich, das Spiel auszuprobieren.
Mark Ronson ist einer dieser Musikproduzenten, die praktisch alles, was sie anfassen, in Gold verwandeln, wie zum Beispiel das Cover des Songs "Valerie", das eine einigermassen nüchterne Amy Winehouse aufgenommen hat. Mit Circuit Breaker hat er ein Musikstück und ein Video dazu produziert, die als Hommage an Nintendos Zelda und die digitalen Spiele allgemein verstanden werden können.
Unter einem "Handheld" versteht man in Spielerkreisen in der Regel portable Konsolen wie den Game Boy, den Nintendo DS oder die PSP. Das Spektrum dieses Gerätetyps ist allerdings sehr viel breiter. Wie breit, das zeigt ein Blick in das Archiv von Handheld Remakes, in welchem man eben Remakes von portablen digitalen Spielen von Herstellern wie Nintendo (Game & Watch), Mattel, Bandai oder Tiger Electronics findet, um nur die bekanntesten zu nennen. Ebenfalls enthalten sind Fantasieprodukte, die aber durchaus witzig sind. Die Remakes sind in relativ kleine Dateien gepackt oder können direkt online im Browser gespielt werden. Aber Vorsicht: es lohnt sich, die beigelegten Readme-Dateien auch wirklich zu lesen, denn einige der Spiele müssen auf besondere Art und Weise gestartet werden, sonst drohen Blue Screens (ich muss es wissen...).
Mario Kart Wii Grand Prix Race Pinball
Die folgende Kreuzung zwischen einem Brettspiel und einem Flipperautomaten, die sich von Mario Kart Wii hat inspirieren lassen, ist an der diesjährigen Tokyo Toy Show vorgestellt worden. Das Ganze erinnert mich an ein ähnliches Spiel, das ich als Kind bei einem Nachbarn gespielt habe, aber ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Auf jeden Fall ist Mario Kart Wii Grand Prix Race Pinball kompetitiv ausgelegt, so dass zwei Spieler gegeneinander antreten können. Ob, wann, wo und wie das Spiel veröffentlicht wird und wieviel es kosten wird, ist mir allerdings schleierhaft.
Was als Mod für Unreal Tournament 2004 begann, ist jetzt ein Spiel auf Basis von Valves Source Engine und wird in wenigen Stunden umsonst über Steam zum Download freigegeben. Die Rede ist von Alien Swarm, einem kooperativen Shooter für bis zu vier Spieler, in welchem die Protagonisten gegen eine Horde von Ausserirdischen kämpfen. Das Geschehen wird von oben herab betrachtet, und neben vier unterschiedlichen Klassen wird es auch jede Menge interessante Waffen geben, mit denen sich die Erdlinge gegen die pösen Purschen bösen Burschen aus dem All zur Wehr setzen können. Optisch wie auch inhaltlich erinnert das Spiel sehr an Millenium Soldier: Expendable, das 1998 für PC, 1999 für Dreamcast und 2000 für PlayStation erschien.
Wie es dazu kam? Das Mod-Team wurde vor einigen Jahren von Valve entdeckt und angestellt, arbeitete danach an Left 4 Dead und Portal 2, und daneben offensichtlich an einer Umsetzung ihrer Mod für die Source Engine. Alien Swarm wird heute samt SDK (Software Development Kit) ausgeliefert, womit interessierte Programmierer einen Einblick in den Code des Spiels bekommen und diesen auch verändern können. Dem Video nach zu urteilen dürfte das Spiel sehr viele Fans finden.
Die Snowboard-Filmer von Knife Show haben einen netten Videoclip produziert, der bekannte Snowboarder mit Figuren aus Games zusammenbringt. Das Resultat kann sich sehen lassen, zumal die musikalische Untermalung auch recht gut gelungen ist. Erinnern tut mich das Ganze übrigens an Patrick Jeans Kurzfilm Pixels.
Es gibt Werbefilme und Werbefilme. 8-Bit Gary ist einer der guten Sorte. Beworben wird darin die Fähhigkeit von Laptops der Marke Toshiba, geringe Auflösungen mit guten Resultaten hochzurechnen. Inspiriert durch den Film Die Fliege wird der Protagonist Gary zuerst in eine 8-Bit-Figur (das Kostüm besteht aus Schaumstoff, ist also kein digitaler Trick) heruntergerechnet, und dann auf HD hochskaliert. Köstlich.
Jamie Maxwell ist ein begnadeter Musiker. Zu seinen Hobbies zählt, Musikstücke aus digitalen Spielen mit klassischen Instrumenten neu zu vertonen. Seine Arrangements sind dabei von hervorragender Qualität und gehen sofort ins Ohr. Anbei zwei seiner besten Werke, doch auf seiner YouTube-Seite gibt es noch etliche mehr, die ebenfalls sehr gut sind.
Acht Studenten der FutureGames Academy in Stockholm haben unter dem Namen Grupp#1 mit der Unity-Engine ein äusserst interessantes Spiel entwickelt. In Mirage steuern die Spieler einen Schwarm Scherben eines Spiegels durch ein lineares Level, an dessen Ende ein Boss steht, der besiegt werden muss. Noch befindet sich das Projekt in Entwicklung, weshalb die Demo, die man umsonst herunterladen und spielen kann, noch nicht sehr ausgereift und umfangreich ist. Nach etwa 15 Minuten ist der Spuk vorbei. Die knapp über 100 MB grosse Datei gibt es sowohl für Windows als auch für Mac. Es ist ausserdem zu empfehlen, das Spiel mit einem Gamepad zu steuern, denn die Maussteuerung ist (noch) nicht präzise genug.
Alle haben sie schon längstens über das wunderschöne Abenteuerspiel Coma berichtet, das so an Samorost und Machinarium erinnert, weshalb ich an dieser Stelle nachziehe. Das Spiel von Thomas Brush hat aber aller Ähnlichkeit mit anderen Titeln zum Trotz einen eigenen Stil, der diesem das gewisse Etwas verleiht. Coma ist im Browser spielbar und bietet neben einer kustvollen Optik auch witzige Dialoge und Rätsel.
Logan Ames hat sein Remake Illuminator fertig gestellt. Ein süsser Plattformer, in dem Licht und Schatten eine zentrale Rolle spielen. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der seine Schwester befreien muss, die von Geistern verschleppt wurde. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet muss er den dunklen Geschöpfen zu Leibe rücken, die sich auflösen, wenn sie von einer starken Lichtquelle getroffen werden. Wie schon Jigsaw ist auch Illuminator Teil des Action 52 Remake-Wettbewerbes und ein ebenso hochstehendes Spiel, das viel einfacher aussieht, als es in Wirklichkeit ist.
TomTom, der Hersteller von GPS-Navigationsgeräten, hat einige Figuren aus Star Wars zum Aufnahmetermin gebeten, um ihre Stimmen für den Einstaz in ihren Navis aufzunehmen. Vor einiger Zeit haben wir uns schon dank Darth Vaders Auftritt vor Lachen gekrümmt, und jetzt ist der quirlige Jedi Yoda an der Reihe. Köstlich.
Ein simpler kleiner Shooter in Form vieler bunter Pixel, die zusammengenommen Formen ergeben, welche Spielfiguren und Levels darstellen. Dazu eine interessante Waffenmechanik und eine zerstörbare Umgebung. Go Go Marine Squad sieht aus wie ein Experiment und der Entwickler Jan Willem Nijman ist sich selber nicht sicher, was das soll, oder ob er das Konzept noch weiter entwickeln sollte. Ich hoffe sehr, dass er das tut, denn das kleine Spiel ist irgendwie witzig.
Kaum eine Mod sorgte für soviel Furore wie Action Quake 2 für Quake II von 1998. Darin wurde der futuristische Look des Shooters durch einen zeitgenössischen ersetzt, die Laserwaffen durch die klassische Auswahl an Pistolen, Schrotflinten und Gewehren. Lange Zeit wurde die Mod rege gespielt und hat auch heute noch eine Handvoll Fans, vor allem in Finnland. Wer der Nostalgie frönen und Action Quake 2 wieder einmal spielen möchte, hat jetzt dank eines simplen Installers die Möglichkeit dazu. Das Spiel wird über einen Link heruntergeladen und die knapp 15 MB grosse Datei installiert. Danach kann man mit dem Tool Q2URL das Spiel so einrichten, dass man mit einem Click auf einen Link auf der offiziellen Webseite von Action Quake Online direkt dem jeweiligen Server beitreten kann.
Cardboard Gear Solid
Wer Hideo Kojimas Meisterwerk Metal Gear Solid gespielt hat, wird sich vermutlich köstlich über folgenden Kurzfilm in Stop Motion aus LEGO amüsieren. Unglaublich, wie Keshen8 den kleinen ungelenken Plastikfiguren Leben einhaucht. Ich schmeiss mich weg.
Freq Fire wäre eigentlich kaum der Rede wert, so einfach ist das kleine Shoot'Em Up spielerisch gestrickt. Es enthält aber ein Element, das es zumindest ein wenig interessant macht: zu Beginn des Spiels wird man nämlich gebeten, die Lieblingsband anzugeben. Danach laufen im Hintergrund während des Spiels zuerst einige Musikstücke der gewünschten Interpreten. Dann kommen ein paar Stücke, die vom Stil her ähnlich sind, und am Schluss wieder solche der eigenen Lieblingsband.
Ist das Spiel vorbei, werden die gehörten Stücke aufgelistet samt Links zu Amazon, wo man sie einzeln erwerben kann. Clever, denn vermutlich ist der Entwickler des Spiels Associate bei Amazon, so dass er pro verkauftes Stück eine Provision bekommt. Dennoch, für die Spieler ist es lustig, mit der eigenen Musik im Hintergrund ein paar Minuten totzuschlagen, und womöglich findet man auf diesem Weg Interpreten, die man bisher noch nicht kannte. Spannend wird es bei Bands wie Bananarama, dafür kennt das Spiel die Kelly Family nicht oder weigert sich schlicht, deren Musik abzuspielen. Vermutlich letzteres.
Der kollaborative Plattformer Atmosphir, der schon seit einiger Zeit in Entwicklung und seit einer Weile in der Betaphase ist, wurde nun veröffentlicht. Die Teilnahme ist kostenlos, aber es gibt die Möglichkeit einer bezahlten Mitgliedschaft, die vermutlich zusätzliche Elemente eröffnet. Optisch sieht Atmosphir schon recht überzeugend aus, jetzt muss sich nur noch zeigen, dass es auch spielerisch ausgewogen ist.
James Monkman hat ein Remake eines Spiels für Atari ST veröffentlicht, das er RobotZ DX nennt, wobei das "DX" für "Deluxe" steht, was man dem Spiel sofort ansieht. Der scheinbar simple Shooter orientiert sich im Stil an den Werken der Bitmap Brothers, die mit Chaos Engine oder Speedball Spielgeschichte geschrieben haben. Ein Kleinod, das es verdient, gespielt zu werden.
Jim Rossignol, der unter anderem auch als Autor des Blogs Rock, Paper, Shotgun tätig ist, hat 2008 ein interessantes Buch mit dem Titel This Gaming Life: Travels in Three Cities geschrieben, das von seinem Leben und der Spielkultur handelt. Es ist bei Amazon zwar nach wie vor in Buchform erhältlich, doch neuerdings ist es bei Digital Culture auch online verfügbar. Ich kann die Lektüre vorbehaltlos empfehlen, weil Rossignol einer ist, der weiss, wovon er spricht, und auch gut schreibt.
Im Iran gibt es rund 10 Millionen Menschen, die ihren PC zum Spielen nutzen, aber nur etwa 100 davon sind in der Lage, digitale Spiele zu entwickeln. Das sagt Behrouz Minai, Leiter der Iran’s National Foundation for Computer Games. Umso stolzer ist er deshalb darauf, dass es jetzt ein erstes iranisches Online-Rollenspiel gibt. AsmandeZ (englischer Titel: Sky Fortress), an welchem sich bis zu 5'000 Spieler gleichzeitig beteiligen können, erzählt von einer fiktiven Zukunft im 29. Jahrhundert, in welcher sich die Bewohner des Sonnensystems mit Robotern im Krieg befinden und gezwungen sind, in ein anderes System namens Limbas zu flüchten.
Die Webseite des Spiels gibt es sowohl in persischer als auch in englischer Sprache, allerdings erscheint die Anmeldung nur auf Persisch. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass AsmandeZ erst Ende Juni online gegangen ist und die Übersetzung ins Englische noch nicht abgeschlossen ist.
Computer Dance!
Das ist ja so 90ies (oder in neuer Schreibweise 9Ts)! Der folgende Clip erinnert mich an die letzten Jahre meiner Schulzeit, als an unserer Schule ein Computerzimmer eingerichtet wurde, in welchem lauter Macs standen. Die Nerds programmierten Tools, um die Mathe-Aufgaben zu lösen, die anderen spielten Dark Castle oder Lode Runner. Herrlich.
Die Universität Basel wird 550 Jahre alt. Grund genug, das Jubiläum mit einem Alternate Reality Game (ARG) zu feiern. Darin geht es - grob gesagt - um Wissen und den Umgang damit, ausserdem auch um Basel und seine Geschichte. Es gibt Rätsel zu lösen, im virtuellen und im realen Raum.
Ich hatte leider keine Zeit, mich eingehender damit zu befassen, aber das Ganze hört sich sehr spannend an. Um den Einstieg zu finden, empfehle ich, den Hilfetext zu lesen und den Einführungsfilm anzuschauen.
"To The Moon Please" sang Carlos Leal von Sens Unik 1991. Heute ist die Helvetische Hip-Hop-Kombo aus Lausanne nach einer langen Pause auf Abschiedstournee (man sieht sich am Gurten-Festival!) und der Mond rückt immer näher, zumindest virtuell. Die Nasa hat bereits im November ein Massives Multiplayer-Onlinespiel (MMO) angekündigt, das Interessierten die Arbeit der Astronauten näher bringen soll. Nun ist es soweit, Moon Base Alpha ist über die Downloadplattform Steam umsonst erhältlich. Entwickelt wurde das Spiel übrigens unter anderem auch von den Machern von America's Army, aber keine Angst, auf dem Mond wird es keine Waffen und keinen Krieg geben, dafür aber viele schwierige Situationen, die gemeistert werden wollen.
Mike Hills Mega Man 8-Bit Deathmatch war schon einmal im vergangenen Dezember Thema, damals allerdings noch als sehr frühe Alpha-Version. Mittlerweile hat das Projekt aber Fahrt aufgenommen und war kürzlich auch Teil einer Ausstellung. Die Version, die dort zum Einsatz kam, wurde jetzt auch als Demo veröffentlicht. Frühere Versionen waren noch Mods zu Doom II, weshalb sie das Spiel benötigten, die aktuelle Demo hingegen ist selbständig lauffähig.
Flugsimulationen waren die ersten Spiele, welche die Möglichkeiten der PCs im Bereich der 3D-Grafik aufzeigten. Wer in den späten 1980er Jahren einen PC besass und Flugzeuge mochte, spielte vermutlich auch Spectrum Holobytes Falcon: The F-16 Fighting Simulation. Das war im nunmehr fernen Jahr 1987. Es folgte eine Blütezeit, während welcher eine ganze Reihe von zivilen und militärischen Flugsimulationen entstand, doch mit dem Beginn des neuen Jahrtausends verlor das Genre im Zuge des Erfolges der Spielkonsolen immer mehr an Bedeutung. Lock On von Eagle Dynamics aus dem Jahr 2003 ist die letzte kommerzielle, moderne militärische Flugsimulation, die erschienen ist, wenn man deren Nachfolger nicht berücksichtigt, die eigentlich auf derselben Technologie basieren und eher den Charakter von Zusatzprogrammen zum Hauptspiel haben.
Dennoch gibt es noch eine relativ grosse und eingeschworene Fangemeinde, welche nach wie vor noch alle möglichen Flugsimulationen spielt und am Leben erhält. Ihr gehören viele Hobbypiloten an, aber auch Profis aus der zivilen und militärischen Luftfahrt. Darunter finden sich auch Leute, die damit angefangen haben, an eigenen Projekten zu arbeiten, und so sind beeindruckende Spiele wie z.B. YSFlight oder FlightGear entstanden. Diese nichtkommerziellen Simulationen können sich spielerisch aber durchaus mit kommerziellen Produkten messen. Ein relativ neuer Vertreter in dieser Sparte ist FreeFalcon, eine Weiterentwicklung von Falcon 4.0, einem Nachkommen von Spectrum Holobytes Klassiker. Was diese Simulation so spieziell macht, ist, dass sie die realistischste Möglichkeit darstellt, einen F-16 Kampfjet zu fliegen, ohne in ein echtes Cockpit oder einen militärischen Simulator einsteigen zu müssen. Selbst gestandene F-16 Piloten nutzen sie, um privat zu trainieren. Vor nicht allzu langer Zeit ist Version 5.5 erschienen, welche im Gegensatz zu ihren Vorgängern endlich stabil läuft, auch ältere Rechner nicht zu sehr beansprucht und dennoch toll aussieht. Wer also Zeit und Lust hat, sich auf eine komplexe Simulation einzulassen, sollte FreeFalcon unbedingt herunterladen und installieren.
Liebhaber von Strategiespielen werden schon von Glest gehört oder es gar gespielt haben. Das frei erhältliche Echtzeit-Strategiespiel ist gleichzeitig eine Engine, die sich mit wenigen Handgriffen in Xml-Dateien modifizieren lässt. Daraus ist MegaGlest entstanden, welches das Grundprinzip um etliche sinnvolle Neuerungen erweitert. Eine neue Version ist soeben erschienen und wartet nur darauf, heruntergeladen und gespielt zu werden. Einen Masterserver sucht man allerdings noch vergebens gibt es mittlerweile auch.
Ich habe Post bekommen von Shahzad Sahaid, Projektleiter zweier interessanter Spiele. Beide scheinen otpisch dem Commodore-Zeitalter zu entstammen, als der Amiga noch König unter den Spielern war. Und in der Tat gibt es von beiden auch eine Version für Amiga OS4. Die Rede ist von den Jump'N'Runs Sqrxz, ein Remake des gleichnamigen Spiels, und Giana's Return, das, wie Amiga-Fans bereits erraten haben werden, ein inoffizielles Sequel zu Giana Sisters ist. Beide Titel sind sehr liebevoll umgesetzt und absolut einen Download wert. Viel Spass!
Und wieder beschenkt uns Petri Purho, besser bekannt als der Mann hinter Crayon Physics, mit einem einfachen, aber erfrischenden Spiel. Diesmal heisst das Produkt Cut It und war ursprünglich nur ein Laborversuch. Doch dann wurde daraus ein physikbasiertes Puzzlespiel, in welchem man durch das Zerschneiden geometrischer Formen eine weisse Kiste auf eine grüne Plattform befördern muss. Die Leertaste setzt das Level zurück - und glaubt mir, diese werdet ihr öfter brauchen -, während man mit den Tasten M und N zwischen den Levels vor und zurück blättern kann. Für Windows und Mac, und wie immer genial.
Remakes alter Spieleklassiker sind meistens audiovisuell auf Hochglanz polierte Kopien ihrer Vorbilder, die für aktuelle Betriebssysteme technisch angepasst wurden. Nicht so das Remake von Maziacs, einem Spiel, das 1983 für Sinclair ZX Spectrum, Commodore 64 und MSX erschienen ist.
Jorge Arroyo hat daraus Maziacs the Boardgame gemacht, ein Brettspiel. Was anfänglich merkwürdig klingt wird verständlicher, wenn man zuerst obiges Video in Augenschein nimmt. Das Original besitzt ein Regelwerk, das denjenigen in Brettspielen nicht unähnlich ist. Maziacs the Boardgame ist als Bausatz gedacht. Spielfeld, Spielfiguren und die Spielanleitung können als Pdf-Dateien umsonst heruntergeladen werden. Danach muss man sie nur noch ausdrucken, ausschneiden und auf Karton kleben. Fertig ist das Retro-Brettspiel.
Was gibt es schwierigeres, als das schwierigste Spiel der Welt? Richtig, das Sequel namens The World's Hardest Game 2 (... "die Rückkehr", so zu sagen). Genau wie beim Vorläufer muss man auch hier wieder mit den Pfeiltasten ein rotes Quadrat durch Spielabschnitte manövrieren, die mit beweglichen Hindernissen vollgepackt sind. Und wer schon die Urversion hasste, wird mit dem Nachfolger auch nicht froh, denn er ist tatsächlich noch um Einiges schwieriger. Und weil das Spiel so verflucht schwierig und daher reizvoll ist, gibt es jetzt auch eine Version für alle iPhone-Süchtigen.
Der japanische Entwickler Ikiki hat endlich sein kleines, aber sehr feines und mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad ausgestattetes Jump'N'Run Teppoman 2 veröffentlicht. Darin schlüpfen die Spieler in die Rolle eines maskierten und kostümierten Agenten, der auf Bananen steht und nebenbei etliche Fortbewegungsarten beherrscht. Um an den Bossen vorbeizukommen, die sich ihm jeweils nach fünf Levels in den Weg stellen, benötigt Teppoman eine gewisse Anzahl Bananen auf seinem Konto, die sich in Kisten verstecken. So weit so abgedreht. Das Spiel ist optisch und akustisch hübsch aufgemacht und bietet spielerisch eine gesunde Herausforderung, so dass man damit viel Spass haben kann.
Steuerung:
Pfeiltasten – Umher bewegen
Shift – Springen
Control – Angriff
Pfeil nach unten – Kisten öffnen/Objekte auflesen
Zweimal antippen Links/Rechts – Sprint
Sprint + Sprung – Langer Sprung
Sprint + gleichzeitig Sprung – Gleiten (funktioniert auch über Wasser)
Sprint und Richtungswechsel – Drift
Drift + Sprung – Hoher Sprung
A – Waffe wegwerfen
J – Reset