Montag, 31. Mai 2010

Gish ist jetzt Open Source

Cryptic Sea hat den Quellcode des preisgekrönten Plattformers Gish, der sich um einen Teerball dreht, unter der GPL-Lizenz freigegeben. Interessierte Entwickler können ihn also für eigene Projekte frei verwenden. Man darf also gespannt sein, ob daraus neue Spiele entstehen werden.



Download: Gish 1.53 Source Code

Quelle: Cryptic Sea Blog

Air Buccaneers Revival

Die Leute hinter dem Blog Rock, Paper, Shotgun sind grosse Fans von Air Buccaneers, einer ungewöhnlichen und absolut fantastischen Mod für Unreal Tournament 2004. Deshalb haben sie auch kürzlich wieder dazu aufgerufen, sich zusammen mit ihnen auf einem Server zu treffen, um das Spiel wieder aufleben zu lassen. Wie immer haben sich gleich mehrere Leser zusammengerottet und der Server war über das Weekend sehr gut besucht, weshalb er wohl noch für einige Zeit laufen wird.

Wieso ich euch das erzähle? Nun ja, weil Air Buccaneers eine hervorragende Mod ist, die sehr viel Spass macht. Sie entstand unter der Leitung einer Forschungsgruppe namens LudoCraft an der Universität von Oulu in Finnland. Darin kämpft man mit Luftschiffen, die von Heissluftballonen getragen werden und mit Kanonen bestückt sind. Man kann diese allein steuern, doch mit einem Team macht es viel mehr Spass, vor allem weil man dann auch mehr Chancen hat, wenn man ein anderes Luftschiff zu entern versucht. Air Buccaneers spielt sich im Gegensatz zu UT 2004 gemächlich, verlangt aber viel taktisches Gespür, weil die Steuerung der Luftschiffe nicht ganz einfach ist.

Wer also noch eine Kopie von Unreal Tournament 2004 besitzt, sollte das Spiel schnell wieder installieren und Air Buccaneers gleich mit dazu, so lange es noch einen Server gibt, auf dem etwas los ist. Eine Anleitung folgt nach dem Videoclip.



Um Air Buccaneers zu spielen braucht man eine Installation des Spiels Unreal Tournament 2004, das UT2004 Mega Pack, das auch den aktuellsten Patch für das Spiel enthält, und natürlich die Modifikation, nämlich Air Buccaneers Version 1.6. Ist alles sauber installiert, kann man die Mod starten. Um dem Server beizutreten muss man im Hauptmenu "Join Game" wählen und dann mit der rechten Maustaste in den Serverbrowser klicken. Dann kann man auf "Add IP" klicken und die folgende Adresse eingeben: 140.247.62.101:8777

Link: Air Buccaneers

Freitag, 28. Mai 2010

Ausstellung: Game Design Bachelor Abschlussarbeiten 2010 (ZHDK) in Zürich

Ab heute bis zum 10. Juni präsentieren die Studenten des Lehrgangs Game Design der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) ihre Bachelor Abschlussarbeiten im Rahmen einer Ausstellung. Heute ist ab 18:00 Uhr Vernissage, während am 4. Juni ab 18:00 Uhr eine Führung mit anschliessendem Apéro stattfindet. Wie immer werden spannende Projekte vorgestellt, ausserdem besteht die Möglichkeit, mit den Entwicklern zu sprechen. Ein Anlass, den man nicht verpassen sollte. Mehr Informationen zur Ausstellung findet ihr auf der entsprechenden Seite der ZHDK.


Link: Game Design Bachelor Abschlussarbeiten 2010 (ZHDK)

My Desk is 8-Bit

Alex Varanese hat sich eines Tages gefragt, wie ein Videospiel wohl in Stop Motion aussehen würde. Die Antwort liefert er mit My Desk is 8-Bit, einem wirklich gelungenen Werk.



Link: Alex Varanese

Quelle: Superlevel

Iron Baby

Nachdem Iron Man 2 sowohl in Film- als auch in Spielform nicht wirklich zu überzeugen vermochte, gibt es jetzt doch noch einen Lichtblick in der Gestalt von Iron Baby. Patrick Boivin mag einigen wegen seiner Stop Motion-Animationen ein Begriff sein. Jetzt hat er seine Tochter eingespannt, um diesen beeindruckenden und zuckersüssen Videoclip zu drehen. Das Wochenende kann kommen.



Quelle: Kotaku

Donnerstag, 27. Mai 2010

Jigsaw

Ich liebe Plattformer und ich liebe Puzzlespiele. Was gibt es also Besseres als ein Spiel, das beide Genres kombiniert? Jigsaw von Miles Drummond ist ein Mix aus einem Remake des gleichnamigen Spiels für NES aus dem Jahr 1991 und Nail'n Scale für den Game Boy von 1992. Darin spielt man einen kleinen Baumeister, der mit einer Nagelpistole ausgerüstet ist, mit welcher er Gegner beseitigt und Nägel in die Wände schiesst, um daran hochzuklettern. Allerdings kann man immer nur jeweils drei Nägel als Stufen benutzen, denn schiesst man einen vierten Nagel in eine Wand, dann verschwindet der erste wieder, was einen taktischen Einsatz der Munition erfordert. Jigsaw macht enorm viel Spass, einfach weil es gut gemacht ist und neben guten Reflexen auch ein wenig Grips voraussetzt.



Download: Jigsaw

Quelle: IndieGames

El pincho de la semana #120

Die Esels-Frau
Bugs, also Porgrammierfehler, sind integraler Bestandteil digitaler Spiele. Manchmal sind sie kaum wahrnehmbar und manchmal können sie ein Spiel komplett ruinieren. Manchmal jedoch können sie auch der Grund für ganz schön bizarre Spielerfahrungen sein. In Rockstars ambitioniertem Westernepos Red Dead Redemption gibt es anscheinend etliche offensichtliche Bugs - was angesichts der Grösse des Spiels nicht verwunderlich ist - und einer davon ist ziemlich derb. So wie es scheint kann es vorkommen, dass das Spiel an Stelle des Modells eines Esels das einer Frau anzeigt, wobei aber die Eigenschaften des ursrpünglichen Objekts erhalten bleiben. Wie sich dies im Spiel manifestiert, zeigt das eingebettete Video.



Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass es sich dabei gar nicht um einen Fehler handelt. Irgendwie ist das Ganze zu flüssig animiert, um wirklich nach Bug auszusehen und es wäre ja nicht das erste Mal, dass Überreste von Code zum Vorschein kommen, den die Entwickler von Rockstar vergessen haben zu entfernen, bevor das Spiel fertig gestellt wurde, wie die Affäre um die Hot Coffee-Modifikation beweist. Das wäre ein peinlicher faux pas, zumal die Industrie nach wie vor den Ruf geniesst, nicht sehr sensibel mit dem weiblichen Geschlecht umzugehen.

Quelle: YouTube

Mittwoch, 26. Mai 2010

Scrollables

Filippo Vanucci hat die Scrollables als Interface konzipiert, ähnlich einer Computermaus. Diese bestehen allerdings nicht aus Plastik, sondern aus Papierstreifen, die auf Rollen geführt werden. Die Idee ist spannend und die Umsetzung stilvoll. Mit den Scrollables kann man unter anderem auch Pong oder Space Invaders spielen. Auf der Webseite des Projektes findet man ausserdem eine Anleitung für den Bau einer solchen Installation.



Link: Scrollables

Quelle: GameSetWatch

FiNCK

Nifflas, bekannter unabhängiger Spielentwickler, der uns schon Titel wie Knytt Stories beschert hat, erfreut uns jetzt mit seinem neuen Plattformer namens FiNCK (Fire Nuclear Crocodile Killer). Die Spielfigur kann Blöcke und Gegner aufnehmen und sie benutzen, um Rätsel zu lösen. Je nach Block oder Gegner können unterschiedliche Aktionen ausgelöst oder Kräfte genutzt werden. Ein Level-Editor ist auch dabei. Viel Spass beim Tüfteln.



Link: FiNCK

Quelle: IndieGames

Dienstag, 25. Mai 2010

Google Pac-Man wurde fast 5 Millionen Stunden lang gespielt

Das Blog RescueTime hat sich der Frage gewidmet, was Googles Geschenk zu Pac-Mans 30. Geburtstag gekostet haben mag, und kam auf ziemlich grosse Zahlen. Das beeindruckende Ergebnis ist, dass Googles kleine Hommage an die erste Spielfigur der Geschichte 4'819'352 Stunden lang gespielt wurde. In Kosten umgerechnet würde das eine Summe von 120'483'800 US$ bedeuten, wenn man annimmt, dass jeder Spieler Kosten von 25 US$ pro Stunde verursacht.


Quelle: RescueTime

Montag, 24. Mai 2010

Bruno Bonnells Spielesammlung ist jetzt in der Schweiz zuhause

Bruno Bonnell, der 1983 Infogrames gründete, hat seine Sammlung, welche etliche digitale Spiele und Computer beinhaltet, der Stiftung Mémoires Informatiques in der Westschweiz überlassen. Damit ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich und hat die besten Voraussetzungen für eine lang anhaltende Konservierung.

Aus der Feder von Infogrames stammt unter anderem das grossartige und nie erreichte, vor allem aber leider auch nie neu aufgelegte North & South, basierend auf dem Comic Les tuniques bleues, das während Jahren einen Stammplatz im Laufwerk meines Amiga 2000 hatte.

Quelle: Mémoires Informatiques

Die Musik in Spielen im Wandel der Zeit

Heute sind 5.1 Surround-Musikanlagen in Computern Standard. Dadurch vergisst man gerne, dass die Musik-Hardware und der Sound in Spielen noch vor nicht allzu langer Zeit viel schlichter waren. Der folgende Clip ist eine kurze Zeitreise, welche die letzten 30 Jahre umfasst und die Evolution der Musik-Hardware in Computern anhand des Soundtracks von Monkey Island illustriert. Nicht nur für Nostalgiker interessant.



Quelle: Slashdot

Freitag, 21. Mai 2010

30 Jahre Pac-Man

Morgen vor dreissig Jahren, also am 22. Mai 1980, erblickte Pac-Man in Japan das Licht der Welt. Die gelbe Spielfigur, die von Toru Iwatani für Namco erschaffen wurde, avancierte zur Popikone und gilt als eines der einflussreichsten Spiele aller Zeiten. Auch Google ehrt die gelbe Scheibe mit einer eigens dafür kreierten Startseite. Man beachte den Button wo draufsteht "Münze einwerfen". Clickt man darauf, dann animiert sich der Schriftzug und man kann eine Partie Pac-Man spielen. Happy Birthday!


Link: Pac-Man @ Google

Mittwoch, 19. Mai 2010

El pincho de la semana #119

Galactic Dance Battle
Und weil es so schön war, gleich noch einmal. Letzte Woche gab es Tanz-Action aus Armed Assault 2 zu bewundern, und diese Woche - mangels Alternativen - ebenfalls. Diesmal allerdings sind es Szenen aus einer Star Wars-Modifikation, an der noch gearbeitet wird. Köstlich.



Quelle: Armaholic

Dienstag, 18. Mai 2010

Digitale Spiele und Bildung

Was sich für viele wie ein Oxymoron anhört ist im Begriff, eine weit verbreitete Realität zu werden: der Einsatz von digitalen Spielen in der Bildung. Egal ob im schulischen oder im beruflichen Bereich, Video- und Computerspiele haben das Potential, Wissen auf spielerische und einprägsame Weise zu vermitteln. Einige Experten auf dem Gebiet der Bildung und der digitalen Spiele diskutieren im folgenden Film Chancen, Risiken, Vorteile und Probleme, die damit verbunden sind. In meinen Augen ein sehr ausgewogener und gelungener Beitrag, der die meisten relevanten Punkte anspricht.



Quelle: Serious Games

Montag, 17. Mai 2010

YSFlight

Vor kurzem war in einem Gespräch mit einem Bekannten von Flugsimulationen die Rede. Dabei kamen historische Vertreter des Genres wie etwa F/A-18 Interceptor von Intellisoft aus dem fernen 1988 für den Amiga zum Vorschein. Das Spiel war grafisch einfach gestrickt, aber spielerisch kaum zu überbieten. Man konnte darin über San Francisco und Alcatraz hinweg donnern oder unter der Golden Gate Bridge hindurchfliegen, ausserdem musste man am Schluss vieler Missionen auf dem Deck eines Flugzeugträgers landen.

Seitdem haben Flugsimulationen in technischer Hinsicht Quantensprünge gemacht und es gibt sogar nichtkommerzielle Produkte, welche sehr gut bis hervorragend sind. Eines dieser Spiele, das zumindest grafisch an F/A-18 Interceptor erinnert, ist YSFlight.

Freitag, 14. Mai 2010

The History of... - Geschichten digitaler Spiele

In einer Zeit, in der sich die ach so fortschrittliche und offene westliche Welt nach wie vor standhaft weigert, digitale Spiele in einem kulturellen Kontext zu sehen und zu verstehen, steigt umgekehrt proportional die Zahl der Artikel, welche die beinahe vierzigjährige oder, je nach Sichtweise, die über fünfzigjährige (ich tendiere zur zweiten) Geschichte der digitalen Spiele und der darum herum entstandenen Industrie thematisieren. Anbei ein paar wenige aktuelle Beispiele:

Donnerstag, 13. Mai 2010

Portal für alle! Umsonst! Download! Jetzt!

Um die Freischaltung von Steam für Mac zu feiern, hat sich Valve dazu entschlossen, Portal für alle umsonst zum Download freizugeben. Wer diesen grandiosen First Person Puzzler noch nie gespielt hat, hat bis zum 24. Mai Zeit, Steam zu installieren und Portal herunterzuladen. Wer es nicht tut, verpasst eines der besten Spiele aller Zeiten. Zugriff! Jetzt!



Link: Portal is FREE!

Formula Retro

César Rodriguez arbeitet an einer Adaption von Segas Rennspiel Virtua Racing mit dem Titel Formula Retro. Noch befindet sich das Projekt in den Anfängen und die aktuell erhältliche Testversion (Windows und Linux) ist noch ziemlich unausgereift und neigt zu Abstürzen, doch mir gefällt sehr, was ich sehe, weil ich den simplen und aufgeräumten Retro-Look mag. Ich lege Formula Retro bis auf weiteres unter der Rubrik "Geheimtipp" ab und freue mich auf das Endresultat.


Link: Formula Retro

Quelle: Free Gamer

Mittwoch, 12. Mai 2010

El pincho de la semana #118

ArmA 2 Dance Project
Der Grund, wieso ich von Bohemia Interactives kommerziellen Werken (Operation Flashpoint, Armed Assault und Armed Assault 2) trotz aller Programmfehler, Waffen und Kriegsszenarien schon seit Jahren fasziniert bin, ist ihre enorme Offenheit gegenüber Modifikationen. Was die Fangemeinde dann daraus macht, reicht von hoch professionell bis hin zu... grotesk, aber lustig.



Quelle: YouTube

Eine etwas andere Perspektive auf die Piraterie

Auf dem Blog Wolfire ist ein interessanter Artikel über die Spiele-Piraterie erschienen. Der Autor stellt darin einige sehr spannende Überlegungen an, wobei er nicht in Frage stellt, dass die Rate geklauter Software tatsächlich bei 90% liegt, wie von der Spieleindustrie immer wieder behauptet wird, sondern vielmehr, was dies wirklich bedeutet. Er bestreitet nämlich, dass die Industrie dadurch 90% des Einkommens verliert und er glaubt auch nicht, dass die Verkäufe von PC-Spielen wegen der Piraterie rückläufig sind. Ich merke hier nur einige Punkte seiner Argumentation an, empfehle aber die Lektüre des Artikels im Original (siehe Link weiter unten):

- Diejenigen, welche Spiele illegal aus dem Internet beziehen, laden in der Regel so viele Titel herunter, für die sie in Wirklichkeit nie das Geld hätten, wenn sie dafür bezahlen müssten. Würde man die Piraterie stoppen, würden sich diese wie ganz normale Kunden verhalten. Ergo verliert die Industrie real nicht 90% des Einkommens.

- Software-Piraten haben meistens wenig Geld, das sie für Spiele ausgeben können, weshalb sie auch dann nicht wesentlich mehr kaufen würden, wenn sie die Spiele nicht aus dem Internet herunterladen könnten.

- Nicht die Piraterie ist das Problem, wenn es um sinkende Absatzzahlen im Bereich der PC-Spiele geht. Nur wenige PC-Spieler sind Piraten, und diese haben sowieso nicht genügend Geld, sich die Spiele zu kaufen, welche sie herunterladen. Das Problem sind die Spiele, welche heute meistens für Konsolen entwickelt und mehr schlecht als recht auf den PC portiert werden.


Ich gebe dem Autor in den meisten Punkten recht, allerdings stellt sich mir die Frage, wieso die Rate geklauter PC-Spiele bei 90% liegt, wenn es sich dabei lediglich um schlechte Portierungen von Konsolenspielen handelt?


Link: Another View of Game Piracy @ Wolfire

Dienstag, 11. Mai 2010

Time Traveler: das erste "holographische" Spiel

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir mit der Schule im kleinen Städtchen Yverdon waren, und wir während der Stunde, die uns die Lehrer frei gegeben hatten, in die erste Spielhalle schlichen, die wir finden konnten. Bei der Grösse von Yverdon war es schon erstaunlich, dass es überhaupt eine gab, aber noch erstaunlicher war, dass dieses heruntergekommene Loch ein Spiel enthielt, vor dem wir mit offenen Mündern stehen blieben. Es war Segas Time Traveler aus dem Jahre 1991, und auf dem Automaten stand in grossen Buchstaben "Hologram". Und tatsächlich, sobald das Spiel begann, schien es so, als würden in der Aussparung im Frontpanel, wo normalerweise der Monitor sitzt, kleine Figuren in den leeren Raum projiziert. Wir waren damals noch nicht ganz so clever, um zu verstehen, dass es sich dabei um eine optische Illusion handelte, die mit Hilfe eines gekrümmten Spiegels erzeugt wurde. Das Resultat war sehr verblüffend. Mit dem Niedergang der Laserdisc im Laufe der 90er Jahre ist leider auch diese Art der Spiele verschwunden, aber wir warten geduldig auf die echten Hologramme.



Link: Time Traveler

Spielwelten im Vergleich

Ich habe letzten Herbst Grand Theft Auto: San Andreas wieder entdeckt, weil mir nahe gelegt wurde, einen Blick auf die unglaublich gute Modifikation Multi Theft Auto zu werfen. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, welch eine gigantische und detaillierte Welt Rockstar Games da erschaffen hat. Ich war in den letzten Jahren schon oft dort, aber ich bin überzeugt, dass ich noch längstens nicht jede Strasse und jede Gasse gesehen habe. Ehrlich atemberaubend. Doch jetzt macht ein Bild im Internet die Runde, welches die Welt von GTA: SA und anderen Spielen im Grössenverhältnis zueinander zeigt, und ich war verblüfft zu sehen, wie klein die Welten von Rockstars Spielen im Vergleich zu denen neuerer Titel sind.


Quelle: Geekosystem

Samstag, 8. Mai 2010

Space Paranoids online Spielen

Das Warten auf Tron Legacy, den Nachfolger des unerreichten Tron aus dem Jahre 1982, wird uns weiterhin vom viralen Marketing zum Streifen versüsst. Nach dem Quiz von Arcade Aid ist jetzt Space Paranoids als Browserspiel erschienen, ein Remake des Spiels aus dem Film und von Battle Tanks aus dem Spielhallenspiel Tron. Das lässt hoffen, dass auch die anderen Minispiele bis im Herbst noch in dieser Form erscheinen werden.


Link: Space Paranoids

Quelle: Flynn Lives

Freitag, 7. Mai 2010

GameTech 2010: Will Wright zum Thema Militainment

Will Wright ist ein genialer Spielentwickler. Will Wright ist aber auch ein Mann, der seine Expertise über die digitalen Spiele seit Jahren unter anderem dem Militär und dem Geheimdienst zur Verfügung stellt. Wenn jemand also weiss, was Militainment bedeutet, und wie und warum das Militär Spieltechnologie einsetzt, dann er. Der Vortrag, den er an der diesjährigen GameTech gehalten hat, ist sehr empfehlenswert.



Link: GameTech

Quelle: Kotaku

The Deadline: Tower Defense einmal anders

Julian Kücklich hat über Spielkultur* gerade mitgeteilt, dass das Studentenprojekt The Deadline zum Download bereit steht. Es handelt sich dabei um ein Tower Defense Spiel, und bevor jemand die Nase rümpft, weil das Genre in letzter Zeit überstrapaziert wurde, muss ich vorausschicken, dass die Studenten von The Random Guys in nur sechs Wochen Arbeit ein mehr als respektables Produkt zusammengeschustert haben. Mit dem Unreal Development Kit (UDK) haben sie ein dreidimensionales Tower Defense entwickelt, in welchem die Spieler die Rolle von Super Mario Hausmeister Bernd übernehmen, der auf dem Dach eines Bürogebäudes mit Reparaturen beschäftigt ist, als eine Horde Zombies in das Gebäude wackelt, und versucht, auf das Dach zu gelangen. Er aktiviert also seinen kleinen Roboter, der im Gebäude umherschwirrt und in der Lage ist, den Zombies verschiedene Hindernisse in den Weg zu legen und sie so zu bremsen und schliesslich zu zerstören. Gespielt wird The Deadline, das knapp 300 MB auf die Waage bringt (nur für Windows), entweder mit den Tasten WASD oder den Pfeiltasten.


Download: The Deadline @ 4Players

Link: The Deadline Blog

Donnerstag, 6. Mai 2010

Der offizielle Atari-Handshake

Es gibt ja viele interessant Anekdoten über die Firma Atari, aber wusstet ihr, dass es scheinbar einen "offiziellen" Atari-Handshake gab, der 1982 am Atari-Hauptquartier praktiziert wurde? So zumindest steht es im Magazin Atari Age vom selben Jahr. Aber seht selbst.


Quelle: Atari Age Magazine, Bd. 1, Nr. 4, November/Dezember 1982, S. 7.

Arcade Game Propaganda

Der Künstler Steve Thomas hat seine Illustrationen von fiktiven Propagandaplakaten um ein Exemplar erweitert, das ein Rekrutierungsplakat für den Krieg gegen die Space Invaders zeigt. Ich mag diesen nüchternen Stil sehr. Die restlichen Werke der Reihe gibt es wie immer unter unten stehendem Link zu bewundern. Man kann die Motive übrigens auch als Drucke oder auf T-Shirts kaufen, und zwar bei Zazzle.


Link: Steve Thomas: Arcade Game Propaganda

Mittwoch, 5. Mai 2010

El pincho de la semana #117

Star Wars - Stimmen für das Navi
Heute für einmal nur indirekt etwas über Spiele, wobei Star Wars zu jedem Thema passt. Ich besitze also auch so ein TomTom-Navigationsgerät, und schon oft habe ich mich darüber geärgert, z.B. wenn es mich mit dem Auto in einen Fussgängerweg zwängen wollte. Dennoch, es vereinfacht die Fahrt von A nach B im Normalfall ungemein. Jetzt hat TomTom pünktlich zum Star Wars Day angekündigt, die Stimmen einiger Helden aus dem Weltraumepos als Computerstimmen für die eigenen Navigationsgeräte veröffentlichen zu wollen. Und wie wenn das nicht schon Geschenk genüg wäre, ist jetzt ein Werbefilm erschienen, der die Aufnahmesession von Darth Vader zeigt. Wahnsinn.



Quelle: Geekologie

Nothing.ch serviert einen Snack - Zur Lage der digitalen Spiele in der Schweizer Öffentlichkeit

Jedes Mal, wenn ich wieder einmal das Gefühl habe, meine Meinung gegenüber Leuten, welche die digitalen Spiele verteufeln, zu forsch hervorgebracht zu haben, kommt ein Input, der mich darin bestärkt, weiterhin so forsch zu argumentieren. Diesmal war es ein Artikel in der Berner Zeitung, über den ich mich grün und blau geärgert habe. Nicht über Robbert und Bastiaan Van Rooden (der die gleiche Schule besucht hat wie ich), die Gründer der Firma Nothing.ch, die in Bern Casual Games entwickelt, sondern über den Journalisten, der das Interview mit ihnen geführt hat (ich komme nicht um die vielen Nebensätze herum). Ein kurzer Ausschnitt:

Journalist: Muss man anders sein, um den Gamer als Kunden zu gewinnen?

Robbert van Rooden: Sie sehen sicher den Spieler vor sich, der im abgedunkelten Zimmer mit einem gekauften Spiel einsam und stundenlang am Computer herumballert, neben ihm einen Stapel von Fastfood-Packungen.

Journalist: Genau.


Ich: "Anders" im Sinn von "sozial unverträglich"? Ehrlich, sind wir über solche mittelalterlichen Ansichten nicht schon längst hinweg?

Journalist: Sie bringen Leute zum Gamen, die das gar nicht gesucht haben.

Bastiaan van Rooden: Ihre Bemerkung nimmt den Grundton der öffentlichen Diskussion auf, der sagt: Gamen ist schädlich und schuld an Problemen wie Jugendgewalt, Bewegungsarmut oder Haltungsschäden. Ich halte das für Schwarzmalerei.

Journalist: Wollen Sie damit sagen, Computerspiele seien harmlos?

Bastiaan van Rooden: Keineswegs. Aber man muss einerseits
die Bandbreite sehen. Es gibt Computerspiele mit hohem Lerneffekt.


Ich: Bitte was?! Man könnte glatt meinen, die beiden jungen Entwickler würden an der Ecke Koks verschenken und die Leute zum Drogenkonsum animieren. Und ja, Computerspiele sind grundsätzlich harmlos. Ich verstehe hier allerdings nicht, wieso sich Bastiaan rechtfertigt. Vielleicht hat er einfach vor der bodenlosen Ignoranz des Journalisten kapituliert, welche den Stand der öffentlichen Meinung über die digitalen Spiele in der Schweiz spiegelt. Von Journalisten erwarte ich allerdings mehr, auch wenn es "nur" die Berner Zeitung ist. Eine gesunde Portion Objektivität würde den Lesern auch gut bekommen, die dadurch besser informiert wären. Und mit Objektivität meine ich durchaus, auch kritische Themen in Bezug auf die Games anzusprechen, aber in einer Form, in der man darüber diskutieren kann.

Quelle: Berner Zeitung

Videospiele heute aus der Perspektive der 80er Jahre

Luke Plunkett, Redaktor bei Kotaku, hat ein wirklich sehr interessantes Artefakt zu Tage gefördert. Eine Szene aus einer Folge des Animes RoboTech aus den frühen 80er Jahren, in welcher eine Spielhalle der Zukunft zu sehen ist. In den Augen der Autoren war die Zukunft damals unsere jetzige Zeit, in welcher diese Folge spielt. Ich habe hier einen etwas längeren Ausschnitt eingebettet, um die Szene in der Spielhalle in ihrem Kontext zu zeigen. Spannend, und ausserdem ein hervorragendes Beispiel für die japanische Animationskunst.



Quelle: Kotaku

Dienstag, 4. Mai 2010

Schräge Famicom-Controller

Wer denkt, Eingabegeräte wie Nintendos Wiimote, Sonys EyeToy und Move oder Microsofts Natal seien komisch, sollte sich mit den Controllern auseinandersetzen, die es für Nintendos Famicom (Family Computer), der japanischen Version des Nintendo Entertainment System (NES), gibt. Wirklich erstaunlich, zumal sich bei einigen die Frage stellt, wozu sie gebraucht werden. Die gesamte Gallerie gibt es unter unten stehendem Link.


Link: Controller Hell

Quelle: Bits Bytes Pixels & Sprites

MechWarrior 4 jetzt umsonst

Lange ist es her, dass MekTek versprochen hat, MechWarrior 4 umsonst zum Download anzubieten. Leider hatte auch Microsoft noch ein Wörtchen mitzureden, was zu Verhandlungen geführt hat, die sich in die Länge gezogen haben. Doch nun scheinen sich die Parteien geeinigt zu haben, denn MekTek hat das Spiel endlich freigegeben. Wie populär die MechWarrior-Reihe noch immer ist, zeigt der Ansturm auf die Seite von MekTek, welche während mehreren Tagen nicht mehr erreichbar war. Jetzt ist es aber soweit, der Download kann beginnen.



Link: MechWarrior 4 @ MekTek

Montag, 3. Mai 2010

3D Dot Game Heroes: der Editor ist online

Das knufflige Action-Rollenspiel 3D Dot Game Heroes ist neben Titeln wie LittleBigPlanet und Mod Nation Racers einer der besten Gründe, um sich eine PlayStation 3 zuzulegen. Einen klitzekleinen Vorgeschmack auf das Spiel gibt nun der Charakter-Editor, der im Netz veröffentlicht wurde, und mit dem man eigene Spielfiguren kreieren kann.


Link: 3D Dot Game Heroes Editor

Hero Core

Der schwedische Entwickler Daniel Remar konnte schon mit seinem minimalistischen, an alte 8-Bit-Perlen erinnernde Spiel Hero überzeugen. Jetzt steht dessen Nachfolger Hero Core bereit, der die Spieler auf eine abenteuerliche Reise schickt, an deren Ende ein erneuter Showdown mit dem Erzrivalen Cruiser Tetron auf dem Programm steht. Dazwischen gibt es Scharmützel mit allerlei extraterrestrischem Ungeziefer zu überstehen, in striktem Schwarz und Weiss, versteht sich. Das Spiel hat Stil zum verschenken, also sollte man es sich anschauen.



Link: Hero Core