Freitag, 30. Oktober 2009

Die wunderbare Geschichte der Videospiele

La Fabuleuse Histoire des Jeux Vidéo ist ein sehr spannender Dokumentarfilm über die Geschichte der digitalen Spiele. Ein französischer Journalist begibt sich darin auf die Suche nach dem Ursprung dieser Unterhaltungsform und fördert Fakten und Anekdoten zu Tage, welche nicht nur Historiker interessieren dürften. Die hier gezeigten Videos decken lediglich die zwei ersten Kapitel ab, den ganzen Film gibt es aber auf DVD in französischer Sprache mit englischen Untertiteln.



Unter Weiter lesen gibt es eine weiteren Ausschnitt aus der DVD zu sehen und ausserdem einen Link, der zur Seite führt, wo man diese bestellen kann.

Titel von Spielen, die sich anhören wie Titel von Erwachsenenfilmen?

Solche gibt es zuhauf. Und ich musste ertaunt feststellen, dass ich die meisten davon kenne, mir aber nie etwas dabei gedacht habe. Liest man diese Titel jedoch in einer Liste, dann wird der Zusammenhang schnell klar. Das erinnert mich an unsere Schulstunden, in denen wir das gleiche Spiel mit allen möglichen Marken, Filmen und Liedern betrieben, und dann die ganze Zeit kichern mussten.

Aber jetzt viel Spass mit Titeln wie...
  • Pocket Ping Pong 2005 [2005/Gizmondo Games]
  • Ener-G: Gym Rockets [October 2008/UbiSoft]
  • Imagine: Babysitters [October 2008/UbiSoft]
  • TouchMaster 2 [October 2008/Midway]
  • Wendy: Every Witch Way [2001/TDK Interactive]
Bei Crispy Gamer gibt es eine weitaus grössere Auswahl mit 50 Titeln. Wer noch mehr kennt, kann diese gern in den Kommentaren anfügen.

Link: Crispy Gamer

Alfa Romeo Mito und die Space Invaders in derselben Werbung?!

Eins muss man sagen: Automobilwerbungen sind meistens gut bis sehr gut. Doch ab und an kommt eine herangebraust, welche dermassen sinnlos ist, dass man sie schlecht findet, obwohl sie Space Invaders enthält. So geschehen an einem der letzten Abende, als ich einmal mehr einen Werbeblock wegzappen wollte, und gerade noch einen Teil des neuen Spots für den Alfa Romeo Mito mitgeschnitten habe. Mir ist ja bewusst, dass es in letzter Zeit unter Werbern "hip" ist, Werbungen mit Games zu würzen - man siehe die Werbung für den Gillette Fusion Gamer-Rasierer, eine Katastrophe -, aber was bitte haben sich die Urheber dieses Schrottes hier gedacht? Als Gamer würde ich nach so einer Werbung nie so ein Ding kaufen. Als Nicht-Gamer erst recht nicht.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Microsofts Forschungsabteilung zeigt Muskel-Computer-Interface

Wissenschaftler von Microsofts Forschungsabteilung arbeiten gerade an einem Interface, das es ermöglichen soll, Computer mit Muskelkontraktionen zu steuern. Die Anwendungsgebiete einer solchen Technologie sind mannigfaltig und reichen von der Medizin bis hin zu... Guitar Hero. Ähnlich wie damals William Higinbotham befanden die Forscher, dass sich ihre Errungenschaft am besten mit einem Videospiel veranschaulichen liesse. Diese könnte ausserdem Luftgitarren-Wettbewerbe revolutionieren.



Quelle: Engadget

Modern Warfare 2: der Spieler kann als Terrorist Zivilisten töten

Ich hasse Kriege, ich bin Pazifist. Ich bin aus der Armee asugetreten, weil ich es nicht ausstehen konnte, mit einem Sturmgewehr zu hantieren. Dennoch halte ich Worms und Battlefield 1942 für zwei der besten Spiele, die je entwickelt wurden, und sehe darin keinen Widerspruch. Das Spielprinzip - und nicht der Inhalt - war in beiden Titeln revolutionär. Was Entwickler Infinity Ward und Publisher Activision aber mit Modern Warfare 2 abliefern, im Glauben, damit dem Terrorismus ein Gesicht zu geben und das Spielerlebnis "realistischer" zu gestalten, ist schlichtweg absurd und falsch. Das Spiel ist ein weiterer Shooter aus der sehr erfolgreichen Call of Duty-Reihe, dessen Vorläufer die Fachpresse und die Spieler durch ihre hervorragende Programmierung und Gestaltung überzeugen konnten.

Vor einigen Tagen jedoch gelangte ein verwackeltes Video ins Netz, das angeblich Szenen aus einer Mission von Modern Warfare 2 zeigt, in welcher der Spieler in die Rolle eines Terroristen schlüpft und in einem Flughafen wehrlose Zivilisten tötet. Die schlechte Qualität des Filmmaterials und die Tatsache, dass es sich dabei nicht um ein vom Entwickler oder Publisher offiziell freigegebenes Video handelte, nährte Spekulationen, dass die Bilder nicht echt seien. Doch nun hat Activision bestätigt, was viele nicht für möglich hielten: die Szenen stammen tatsächlich aus dem Spiel:

“Yes it is. The scene establishes the depth of evil and the cold bloodedness of a rogue Russian villain and his unit. By establishing that evil, it adds to the urgency of the player’s mission to stop them."

“Players have the option of skipping over the scene. At the beginning of the game, there are two ‘checkpoints’ where the player is advised that some people may find an upcoming segment disturbing. These checkpoints can’t be disabled."

“Modern Warfare 2 is a fantasy action game designed for intense, realistic game play that mirrors real life conflicts, much like epic, action movies. It is appropriately rated 18 for violent scenes, which means it is intended for those who are 18 and older.”


Das ist definitiv nicht die Richtung, in welche sich die Industrie bewegen sollte. Zwar ist Modern Warfare 2 beileibe nicht das erste Spiel, in welchem vom Computer gesteuerte, unbeteiligte "Zivilisten" zu Schaden kommen können, aber eigentlich würde man erwarten, dass Entwickler und Publisher die Lektion aus früheren Kontroversen gelernt hätten. Rote Karte für Infinity Ward und Activision!

Das umstrittene Video befindet sich der Vollständigkeit halber unter...

Line Rider: Beta 3 bringt... Dual Riders!

Auch wenn das zu Kultstatus avancierte Flash-Spiel Line Rider mittlerweile in etlichen Kaufversionen erschienen ist, arbeiten die Entwickler weiter an der im Internet frei verfügbaren ursprünglichen Version. Diese hat nun das dritte Beta-Stadium erreicht und wartet mit einer wichtigen, aber vorhersehbaren Neuerung auf. Neu hinzu gekommen ist nämlich ein zweiter Rodler, den man gleichzeitig mit dem ersten auf die Strecke schicken kann, was die Gestaltungsmöglichkeiten erheblich erweitert, und die Gefahr von Kollisionen auch. Wer also keine Angst davor hat, etliche Stunden mit dem Design ausgeklügelter Rodelstrecken zu verbraten, sollte auf unten stehenden Link klicken.



Link: Line Rider

Enemy Nations: Download umsonst

Wieder einmal wurde ein Echtzeit-Strategiespiel aus dem goldenen Zeitalter des Genres umsonst zum Download freigegeben. Diesmal handelt es sich um Enemy Nations, das 1997 erschienen ist und damals sehr hohe Wertungen und gute Kritiken erhielt, auch wenn viele heute der Ansicht sind, dass es lediglich eine schlechtere Version von Command & Conquer war. Wer möchte, kann dem Link weiter unten folgen und sich selbst ein Urteil bilden.



Link: Download Enemy Nations

Mittwoch, 28. Oktober 2009

El pincho de la semana #95

Football Hero
Die Sportartikelfirma Umbro hat bei der Wahl des Themas für ihr aktuelles Marketing einen guten Riecher bewiesen. In Zusammenarbeit mit der Band Kasabian stellt sie einige junge und sehr talentierte Fussballer vor eine gigantische Leinwand, auf welcher eine abgewandelte Version von Frets on Fire zu sehen ist. Das Spiel ist ein OpenSource-Klon von Guitar Hero, das von den jungen Kickern gespielt wird, indem sie Bälle im richtigen Rhythmus gegen vier Sensoren treten, welche die Saiten der virtuellen Gitarre darstellen. Verwirrt? Dann nichts wie los und die Videos unter Weiter lesen anschauen.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Baustelle

Wer in Zürich lebt, muss sich zur Zeit vorkommen wie in einem Dschungel. Die Stadt ist eine einzige Baustelle. Überall werden Strassen und Brücken sowie Gebäude saniert. So sehr sich das aber auf die Mobilität der Bevölkerung auswirkt, die Sache hat auch eine gute Seite. Danach sieht die Stadt wieder viel aufgeräumter aus. So ähnlich liesse sich die Situation meines Blogs beschreiben. Ich habe mich schon seit Ewigkeiten nicht mehr um das Layout gekümmert, während die Entwickler von Blogger im Hintergrund fleissig am Code geschraubt, das Template angepasst und neue Widgets eingeführt haben.

Leider lassen sich diese Neuerungen nur dann problemlos nutzen, wenn man ein aktuelles Template verwendet, was bei mir nicht der Fall ist, weil ich eine relativ alte Version immer wieder angepasst und erweitert habe. Also muss ich weiterhin in kleinen Schritten daran herumschrauben, um das Layout ohne grössere Verluste auf den neusten Stand zu bringen. Das heisst allerdings auch, dass das Erscheinungsbild der Seite immer wieder kleinen Veränderungen unterworfen sein wird. Ich möchte die Leserschaft deshalb um Geduld bitten, wenn die Lesbarkeit darunter leiden sollte. Fernziel ist ein etwas konsistenterer Look und eine sinnvollere Platzierung einiger Elemente im Namen einer besseren Bedienbarkeit.

Kritik und Anregungen sind jederzeit willkommen, ob in den Kommentaren oder via Mail.

Montag, 26. Oktober 2009

Snega2Usb: USB-Adapter für SNES und SEGA Genesis Kassetten

Die kurzen Produktlebenszyklen von Spielkonsolen sind ein Problem, über welches sich Historiker, die sich mit digitalen Spielen beschäftigen, den Kopf zerbrechen. Wird eine Generation von Spielkonsolen von der nächsten überholt, wird es schnell schwierig, noch funktionierende Exemplare für die Nachwelt sicherzustellen. Spieler kennen dieses Problem auch, weil manchmal alte Konsolen, für welche man noch etliche Spiele besitzt, nach einer gewissen Zeit einfach den Geist aufgeben. Besitzer eines SNES von Nintendo oder eines Mega Drive (Genesis in den USA) haben allerdings Glück.


5 Minutes To Kill (Yourself)

Der oft pechschwarze Humor von Adult Swim, den Machern von Robot Chicken, schlägt in 5 Minutes To Kill (Yourself) voll durch. Das Spiel ist für iPhone und iPod Touch erhältlich, auf der Seite von Adult Swim kann man es aber als Flash-Version umsonst spielen. Wie der Titel bereits preisgibt geht es darum, dass man einen Büroangestellten spielt, der genug hat von den ständigen Meetings und schwört, sich bei der nächsten Einladung selbst um die Ecke zu bringen. Prompt flattert eine solche natürlich in seine Mailbox, und da die Sitzung bereits fünf Minuten später beginnt, hat der Spieler gerade noch soviel Zeit, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Auch wenn das Thema in gewissem Sinne verwerflich ist, kann das Spiel voll überzeugen. Die vielen Objekte, die man einsetzen und kombinieren kann, um das Ziel zu erreichen, machen das Gameplay interessant und entlocken dem Spieler immer wieder einen Lacher. Unzimperlich, aber lustig.



Link: 5 Minutes To Kill (Yourself)

Quelle: GamePolitics

Cool It!

Wer in der Schule gut in Physik war oder das Fach gar studiert hat, dürfte mit den Prinzipien der Kryogenik vertraut sein. Wer ausserdem einen kühlen Kopf bewahren kann (haha, Wortspiel), sollte sich mit dem Spiel Cool It! auseinander setzen. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Trainingssimulator, der an der Universität von Wisconsin-Madison entwickelt wurde. Der Spieler muss zu Beginn aus einer Reihe von Jobangeboten der NASA oder der Navy wählen und dann den jeweiligen Auftrag ausführen. Denen, die von Tieftemperaturtechnik nicht die blasseste Ahnung haben, sei gesagt, dass es beim Scheitern eines Experimentes zu recht ansehnlichen Explosionen kommen kann.

Link: Cool It!

Quelle: GamePolitics

Samstag, 24. Oktober 2009

Korsakovia, noch eine experimentelle Mod für Half-Life 2

Von den Machern der viel gelobten Modifikation für Half-Life 2, Dear Esther, kommt eine neue Herausforderung mit dem Titel Korsakovia. Das Team von Chinese Room besteht aus Forschern der Universität von Portsmouth, welche virtuelle Erlebnisse in der ersten Person nutzen, um herauszufinden, wie Menschen in gewissen Situationen reagieren.

In Korsakovia geht es um das Thema Panik. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Christopher, der am Korsakow-Syndrom leidet und in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht ist. Von da an geht es darum herauszufinden, was eigentlich los ist und was schon alles passiert ist. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn jeder, der in Besitz von Half-Life 2 ist, sollte die Modifikation herunterladen und selbst ausprobieren.



Link: Korsakovia

Quelle: Rock, Paper, Shotgun

Freitag, 23. Oktober 2009

.detuned: experimentelle Spielsoftware jetzt im PlayStation Network

Gestern ist auf dem PlayStation Network (PSN) die experimentelle Software .detuned erschienen. Entstanden ist sie aus dem Umfeld der Demo-Szene und wurde von .theprodukkt entwickelt. Damit werden Musikstücke visualisiert und gleichzeitig können mit dem Controller sowohl die Bilder als auch die Musik beeinflusst und verändert werden. Auch wenn es kein Spiel im herkömmlichen Sinn ist, bietet .detuned eine originelle Art, mit einer Spielkonsole umzugehen, und ich begrüsse, dass Sony offen ist für solche Experimente.



Quelle: GameSetWatch

Eine Maus spielt Quake II für die Wissenschaft

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich mag es nicht, wenn Tiere für wissenschaftliche Experimente eingesetzt werden. Auch dann nicht, wenn sie dabei keinen Schaden davon tragen. Allerdings muss ich eingestehen, dass das Experiment, welches Forscher der Princeton University durchgeführt haben, spannend ist. Um die neurologische Aktivität in den Gehirnen sich bewegender Mäuse zu messen, haben die Wissenschaftler eine virtuelle Realität in Miniatur gebaut. Die Maus steht dabei auf einer Styroporkugel, welche mittels Druckluft in der Schwebe gehalten wird, so dass das Tier frei auf deren Oberfläche gehen kann. Vor der Maus wird eine virtuelle Umgebung auf eine gewölbte Fläche projiziert, welche ihr suggeriert, dass sie sich darin umher bewegen kann. Diese virtuelle Realität wird mit Hilfe der Engine des Spiels Quake II generiert, die für diesen Zweck entsprechend angepasst wurde. Ob die Maus dadurch lernt, Ego-Shooter zu spielen und dann Menschen zu töten, geht aus der Studie aber nicht hervor.



Quelle: Wired Science

Toyota: realistische Spiele machen Personenwagen überflüssig

Die Automobilindustrie schwächelt schon seit einiger Zeit, und zwar weltweit. In Japan, dem Land der kleinen und kompakten Fahrzeuge, sind die Verkaufszahlen deutlich gesunken. Immer weniger junge Männer scheinen Geld in einen schnellen Schlitten investieren zu wollen, mit dem sie ihre Freundinnen beeindrucken können. In einem Zeitungsartikel über den japanischen Fahrzeugmarkt wird ein Manager von Toyota zitiert, der diesen Umstand den immer realistischer werdenden Videospielen zuschreibt. Spiele wie Gran Turismo oder Forza Motorsport würden das Bedürfnis junger Männer nach schnellen Sportwagen befriedigen, so dass sie weniger Geld für echte Fahrzeuge ausgeben würden. Ein etwas wackliges, aber interessantes Argument. Das zeigt einmal mehr, dass die digitalen Spiele nach wie vor verunsichern. Umso mehr, als sie in Bereiche der alltäglichen Realität vordringen.

Quelle: Kotaku

Und wieder kommt das Gamehotel nach Zürich

Das (oder die) Gamehotel gastiert schon bald wieder in der Limmatstadt. Am nächsten Dienstag, den 27. Oktober 2009, findet um 20:00 Uhr im Papiersaal des Einkaufszentrums Sihlcity in Zürich die Soirée statt (eine persönliche Einladung ist erforderlich), an der wieder eine ganze Reihe grosser Namen der Spiele-Industrie anwesend sein und Vorträge halten werden, während Bruno Beusch wie gewohnt den Event moderieren wird. Ich werde diesmal leider nicht dabei sein können, aber ich wünsche allen Teilnehmern jetzt schon einen spannenden und inspirierenden Abend.


Für das grosse Publikum hingegen öffnet die Gamepromenade am Freitag und Samstag (30. und 31. Oktober) von 09:00 bis 20:00 Uhr ihre Tore. Der Eintritt ist für jedermann frei.

Link: Gamehotel

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Death Rally wiederbelebt

Lange bevor Remedy mit Max Payne, dem Film Noir in Spielform, berühmt wurde, entwickelte das Studio 1996 einen Top Down Racer namens Death Rally, der viele begeisterte Anhänger fand. Über zehn Jahre später hat nun ein Fan das Spiel auf neue Betriebssysteme portiert, so dass es jetzt auch mit Windows XP (ab Service Pack 3) und Vista (auch 64 Bit) laufen sollte. Remedy war darob so begeistert, dass das Spiel nun offiziell und umsonst von der Webseite heruntergeladen werden kann. Rund 42 MB ist es gross, sozusagen ein Schnäppchen. Leider fehlt aber der Mehrspielermodus, weil das Spiel ein veraltetes Netzwerkprotokoll verwendet. Ob das Spiel auch ohne menschliche Gegner Spass macht, muss jeder für sich selbst entscheiden.



Link: Death Rally @ Remedy

Die Katamari-Hochzeit

Als Aidra und Ernest beschlossen, im Sommer dieses Jahres zu heiraten, hätten sich Freunde und Verwandte wohl kaum träumen lassen, was auf sie zukommen würde (oder vielleicht doch?). Keine Frage, Katamari ist ein tolles Spiel, aber diese Hochzeit geht ein klein wenig zu weit. Die Gesichter der Menschen auf dem Gruppenfoto sprechen Bände. Das Spektrum der Emotionen ist breit:
  • Ich hätte mir das Ganze nochmals gründlich überlegen sollen, aber sie wollte ja unbedingt noch in diesem Jahr heiraten.
  • Schaut mich nicht so an, ich muss hier sein, ich bin sein Bruder.
  • Schaut mich nicht so an, ich muss hier sein, ich bin ihre Schwester.
  • Ich sollte mir Gedanken darüber machen, nach welchen Kriterien ich meine Freunde aussuche.
  • WTF?!
  • Wenn das ins Internet kommt, bin ich geliefert.
  • So viel Spass hatte ich seit meinem fünften Geburtstag nicht mehr.
Es gibt übrigens noch mehr Fotos, die man bewundern kann, wenn man unten stehendem Link folgt.



Link: Katamari-Hochzeit Fotoalbum

Quelle: Bits Bytes Pixels & Sprites

Toki wird restauriert

Es waren die frühen 90er, es war Sommer und richtig heiss an der Adriaküste Italiens. Über Mittag konnte man kaum zum Strand, also haben ein paar Freunde und ich uns die Zeit in einer der vielen Spielhallen vertrieben, die mit Klima-Anlagen ausgerüstet waren. Sie hiess Superman (heisst sie auch heute noch) und war nicht gross, aber irgendwie schaffte es der schrullige Besitzer immer, die aktuellsten Spiele da zu haben. Wir müssen über die Jahre sehr oft dort gewesen sein, denn auch heute noch grüsst er mich mit einem Kopfnicken und einem stillen Grinsen, wenn ich daran vorbei gehe, obwohl ich mich äusserlich ziemlich verändert habe. Vermutlich deshalb, weil ich mit meinen "Investitionen" massgeblich zum Erfolg des Familienunternehmens beigetragen habe. In diesem Sommer zu Beginn der 90er spielten wir wie besessen Toki, ein seitwärts scrollendes Jump'N'Run der Extraklasse. Nicht zu einfach, nicht zu schwer, und grafisch sehr gut gelungen. Heute, rund zwanzig Jahre später, arbeitet ein kleines Entwicklerstudio aus Frankreich an einem Remake, das für PC und Xbox Live Arcade erscheinen soll. Erwähnenswert ist dies deshalb, weil das Spiel nicht einfach - wie so oft - modernisiert und mit Spezialeffekten überdeckt, sondern liebevoll restauriert wird. Die ersten Bilder machen jedenfalls einen hervorragenden Eindruck.




Link: Golgoth Studio

Quelle: GameSetWatch

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Verizon kupfert SEGAs Werbung ab

Manche mögen sich vielleicht noch an SEGAs Werbung für den Mega Drive (Genesis in den USA) erinnern. Diese machte sich mit dem Slogan "Genesis does what Nintendon't" über seinen schärfsten Konkurrenten lustig. Rund zwanzig Jahre später kupfert Verizon in den USA diese Kampagne ab, um ihr neues Handy mit dem Betriebssystem Android anzupreisen. Der Slogan heute: "Everything iDon't, Droid does.". Das wird Apple freuen.




Link: Droid Does

Quelle: Bits Bytes Pixels & Sprites

Achterbahnen nach dem Vorbild der digitalen Spiele

In einer Zeit, in welcher sich die Freizeit vieler Kinder und Jugendlicher immer mehr in virtuellen Gefilden abspielt, haben es die Betreiber von Vergnügungsparks nicht einfach. Sie müssen sich neue Strategien einfallen lassen, um die jungen Menschen weiterhin für ihre realen Spielwelten zu begeistern. In Walt Dysney's Epcot ist deshalb letzte Woche eine neue Attraktion namens Sum of All Thrills der Firma Raytheon eröffnet worden. An einer Designstation können mit einem simplen Editor über einen Touchscreen Modelle von Achterbahnen erstellt werden. Danach werden diese Daten an einen Rechner übergeben, welcher einen Roboterarm steuert, an dessen Ende Sitze mit Bildschirmen angebracht sind. Die fahrt in der selbst gebauten Achterbahn kann beginnen.




Link: Raytheon

Quelle: CNN

Who the heck is Ben Heck?

Ben Heck heisst mit vollem Namen Benjamin Heckendorn und hat in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg in der weltweiten Modding-Szene erlebt. Seine Modifikationen verschiedener Konsolen haben Kultstatus erreicht, weil sie schlichtweg professionell und stilvoll durchgeführt wurden. Aber wer ist dieser Mann wirklich? Ein Interview gibt dem Hacker jetzt ein Gesicht und zeigt, wie es in seinem Labor in Wisconsin aussieht.


Quelle: GoNintendo

Dienstag, 20. Oktober 2009

Unreal Art: Unreale Kunst

Digitale Spiele polarisieren eigentlich immer. Auch wenn es um die Frage geht, ob sie mit Kunst in Verbindung gesetzt werden können. Ein Argument dafür ist Unreal Art. Kunst, die am Computer mit der Hilfe des Shooters Unreal Tournament aus dem Jahre 1999 entsteht. Der Künstler bezeichnet seine Werke als Game Generated Artwork. Dazu baut er im Editor des Spiels Maps, die in etwa dem Bild entsprechen, das er realisieren möchte, lässt dann 20-25 computergesteuerte Spieler (Bots) gegeneinander antreten und speichert jede Sekunde ihre exakte Position bzw. die Koordinaten auf der Karte und jedes Ableben. Die so gewonnenen Daten verarbeitet er dann in einem eigens dafür geschriebenen Programm und macht Bilder daraus. Die Machart erinnert vage an Ben Fry's Bilder aus dem Code von Atari-Spielen, ist aber visuell viel ergiebiger.



Link: Unreal Art

Quelle: Rock, Paper, Shotgun

Tetris'D

Varianten von Tetris wie z.B. Tetoris sind an sich nichts Neues. Doch das Flash-Spiel Tetris'D zeigt eine neue Perspektive, die sich als durchaus interessant erweist. In Tetris'D steuert man nämlich nicht die herabfallenden Blöcke, sondern ein Strichmännchen, das diesen ausweischen muss, um nicht von ihnen erdrückt zu werden. Ein lustiges Konzept, das auch spielerisch zu überzeugen weiss. You know when you've been Tetris'D.



Link: Tetris'D

Quelle: Technabob

YANG: ein Server-Tool für Spiele aus den 90ern

Entstanden ist YANG (Yet Another Netplay Guider) ursprünglich als Serverbrowser, der in Verbindung mit einem so genannten Source Port wie z.B. Eduke32 oder xDuke den Fans des Klassikers Duke Nukem 3D ermöglichen sollte, das Spiel mit gleich Gesinnten im Netz oder LAN gegen- oder miteinander zu spielen. Es gab zwar schon davor ähnliche Projekte, doch diese wurden allesamt eingestellt. YANG hingegen wird stetig weiter entwickelt und der Autor mit dem Pseudonym NY00123 arbeitet eifrig an der Implementierung neuer Features und Spiele. Die aktuelle Version 0.80 unterstützt neben Duke Nukem 3D auch Shadow Warrior (Port: SWP), Blood (DOS-Version, Emulator: DosBox) und neuerdings auch Descent und Descent 2 (Port: DXX-Rebirth). Nicht nur, unter YANG laufen neben den Verkaufsversionen dieser Spiele, die man nach wie vor bei Online-Händlern findet, auch Demo- und Shareware-Versionen, die voll lauffähig sind, aber nur über einen Teil des Ihnalts des jeweiligen Spiels verfügen. Die meisten Spiele können sowohl in den Modi Deathmatch und Team Deathmatch als auch im Coop-Modus gespielt werden. Wer also noch im Besitz dieser Titel ist und sie aus Gründen der Nostalgie wieder einmal gegen menschliche Gegner spielen möchte, sollte YANG unbedingt installieren.



Link: YANG

Montag, 19. Oktober 2009

Öffentliche Abgabe von Killerspielen: ein Flop?

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat letzte Woche dazu aufgerufen, am Samstag in Stuttgart vor der Oper "Killerspiele" in einen bereit gestellten Container zu werfen. Eine moderne Bücherverbrennung also, wie einige kritisch bemerkten. Das Bündnis, das von Betroffenen des Amoklaufs von Winnenden initiert wurde, hat sich auf die Fahnen geschrieben, die "Killerspiele" als vermeintliche Verantwortliche für die Tragödie zu verbieten. Eine Unterschriftenliste, die von der Seite heruntergeladen werden kann, spricht von einem "Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden". Soweit die Rahmenbedingungen.

Nun ist das Wochenende verstrichen und ein Video zeigt das Ergebnis der Aktion. In einem gigantischen Container - die Ziele waren hoch gesteckt - liegen einige wenige Spiele (oder zumindest deren Hüllen). Dennoch wertet das Bündis die Aktion "Familien gegen Killerspiele" als Erfolg, weil man mit vielen anwesenden Spielern ins Gespräch gekommen sei, das friedlich und respektvoll verlaufen sei. Es sei nicht um die Anzahl der abgegebenen Spiele gegangen sondern darum, Reaktionen zu provozieren. Den entstandenen Dialog schreibt die Stuttgarter Zeitung den Bemühungen des Bündnisses zu, vergisst aber zu erwähnen, dass dieser nur stattfinden konnte, weil einige Spieler die pauschale Verurteilung nicht hinnehmen wollten und kurzerhand auf dem Schlossplatz eine Gegenaktion unter dem Motto "Videospiele – Menschen verbinden statt aufhetzen" veranstalteten. Würde das Bündnis wirklich den Dialog zu den Spielern suchen und sich für deren Meinung interessieren, dann hätte es diesen schon lange anstossen können, was aber offensichtlich nie geschehen ist.

So bleibt einmal mehr festzustellen, dass die Debatte um die Gewalt in Spielen und deren Auswirkungen nach wie vor von Intolleranz geprägt ist, was die Medien mit schlecht recherchierten Artikeln zum Thema weiter voran treiben.



Quelle: Netzpolitik

Pato Pooh featuring Adam Tensta: Follow Me

Hip-Hop und Rap können sehr wohl mit digitalen Spielen Hand in Hand gehen. Beispiele dafür gibt es hier, hier oder hier. Eine weitere Produktion mit dem Titel "Follow Me" von Pato Pooh featuring Adam Tensta bekräftigt den Eindruck, dass die Mischung aus Spiel und Musik sehr fruchtbar ist.



Quelle: 4 Color Rebellion

Wii-Unfall beim Teleshopping

Teleshopping-Sendungen sind der allerletzte Müll. Ich frage mich seit Jahren, wer da wirklich einkauft. Doch wenigstens sind die Darbietungen der oftmals völlig verblödeten Moderatoren so lächerlich, dass es sich lohnt, ihnen einige Minuten zuzusehen. Der junge Herr hier zum Beispiel, der die Wii vorführt und dabei einem schönen Flachbild-Fernseher den Garaus macht. Köstlich. Vielleicht sollten sie einen Beamer verwenden und die Spiele an eine Wand projizieren, die widerstandsfähiger ist als ein LCD-Screen.



Quelle: Joystiq

El pincho de la semana #94

Let's begin the week with a BANG!
Ihr braucht non eine kleine Starthilfe für den Einstieg in die Woche? Ihr mögt Explosionen und klassische Musik? Dann ist folgendes Video genau richtig für Euch. Jemand mit dem Pseudonym TPC hat sich die Mühe gemacht, verschiedene Maps in Unreal Tournament 2004 bis an den Rand mit explodierenden Fässern zu füllen und diese dann gekonnt zur Detonation zu bringen, was eine unglaubliche Kettenreaktion zur Folge hat. Doch die Explosionen allein sind es nicht, die den Film sehenswert machen, sondern vielmehr die Kombination klassischer Musik mit einer sehr gelungenen Choreografie. Im Forum von Beyond Unreal erklärt TPC übrigens, wie er den Film in rund zwei Wochen erstellt hat.

Samstag, 17. Oktober 2009

Der grösste digitale Spielheld aller Zeiten

Die Entscheidung ist gefallen. Laut einer Umfrage des Spieleportals Gamespot unter seinen Lesern ist der grösste digitale Spielheld aller Zeiten Gordon Freeman aus dem Epos Half-Life (rechts im Bild) von Valve. Durchgesetzt hat er sich im Final gegen keinen geringeren als Nindendos Mario. Die Wahl erstaunt, weil Gordon Freeman als eine der charakterlosesten Spielfiguren aller Zeiten gilt. Im Spiel wird kaum etwas über seine Persönlichkeit bekannt, er dient lediglich als seelenlose Hülle für die Interaktionen der Spieler. Dennoch gebührt ihm Respekt, denn schliesslich hat er sich gegen eine Reihe sehr starker Konkurrenten wie z.B. Link aus dem Spiel Zelda durchgesetzt.



Quelle: Gamespot

Freitag, 16. Oktober 2009

Videogioco

Der italienische Künstler Donato Sansone aus Turin macht derzeit mit einem sehr speziellen Animationsfilm von sich reden. Videogioco, so der Titel, besteht aus einer ganzen Reihe von Bildern, die ineinander gefaltet und im Stop Motion Verfahren animiert wurden. Noch ist mir nicht ganz klar, weshalb er das Werk mit einem Videospiel in Verbindung setzt, aber sehenswert ist es allemal.



Quelle: Chewing Pixels

Sam Fisher hat von James Bond und Jason Bourne gelernt

Nicht allen gefällt der neue James Bond, der definitiv rauher ist und weniger zimperlich mit seinen Gegnern unmgeht als seine Vorgänger. Der britische Geheimagent mit der Lizenz zum Töten hat sich modernen Actionhelden wie Jason Bourne (auch ein J.B.) angenähert, die nicht nur mit allen möglichen Waffen umzugehen wissen, sondern auch etliche Kampfkünste beherrschen. Eine ähnliche Entwicklung hat auch Sam Fisher aus der Reihe Splinter Cell durchgemacht. War er in den ersten Spielen noch der lautlose Superagent, der Waffen nur im Notfall verwendete, setzt der neue Fisher viel öfter auf kompromisslose Gewalt. Ob diese Wende für die Serie gut ist, wird sich im Februar nächsten Jahres zeigen, wenn das Spiel auf den Markt kommt.


Quelle: Kotaku

LEGO Indiana Jones 2 mit tollem Editor

Ach, LEGO. Ich habe noch bis ins hohe Jugendalter mit den bunten Bauklötzen aus Plastik gespielt und Raumstationen, Städte, Eisenbahnanlagen und Villen gebaut. Damals bestanden Raumschiffe und Häuser noch aus denselben Teilen und man musste fast alles selber zusammenbasteln. Später hat LEGO stärker auf Sparten gesetzt und immer mehr vorgefertigte Teile produziert, was in meinen Augen eine Katastrophe war, weil dadurch die kreativen Entfaltungsmöglichkeiten der Spieler stark eingeschränkt wurden. Seit den späten 90er Jahren wurden dann auch Computer- und Videospiele mit der LEGO-Lizenz entwickelt, in denen teilweise auch die Bautätigkeit eine zentrale Rolle spielte. In den letzten Jahren waren die LEGO-Spiel-Umsetzungen von Filmen aus dem Repertoire von George Lucas der Renner. Sowohl Star Wars als auch Indiana Jones erschienen in Klötzchenform für PC und Konsolen. Der neuste Titel der Reihe, LEGO Indiana Jones 2, entzückt nun Journalisten und Fans mit einem Video des eingebauten Editors, mit welchem man nach Herzenslust Levels für das Spiel erstellen kann. Glanzpunkt dürfte hierbei sein, dass kleine LEGO-Männchen jeweils die Arbeitsschritte ausführen, die der Spieler geplant hat. Wirklich süss.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Piquin: rundenbasiertes Pac-Man

Die Spieldesignerin und -kritikerin Anna Anthropy ist den meisten besser bekannt als Autorin des Blogs Auntie Pixelante. Zu ihren früheren Werken gehört auch Piquin, das 2003 entstanden ist, dann aber in den Weiten des Internets verschwunden ist, bis die Entwicklerin eine Kopie auf ihrem Computer gefunden hat und diese seit Sommer dieses Jahres wieder zum Download anbietet. Es handelt sich dabei um eine Art rundenbasiertes Pac-Man, das sich dadurch gemächlicher spielt als das Original, aber deshalb nicht unbedingt einfacher ist. Piquin funktioniert nur mit Microsofts Windows und ist durchaus einen Download wert.



Link: Download Piquin

Quelle: Auntie Pixelante

Bayonetta: Mal- und Lookalike-Wettbewerbe

SEGA wandelt offensichtlich auf den Spuren von Eidos und versucht, die sportliche und kampfstarke Hexe Bayonetta wie einst Lara Croft als Popikone zu positionieren. Dazu hat der Entwickler und Publisher zwei Wettbewerbe ausgeschrieben. Für den ersten, der soeben zu Ende gegangen ist, sollten die Teilehmer ihre eigene Version der Heldin entwerfen, und die Resultate können sich alle sehen lassen. Der zweite wurde in Kooperation mit dem Männermagazin Maxim lanciert und sucht möglichst erotische Body Doubles für Bayonetta. Allerdings haben hier einige Teilnehmerinnen die Aufgabenstellung wohl nicht ganz richtig interpretiert, denn nur wenige weisen eine wirkliche Ähnlichkeit mit der Spielfigur auf.




Link: WizardUniverse: Bayonetta Re-Envisioned

Link: Maxim: Choose the hottest Bayonetta