Samstag, 18. Juli 2009

Radiator: waffenlose Half-Life 2-Modifikation

Kein Zweifel, die Orange Box, welche neben Half-Life 2 sowohl Episode 1 und Episode 2 als auch Team Fortress 2 und das fantastische Portal enthält, war für mickrige 29.- Schweizer Franken viel mehr als nur ein Glücksgriff in die Ramschkiste. Mehr Spielspass in einem einzigen Paket geht kaum noch. Und weil sich die Source Engine so gut bearbeiten lässt, gibt es auch hervorragende Modifikationen in grosser Zahl, wie z.B. Action Half-Life 2, Neotokyo oder das experimentelle Werk Dear Esther. Ähnlich wie letzteres ist auch Radiator eher im künstlerischen Bereich angesiedelt. Die Modifikation, welche in der aktuellen Version zwei Episoden enthält, fordert den Spieler mit Puzzles heraus und verzichtet gänzlich auf den Einsatz von Waffen. Sehr interessant und gut gemacht.



Link: Radiator

Mittwoch, 15. Juli 2009

Modern Warfare 2 Prestige Edition: höher, schneller, weiter?

Special Editions von Spielen gibt es schon lange. Oft kriegt der Käufer für einen übererhöhten Preis zusätzlich zum Spiel noch ein T-Shirt, ein Buch oder sonstige Gadgets. Was sich jetzt aber Infinity Ward für die so genannte Prestige Edition von Modern Warfare 2 ausgedacht hat, stellt alles in den Schatten, was es bisher gegeben hat. Für 149 US$, also rund das Doppelte des Preises des Spiels allein, erhält der Sammler ein - jetzt kommt's - Nachtsichtgerät! Und zwar nicht einfach nur eine Attrappe, sondern einen voll funktionstüchtigen Restlichtverstärker. Irgendwie krank.



Quelle: Twitter

Dienstag, 14. Juli 2009

0 A.D. jetzt Open Source

0 A.D. ist ein historisches Echtzeit-Strategiespiel, an dem seit ungefähr acht Jahren gearbeitet wird. Jetzt haben sich die Entwickler dazu entschlossen, den Quellcode freizugeben, damit Fans oder andere Programmierer diesen weiter entwickeln können, um womöglich schon bald eine erste spielbare Version zu veröffentlichen. Doch wie das Video zeigt, sieht das Spiel schon jetzt zumindest grafisch recht vielversprechend aus.



Link: 0 A.D.

Quelle: Free Gamer

Montag, 13. Juli 2009

Post I.T. Shooter

Petri Purho, der Spiele wie Crayon Physics oder 4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness entwickelt hat, beweist einmal mehr seine Kreativität mit einem Projekt mit dem Titel Post I.T. Shooter. Er kehrt damit um, was zur Zeit Mode zu sein scheint, nämlich Szenen aus Spielen mit Post IT-Zetteln in Stop-Motion-Filmen nachzustellen, und parodiert diese mit einem Spiel, das Post ITs als grafisches Element nutzt. Spannend.


Link: Kloonigames: Post I.T. Shooter

Quelle: Digital Tools

Freitag, 10. Juli 2009

The Elder Scrolls jetzt Free2Play!

Bethesda bietet die beiden ersten Rollenspiele der sehr erfolgreichen Reihe The Elder Scrolls umsonst zum Download an. Arena und Daggerfall sind mittlerweile aber so alt, dass sie auf neueren Systemen nur mit der Hilfe des Emulators DOSBox laufen. Ein absolutes Muss für Liebhaber des Rollenspiel-Genres.



Link: Download: Elder Scrolls I + II

Mittwoch, 8. Juli 2009

Spiel zur Geschichte der Underground Railroad in Virginia

Es herrscht die Ansicht, dass digitale Spiele nicht in der Lage sind, Geschichte zu vermitteln. Hauptproblem ist dabei die Interaktivität, welche es den Spielern ermöglicht, historische Geschehnisse anders zu spielen, als sie stattgefunden haben. Es gibt aber mittlerweile selbst unter den Historikern Leute, welche das anders sehen. Cassandra Newby-Alexander zum Beispiel. Die Professorin für Geschichte an der Norfolk State University hat Forschungsgelder in Höhe von 100'000 US$ erhalten, um ein Spiel zu entwickeln, das Schülern und Studenten die Geschichte der Underground Railroad in Virginia näher bringen soll.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine U-Bahn im eigentlichen Sinne, sondern um ein weit verzweigtes Netz von Routen auf dem See- und Landweg, über welche schwarze Sklaven im 19. Jahrhundert aus Virginia in die Freiheit flohen.

Link: The Underground Railroad in Virginia

Quelle: PilotOnline

Montag, 6. Juli 2009

El pincho de la semana #83

Duke Nukem's Disease
Gamer haben es nicht leicht. Nachdem bekannt wurde, dass sie von den Spielen süchtig werden und zu Mördern mutieren können, kam eine weitere Hiobsbotschaft hinzu, weil es erste Verletzte bei der Handhabung von Nintendos Wii gab. Doch das war erst die Spitze des Eisberges, denn es gibt junge Menschen, welche nach dem jahrelangen Konsum von Ego-Shootern an weitaus schlimmeren Krankheiten leiden, wie z.B. dem Duke Nukem's Disease. Tragisch.



Quelle: Bits Bytes Pixels & Sprites

Freitag, 3. Juli 2009

Neotokyo: grossartige Modifikation von Half-Life 2

Als grosser Liebhaber von Animes wie Ghost in the Shell, Akira oder Patlabor, die ich für wahre Kunstwerke halte, war ich 2004 sehr beeindruckt von den ersten Bildern von Neotokyo, einer Modifikation, die damals noch für Unreal Tournament 2004 entwickelt wurde. Doch das Ziel der Programmierer war von Anfang an die Source Engine von Half-Life 2, dessen Veröffentlichung aber immer wieder verschoben worden war. Heute, rund fünf Jahre später, wird Neotokyo: Source endlich veröffentlicht. Zwar mussten einige wichtige Elemente wie z.B. Fahrzeuge wieder aus dem Spiel entfernt werden, aber wie man dem Trailer entnehmen kann, ist das Resultat dennoch hervorragend. Allein die grafische Gestaltung der Modifikation kommt nahe an die Werke Masamune Shirows heran, dem Vorbild der Entwickler.

Wer Half-Life 2 oder die Orange Box besitzt, sollte heute auf jeden Fall der Webseite von Neotokyo einen Besuch abstatten und die Modifikation herunterladen.



Link: Neotokyo

Donnerstag, 2. Juli 2009

So werden Spieler über den Tisch gezogen

Die Produktionskosten digitaler Spiele sind in den letzten Jahren explodiert. Kein Wunder also, dass Entwickler und vor allem Publisher alles daran setzen, diese zu senken. Leider ist es aber so, dass solche Aktionen oft zu Lasten der Konsumenten gehen. Game|Life hat in einem Artikel die 10 gemeinsten Maschen aufgelistet, mit denen die Spieler über den Tisch gezogen werden. Vertreten sind darin unter anderem die völlig überteuerten Festplatten für die Xbox 360, die neue PSP Go, die zwar kompakter ist als ihr Vorgänger, dafür aber auch einen kleineren Bildschirm hat, und dennoch viel mehr kosten soll, oder aber das Spiel Chrono Trigger aus dem Jahre 1995, das unverändert für den Nintendo DS veröffentlicht wurde und sogar mehr kostet, als andere Spiele für dieselbe Plattform. Das Traurige daran: jeder grosse Spielhersteller führt solche "Angebote" in seinem Sortiment.

Ich könnte dieser Liste noch einige Punkte anhängen, aber die spare ich mir für meine persönliche Top 100 auf, die ich pünktlich zum Jahresende veröffentlichen werde.

Link: Game|Life: Top 10 Raw Deals for Gamers

Counter-Strike 2D

Vermutlich kennen einige dieses Spiel schon, aber ich habe es erst heute entdeckt. Counter-Strike 2D ist nichts anderes als ein Klon des berühmten Spiels von Valve, in dem das Spielfeld von oben und in 2D dargestellt wird. Dadurch wird natürlich auch das Gameplay verändert, weil man ständig sehen kann, wo sich die Gegner befinden. Es ist allerdings recht gelungen und macht für kurze Zeit sogar Spass. Es gibt auch einen recht einfach zu bedienenden Leveleditor, um eigene Karten zu erstellen. Zu haben für Windows, Linux und Mac.


Link: Counter-Strike 2D

Gaikai: ein weiterer Konkurrent im Rennen um die Krone des Cloud Gaming

Ich muss gestehen, dass ich mich noch nicht so sehr mit der Idee anfreunden kann, keine technisch hochgezüchtete Spielkonsole und keine Spiele auf Datenträger mehr zu besitzen. Doch genau das scheint der Trend zu sein. Mit Gaikai betritt nach OnLive ein weiterer Konkurrent um die Krone des Cloud Gaming die Bühne. Vorgestellt wird die Technologie im Video von David Perry, dem früheren Chef von Shiny Entertainment. Dabei werden die Bilder der gezeigten Spiele in einer 800 Meilen entfernten Serverfarm berechnet und mit einer Latenz von 21 Millisekunden auf den PC übertragen. Angezeigt werden sie dort in einem herkömmlichen Browser. Alles schön und gut, die Technologie scheint zu funktionieren, aber wie schon bei den Demonstrationen von OnLive stellt sich die Frage, was passiert, wenn nicht nur eine Maschine, sondern tausende auf den Dienst zugreifen? Im Video nimmt das Spiel nur einen Bruchteil des Bildschirms ein, aber wie sieht es mit der Bildqualität und der Performance aus, wenn es vergrössert wird? Ausserdem wird immer davon gesprochen, dass spielen dadurch billiger wird, weil die Spiele nicht mehr im Handel verkauft werden müssen, aber bevor ich das nicht mit eigenen Augen sehe, glaube ich das noch lange nicht. Wie gesagt, mir gefällt die Idee nicht, die Spiele, für die ich bezahle, nicht zu besitzen. Das ist so 80er, als man noch einzelne Münzen in Spielhallenautomaten werfen musste.



Link: Gaikai

Quelle: David Perrys Blog

Mittwoch, 1. Juli 2009

Battlefield Heroes: Michael Jackson Outfits

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich heute auf der Seite von Battlefield Heroes zu Besuch war und das folgende Bild gesehen habe. Offenbar haben EA und DICE den Eindruck, dass es lustig ist, Outfits des kürzlich verstorbenen Michael Jackson für die Spieler des Gratis-Shooters anzubieten. Ich finde es absolut pietäts- und geschmacklos. Diese Outfits kosten zum Glück keine Battlefunds - also Geld -, sondern lediglich Erfahrungspunkte (und zwar nicht wenige) und sind nur für eine kurze Zeit erhältlich. Abgesehen davon, dass Michael Jackson nicht viel mit dem Szenario des Zweiten Weltkriegs zu tun hat, in welchem das Spiel angesiedelt ist, denke ich, dass es bessere Wege gibt, dem King of Pop Tribut zu zollen. Rote Karte für EA und DICE.


Link: Battlefield Heroes

El pincho de la semana #82

Lego Arcade
Digitale Spiele und LEGO scheinen viele Gemeinsamkeiten zu haben, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass es immer wieder Projekte gibt, welche die bunten Spielsteine aus Plastik mit den Games in Verbindung bringen. Das neuste Beispiel ist ein Stop Motion-Video, das einige Spielhallenklassiker wie Frogger, Pac-Man und Space Invaders mit LEGO-Steinen nachstellt. Hut ab.



Quelle: /Gamer

Net Yaroze wird in Europa eingestellt

Das PlayStation-Entwicklungsprogramm Net Yaroze wird in Europa eingestellt. Die Net Yaroze war eine spezielle Version der PlayStation mit einer Entwicklungsumgebung, welche es Hobbyprogrammierern ermöglichte, Spiele für die PS1 zu programmieren. Sony startete das Programm 1997 und wird es noch in diesem Jahr einstellen. Der europäische Server wird im Juli abgeschaltet. Das ist ein herber Schlag für die immer noch aktive Entwicklerszene.

Quelle: developmag

Arte: Durch die Nacht mit... Chris Crawford und Jason Roher

"Chris Crawford, 58, legendärer Computerspieldesigner und scharfer Kritiker der heutigen Game-Industrie, trifft bei der Game Developers Conference in San Francisco auf Wunderkind Jason Rohrer, 31, der mit seinen metaphorischen Computerspielen innovative Wege verfolgt." So präsentiert der Kultursender Arte die nächste Folge der Sendung Durch die Nacht..., in welcher die beiden Spielentwickler portraitiert werden. Ausgestrahlt wird diese am Donnerstag, den 2. Juli, um 23:50 (Wiederholung am 17. Juli um 05:00). Das dürfte sehr spannend werden, zumal Chris Rohrer der Entwickler von Spielen wie Passage und Gravitation ist.

Das einzige, was ich nicht verstehen kann, ist, wieso im Fernsehen immer die folgenden Sätze verwendet werden, wenn es darum geht, eine Sendung über die digitalen Spiele anzukündigen:

"Computer- und Konsolenspiele - das ist ein Markt, der heute um ein vielfaches mehr Geld abwirft als jeder andere audiovisuelle Medienbereich. Schon längst hat die Spieleindustrie das Musik- und Filmgeschäft weit hinter sich gelassen."

Als ob dies die einzige Legitimierung für die Ausstrahlung einer solchen Sendung wäre. Ich lese das nämlich dann gleich so:

"Wir würden Euch den Dreck ja gerne ersparen, aber unser Sender ist der Kultur verpflichtet, und da die Videospiele halt sehr viel Geld einbringen, übrigens viel mehr als Film und Musik, müssen wir ab und an eine Sendung darüber machen."

Zum Haare raufen.

Link: Arte: Durch die Nacht mit... Chris Crawford und Jason Roher