Dienstag, 30. Juni 2009

Sony: Patent für die Emulation der PS2-Hardware auf einem Cell-Prozessor

Die Geschichte der PlayStation3 zeigt, dass Sony für das Gerät keine nachhaltige Strategie entwickelt hat, was das Unternehmen zwingt, sich ständig neu am Markt zu orientieren. Die Folge davon ist, dass die Käufer schon oftmals enttäuscht wurden. Das eklatanteste Beispiel dafür ist die Handhabung der Abwärtskompatibilität mit früheren Konsolen. Während die ersten Modelle der PS3 in der Lage waren, Spiele für die PS2 und PS1 abzuspielen, wurde diese Funktion in späteren Versionen wieder über Bord geworfen mit der Begründung, dass die Kosten dafür zu hoch seien und der Nutzen zu gering. In der Tat waren in den Konsolen, die in den USA und in Japan verkauft wurden, für diesen Zweck PS2-Chips verbaut. In den Modellen, die in Europa verkauft wurden, kam allerdings eine Software zum Einsatz, welche den Chip der PS2 emulierte. Sonys Argument lief ins Leere.

Jetzt hat Siliconera herausgefunden, dass Sony im Dezember letzten Jahres ein Patent eingereicht hat, in dem von einer Technologie die Rede ist, welche es dem Cell-Prozessor der PS3 erlaubt, Befehle zu interpretieren, die für die Hardware einer PS2 gedacht sind. Das heisst, dass Sony womöglich darüber nachdenkt, die Abwärtskompatibilität wieder einzuführen. Wenn es sich dabei um reinen Code handelt, dann könnte diese Technologie über ein Update auf allen PS3-Modellen installiert werden. Doch bevor allgemeiner Jubel ausbricht, gibt es noch einen Haken an der Sache. Sony hat schon einmal durchsickern lassen, dass in Erwägung gezogen werde, alte Titel über das PlayStation Network (PSN) zum Download anzubieten. Wenn man Sonys Preispolitik anschaut, dann wird diese Technologie wohl dafür eingesetzt werden, um alte Spiele auf diese Weise zu verkaufen, und nicht, um es zu ermöglichen, CDs und DVDs mit solchen Spielen in einer PS3 zu verwenden. Wir werden sehen, ob Sony nebst einem Herz für das Business auch ein Herz für die treuen Fans hat.

Quelle: Siliconera

The Underside

Arthur Lee hat das süsse und zugleich beeindruckende Spiel The Underside entwickelt. Das Plattform-Spiel ist zwar noch nicht fertig, aber man kann schon jetzt in einer Preview-Version herumschmökern. Sie ist rund 8 MB gross und läuft (leider nur) auf Rechnern mit installiertem Windows XP. Der folgende Clip sagt eigentlich schon alles.



Link: The Underside

Quelle: IndieGames

Freitag, 26. Juni 2009

Barbarian Onslaught: The Secret of Steel

Barbarian Onslaught ist ein Browserspiel, das sehr an Castle Crashers erinnert. Ihr steuert darin einen Barbaren, der sich gegen Horden von Gegnern und Bärenstarke Endgegner behaupten muss. Je weiter ihr kommt, umso mehr Angriffsvarianten lernt ihr dazu. Diese benötigt ihr, um die wachsende Zahl von Monstern, Trollen und dergleichen zu besiegen. Recht witziges Hack & Slay für zwischendurch.


Link: Barbarian Onslaught: The Secret of Steel

Battlefield Heroes: die Schlacht wurde heimlich eröffnet

Battlefield Heroes, das Battlefield für Einsteiger, hat eine rund einjährige Betaphase hinter sich, die eigentlich relativ glatt verlief. Das hat das Team von DICE wohl dazu bewogen, die Tore zum Spiel jetzt für alle zu öffnen. Ohne grosse Vorankündigung wurde gestern die Passwortabfrage für den Betatest von der Seite entfernt. Ab sofort können alle Interessierten ein Spielerkonto eröffnen und ihre eigenen Helden kreieren. Benötigt werden lediglich ein Browser wie Firefox oder Internet Explorer und rund 350 MB freier Festplattenspeicher. Leider gibt es das Spiel nur für die Betriebssysteme Windows XP und Vista. Die Engine wurde so programmiert, dass das Spiel auch auf älteren Rechnern problemlos läuft. Viele Battlefield-Veteranen verschmähen den Titel zwar, ich persönlich finde die simple Spielmechanik und die Rollenspiel-Elemente aber wirklich witzig. Viel Spass!



Link: Battlefield Heroes

Der Lebenszyklus eines Videospiels

Viele werden sich wohl schon gefragt haben, wie eigentlich ein Videospiel entsteht, wie es in den Verkauf gelangt, und was sonst noch so mit ihm passiert, bis es einmal sein Leben aushaucht. Nun, GameSpy scheint eine Antwort darauf zu haben. Auf das Bild klicken, um es in voller Grösse zu sehen, und staunen.

Quelle: GameSpy

Donnerstag, 25. Juni 2009

Use Boxmen

Kein Wunder, dass Use Boxmen gerade die Runde aller Gaming-Blogs macht. Das Browserspiel ist eines jener simplen kleinen Wunderwerke der Programmierkunst, welche den Spieler einfach in seinen Bann ziehen. Es mag an der Grafik liegen oder an der seltsam beschwingten Musik, es ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass die Spielmechanik, die als Mischung aus Chronotron und Lemmings bezeichnet werden könnte, für recht knifflige Puzzles sorgt, die den Spieler ab einem gewissen Level zur Weissglut treiben können. In Use Boxmen steuert man einen blauen Boxman mit den Pfeiltasten. Ziel ist es, die weisse Kiste am Ende des Levels zu erreichen. Um dies zu schaffen, ist man auf die Hilfe weiterer Boxmen angewiesen. Diese werden mit einem Druck auf die linke Shift-Taste aus dem blauen Boxman geklont und tun genau das, was ihr blauer Bruder zum Zeitpunkt der Klonung gerade getan hat. Verwirrend? Zu Beginn, aber dann wird es äusserst spassig!


Link: Use Boxmen

Was denken Architekten über digitale Bauwerke in Spielen?

In Spielen sind wir es gewohnt, virtuelle Bauwerke aller Art zu sehen und manchmal sogar zu betreten oder zu besteigen. Die meisten gehen unbeachtet an unseren Augen vorüber, wieder andere erwecken unser Interesse, weil sie besonders gut gestaltet sind. Aber was denken diejenigen darüber, welche die nötige Fachkompetenz haben? Im Architects' Journal wurden kürzlich die 10 besten Spiel-Architekturen gekürt. Langjährigen Spielern dürfte allerdings auffallen, dass die Liste eine recht kuriose Auswahl zeigt, da es sicher architektonisch relevantere Werke gibt, wie zum Beispiel Unreal Tournament III, das hier nicht erwähnt wird. Dennoch spannend.


Quelle: The Architects' Journal

In Südkorea sind Gamer Stars

In Südkorea haben die digitalen Spiele einen ganz anderen Stellenwert als in Europa, den USA oder anderen Teilen Asiens. In Südkorea gibt es viele junge Menschen, die mit Games viel Geld verdienen. Turniere werden live im Fernsehen übertragen und die besten Spieler werden vergöttert. Der folgende Clip zeigt einen Trailer, der in Südkorea im TV läuft und ein Starcraft-Turnier ankündigt. Darin sind einige der Superstars der Szene zu sehen. Wie gesagt, es läuft dort ganz anders als hier.


Quelle: GameTrailers

Mittwoch, 24. Juni 2009

El pincho de la semana #81

Jesus Shot Reloaded
Einige erinnern sich vielleicht noch an das virale Video von EA Sports mit dem Titel Jesus Shot. Entstanden war es, weil es im Spiel Tiger Woods 08 einen Fehler gab, durch welchen die Spieler den Ball auch dann noch schlagen konnten, wenn er in einem Wassergraben gelandet war. EA zeigte sich humorvoll und behauptete, das sein kein Fehler, sondern beabsichtigt, weil Tiger Woods auch in Wirklichkeit in der Lage sei, aus dem Wasser abzuschlagen. Und so wurde die Szene für die Werbung von Tiger Woods PGA Tour 09 verwendet.



Als Werbung für die neue Version des Spiels mit dem Titel Tiger Woods PGA Tour 10 hat EA nun ihr eigenes virales Video auf die Schippe genommen. Witzig und schlau.



Quelle: Joystiq

GTbyCitroën auf Erkundungstour in London

Lara Croft war die "erste virtuelle reale Frau", die den Schritt aus dem Spiel in die Realität gemacht hat. Dementsprechend ist der GTbyCitroën der erste virtuelle reale Sportwagen. Entwickelt wurde das Konzept-Fahrzeug von Citroën zusammen mit Polyphony Digital, die das Rennspiel Gran Turismo programmiert haben. Entstanden ist der Sportwagen ursprünglich für das Spiel, wurde dann aber von Citroën in echt gebaut. Jetzt war er auf Promo-Tour auf den Strassen von London unterwegs. Noch mehr Bilder gibt es bei Jalopnik.


Quelle: Jalopnik

Ölbilder aus Computerspielen

Wer bei den folgenden Bildern an Henri Matisse denkt, ist zwar auf dem Holzweg, hat aber zumindest den Stil erkannt. James Barnett hat Szenen aus Computerspielen mit Öl auf Holzplatten gebannt. Er nennt die Reihe von Bildern Fauxvism Series, also eine Art unechter Fauvismus. Gezeigt werden Momentaufnahmen aus Fallout 3, Team Fortress 2, Half-Life 2 und Grand Theft Auto IV.




Link: James Barnett: Fauxvism Series

Dienstag, 23. Juni 2009

Real-Time Racing: ein Rennen gegen Button oder Vettel gefällig?

SimBin arbeitet offensichtlich an einem neuen Rennspiel namens Real-Time Racing, das mit der iOpener-Technologie der Aachener Firma iOpener Media bestückt ist. Der Clou an der Sache: die Technologie ermöglicht es, über Sensoren jede Menge Daten von Rennwagen aufzuzeichnen und auszuwerten. Diese könnten dann in Echtzeit, z.B. während eines Grand Prix, über das Internet an das Spiel übermittelt werden, in welchem sich dann die Spieler direkt mit ihren Vorbildern messen könnten. Oder aber sie werden aufgezeichnet, so dass die Spieler später ein Rennen nachspielen können. Auf der Webseite von Real-Time Racing kann man sich jetzt für einen Platz im Beta-Test anmelden. Also los!

Link: Real-Time Racing

Link: iOpener

The Polynomial: mathematisch generierter Fraktal-Trip

The Polynomial ist ein 3D-Shooter, der von Dmytry Lavrov entwickelt wird. Darin fliegt der Spieler mit einem Raumschiff durch Galaxien, die aus Fraktalen bestehen, die von der Engine in Echtzeit berechnet werden. Auch die gegnerischen Schiffe, die es zu bekämpfen gilt, werden mit demselben Verfahren generiert. Auf der Seite des Projektes kann man eine Demo für Windows, Mac OS X oder Linux herunterladen, oder aber die Vollversion erwerben. Ich sollte darauf hinweisen, dass man dieses Spiel nicht nach dem Genuss von Alkohol oder sinneserweiternden Substanzen spielen sollte. Ein eindrücklicher Weltraum-Trip.



Link: The Polynomial

Quelle: IndieGames

Montag, 22. Juni 2009

Ein Museum für sowjetische Arcade Maschinen

Wie abgekapselt die Sowjetunion in den 70er bis 90er Jahren war, sieht man unter anderem auch daran, dass es kein Pac-Man gab. Dafür bauten die Russen eigene Spielhallen-Automaten. Diese muten an, als wären sie einem Paralleluniversum entsprungen. Ein Team der Technischen Universität Moskau hat sich jetzt die Mühe gemacht, etliche dieser Geräte zu sammeln, sie wieder instand zu stellen und in einem Museum unterzubringen. Der gesamte Bestand kann auf der sehr gut gemachten Webseite des Museums eingesehen werden, die es allerdings nur auf Russisch gibt. Ein absolutes Highlight sind die Flash-Versionen vieler Spiele, die man im Browser spielen kann, wenn man auf den roten Startknopf des jeweiligen Spiels drückt. Ein Beispiel dafür ist das mechanische Spiel Morskoy Boy, in welchem man mit einem U-Boot Schiffe versenken muss. Ein Click auf das erste Bild bringt euch direkt zur Flash-Seite. Nicht nur für Historiker ein absolutes Muss!




Link: Museum der sowjetischen Arcade Maschinen

eDiving: der Tauchsimulator

Heute gibt es fast für jedes Hobby auch einen Simulator, wie z.B. für die Extremsportart Base Jumping. Gemütlicher geht es dafür in den Weiten der Ozeane zu und her. Mit dem Tauchsimulator eDiving, der umsonst zum Download bereitsteht, kann der Spieler über zwanzig Tauchspots besuchen und sich ein Bild der dortigen Unterwasserwelt machen. Allerdings muss er dazu einiges beachten, weil die Simulation recht kleinlich ist, wenn es um Sachen wie die Dekompression geht. Hat man erst einmal die Grundlagen des Tauchens erlernt und begriffen, eröffnet sich dem Spieler eine versunkene Welt, die zwar grafisch nicht an die Qualität moderner Titel heranreicht, aber dieses Manko mit der Atmosphäre wettmacht. Für Freunde des Tauchsports ist eDive auf jeden Fall zu empfehlen.



Link: eDiving

Quelle: Rock, Paper, Shotgun

Freitag, 19. Juni 2009

Entwickler von America's Army 3 entlassen

So schnell kann's gehen. Kaum war America's Army 3 fertig gestellt, wurden die Entwickler von der U.S. Army entlassen und die Weiterentwicklung einem anderen Studio übergeben. Das ist natürlich nicht die feine Art, aber im Falle von America's Army rächt sich diese Praxis wenigstens: das Spiel ist seit der Veröffentlichung eine einzige Katastrophe. Wer es schafft, sich einzuloggen, ohne dass das Spiel stehen bleibt, wird spätestens beim Betreten eines Servers oder dem Beginn des Trainings mit einem Absturz belohnt. Ob die neuen Entwickler den Wagen so schnell aus dem Schlamm ziehen können, bevor die Support-Foren komplett zusammenbrechen, wird sich wohl erst in den nächsten Tagen zeigen.

Quelle: Kotaku

Donnerstag, 18. Juni 2009

Cargo Bridge

Wer Lust hat, für ein paar Minuten seine Hirnzellen ein wenig anzustrengen, sollte sich Cargo Bridge zu Gemüte führen. Das kleine Browserspiel ist eigentlich nichts anderes als ein Aufbauspiel wie Pontifex oder das Bridge Building Game, in welchem die Spieler aus verschiedenen Bauteilen und einem limitierten Budget eine Brücke bauen müssen, welche dann auch einer Last standhalten muss (daher der Name Cargo Bridge). Das Ganze verfügt natürlich auch über eine mehr oder weniger glaubhafte Physik, weshalb es besonders putzig ist, wenn sich die kleinen Männchen abmühen, um eine Kiste oder einen Tresor eine steile Brücke hinauf zu schieben.


Link: Cargo Bridge

Quelle: IndieGames

Mittwoch, 17. Juni 2009

Ich bin ein Migros-Chind

Ich verlasse hiermit die wohlbekannten Pfade der digital spielerischen Unterhaltung und wende mich einem Thema zu, das ich so spannend wie verstörend finde: Slam Poetry. Ich frage mich seit Jahren, wie diese Schnelldichter es schaffen, Texte in so atemberaubender Geschwindigkeit herunterzudonnern und dabei auch noch Sinnvolles von sich zu geben. Einer dieser Künstler, der es mir besonders angetan hat, ist Gabriel Vetter. Der junge Mann ist 1983 geboren und kommt aus Schaffhausen. Sein Beitrag zur Schweizer Kultur mit seiner Untersuchung über Migros- und Coop-Kinder ist etwas vom Besten, das ich in den letzten Jahren gehört habe. Sein Auftritt ist nicht ganz neu, denn er wurde schon im letzten Jahr in der Sendung Kulturplatz des Schweizer Fernsehens gesendet, aber ich habe ihn erst heute gehört und musste ihn einfach bringen.


Quelle: Schweizer Fernsehen: Kulturplatz (eingesandt vom Cashte)

America's Army 3 geht heute online

An America's Army scheiden sich seit jeher die Geister. Viele finden es unmoralisch, dass die U.S. Army mit einem Computerspiel versucht, potentielle Kriegsopfer Soldaten für seine Kolonialarmee den Militärdienst zu rekrutieren, und dieses auch noch mit Steuergeldern finanziert. Auf der anderen Seite stehen tausende von Spielern, welche America's Army Tag für Tag spielen, was ein starker Hinweis dafür ist, dass das Spiel zumindest gut gemacht ist. Nur ist dieses aber in die Jahre gekommen, weshalb die Army vor einiger Zeit noch mehr Steuergelder verpulvert viel Geld in die Hand genommen hat, um eine neue Version zu produzieren, welche auf der Unreal Engine 3 basiert. Das Video zeigt, dass sich allein schon grafisch einiges getan hat. Das heisst aber auch, dass ältere Rechner Mühe haben werden, es vernünftig zum Laufen zu bringen. Als Minimalanforderung wird ein Single Core Rechner mit einer Taktfrequenz von 3.0 GHz angegeben. Das Spiel, das umsonst heruntergeladen und gespielt werden kann, steht schon seit letzter Woche zum Preload bereit. Man kann die Spieldateien also schon vorab herunterladen, und wenn heute Abend der offizielle Startschuss gegeben wird, dann wird es freigeschaltet. Man darf gespannt sein, was America's Army 3 spielerisch zu bieten hat.



Link: America's Army

Deadline

Ich habe dieses Video in letzter Zeit schon so oft gesehen, dass ich nicht wüsste, welche Quelle ich angeben sollte. Das kleine Kunstwerk, ein Stop-Motion-Film aus Post-It-Zetteln, ist die Arbeit von Kunststudent Bang-Yao Liu. Thematisiert wird der Begriff "Abgabetermin", also der Stress, den Studenten nur zu gut kennen, wenn sie eine Arbeit abgeben müssen. Oh, da fällt mir doch glatt ein, dass ich an meiner Diplomarbeit weiterschreiben sollte. Also, bis später.

AmigaRemix

Wer einmal einen Amiga besass oder womöglich noch immer besitzt, weiss, dass viele Spiele durch ihre musikalische Untermalung glänzten. Das hat einige Fans und Musiker dazu bewogen, Remixes dieser unvergesslichen Musikstücke zu machen, und auf AmigaRemix kann man diese umsonst im MP3-Format herunterladen. Die recht umfassende Datenbank enthält sehr spannende Variationen von Stücken aus bekannten und weniger bekannten Spiele für Commodores Computer.

Link: AmigaRemix

Quelle: RetroZocker

Dienstag, 16. Juni 2009

Street Fighter IV Benchmarking-Tool für den PC

Ich habe Prügelspiele bis jetzt eigentlich immer nur in Spielhallen oder auf Konsolen gespielt. Doch mit der bevorstehenden Veröffentlichung von Street Fighter IV für den PC überlege ich mir, das Spiel zu kaufen, denn ich besitze nach wie vor keine Next Gen Konsole (Sony Schweiz hat mir noch immer keine PS3 geschenkt...). Doch wird mein alter antiker Rechner diesem Grafikfeuerwerk überhaupt standhalten? Diese Frage lässt sich neuerdings mit Hilfe eines Benchmarking-Tools beantworten. Das satte 400 MB grosse Programm wird auf dem PC installiert und führt dann einige Tests durch um zu ermitteln, ob und wie schnell das fertige Spiel laufen wird. Dem Resultat nach zu urteilen muss ich warten, bis Sony Schweiz in die Gänge kommt für die viele Gratiswerbung hier, jawohl.

Link: Street Fighter IV Benchmark Tool

Quelle: GameSetWatch

El pincho de la semana #80

Der Knopf, mit dem man Xbox Live abschalten kann
Es hört sich an wie der Plot aus einem schlechten Film und das Bild sieht aus, als wäre es nicht echt und schon gar nicht ernst gemeint, doch ein Druck auf diesen roten Knopf würde einen grossen Teil von Xbox Live lahmlegen. Er dient zur Notabschaltung einer riesigen Serverfarm in Quincy (Washington). Diese ist eines der grossen Datacenter, die Microsofts Dienst am Laufen halten, und eine Abschaltung würde bedeuten, dass ein erheblicher Teil der Spieler mit ihren Konsolen nicht mehr online spielen könnte. Das wiederum wäre für Microsoft ein grösseres Problem, weil die Firma von den Spielern Geld für diese Dienstleistung verlangt. Es lohnt sich, den gesamten Artikel der New York Times über die Serverfarmen zu lesen.

Wer Maniac Mansion gespielt hat weiss allerdings, wie schwer es ist, sich der Versuchung zu entziehen, grosse rote Knöpfe zu drücken.


Quelle: New York Times via Gizmodo

Montag, 15. Juni 2009

Action Half-Life 2

Half-Life war nicht nur ein Meisterwerk der Computerspiel-Kunst, das Spiel besass auch eine sehr flexible Engine, welche sich nach Herzenslust modifizieren liess. So entstanden über die Jahre viele gute Mods, welche - wie z.B. Counter-Strike oder Team Fortress - für die Industrie wegweisend waren. Eine der witzigsten Mods war vermutlich Action Half-Life (erstes Video), welche den Spielern ermöglichte, wie in Actionfilmen akrobatische Sprünge und Hechtrollen zu vollführen. Das Gameplay erinnerte dadurch sehr an die Filme von Regisseur John Woo. Der Download ist auf der Webseite seit letzter Woche nicht mehr zu erreichen, aber man findet ihn z.B. hier. Sehr zu empfehlen, für Leute die AHL noch nie gespielt haben. Es gibt noch immer einige Server, auf denen regelmässig gespielt wird.



Es war also zu erwarten, dass die beliebte Mod irgendwann auch auf die Source Engine von Half-Life 2 portiert würde. Seit letzter Woche steht nun eine erste Betaversion von Action Half-Life 2 zum Download bereit. Sie ist noch recht rudimentär, aber schon recht gut spielbar und macht genauso viel Spass wie ihr Vorgänger. Ausserdem ist die Optik durch die Source Engine erheblich aufgewertet worden. Der Download lohnt sich auf jeden Fall und man darf darauf gespannt sein, was das kleine Team in nächster Zeit noch aus dem Projekt machen wird.



Link: Action Half-Life 2

Donnerstag, 11. Juni 2009

SimuSphere HD: Flugsimulator mit 120 Grafikkarten

SimuSphere HD ist ein Flugsimulator, der unter anderem von der US-Armee eingesetzt wird. Das System wurde von L-3 Link Simulation & Training entwickelt, dessen Gründer Edward Link bereits 1929 einen ersten Flugsimulator entworfen hatte. Die gezeigte Installation wird von 120 Rechnern und 120 Grafikkarten angetrieben, die parallel geschaltet sind. Sie ist in der Lage, 10'000 Entitäten auf einmal in einer Szene darzustellen und kommt dem Fotorealismus beängstigend nahe. Das Beste daran: die gesamte Hardware besteht aus Komponenten, die man im Laden kaufen kann. Das Cockpit ist mit der Originalsoftware des jeweiligen Flugzeugtyps bestückt und neun Projektoren erzeugen eine Rundumsicht von 180 Grad, welche dem Piloten das Gefühl gibt, wirklich in einem Flugzeug zu sitzen. Ausserdem lassen sich mehrere Simulatoren in einem Netzwerk zusammenschliessen, um eine kleine LAN-Party zu veranstalten im Verband zu fliegen.

So ein Setup wäre toll, um DCS: Black Shark zu spielen, aber leider fehlt mir das nötige Kleingeld dazu. Der Pilot im Video fliegt übrigens über Schweizer Boden.



Link: SimuSphere HD

Quelle: Military.com

Mittwoch, 10. Juni 2009

Forza Motorsport 3: E3 Trailer

Wenn es um Rennsimulationen für Spielkonsolen geht, bin ich mit Gran Turismo auf der PlayStation und PS2 gross geworden. Ich mochte aber auch Microsofts Forza Motorsport für die Xbox sehr, weil es dort im Gegensatz zum Spiel von Polyphony Digital auch ein Schadensmodell gab, das es verunmöglichte, wie in GT die Streckenbegrenzungen zur Hilfe zu nehmen, um eine enge Kurve zu fahren, ohne Bremsen zu müssen. So war ich sehr gespannt, als die Ankündigung von Forza Motorsport 3 die Runde machte. Das folgende Video dürfte jedem Rennfan das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Alle Szenen wurden laut Angaben der Entwickler übrigens im Spiel gedreht, so dass die Fertigstellung des Trailers rund einen Monat gedauert hat.



Quelle: Kotaku

Zotero: Version 2.0 in Sicht

Der Link zu Zotero steht schon seit langem unter der Rubrik Tools auf diesem Blog, aber erst heute kam ich dazu, mich eingehender mit dem Werkzeug zu beschäftigen, das ähnlich wie LitLink die Arbeit mit Literatur vereinfachen soll. Im Gegensatz zu LitLink, das auf Filemaker basiert und eine ausgewachsene Datenbank ist, besteht Zotero aber lediglich aus einem Plugin, das im Browser installiert werden kann. Version 2.0 des Plugins enthält so viele Neuerungen, dass sich ein Blick darauf auf jeden Fall lohnt. Neu können auch Gruppen gebildet werden, deren Mitglieder Notizen und Literaturhinweise tauschen und synchronisieren können. Für Wissenschafter, welche sich mit grossen Mengen von Literatur auseinandersetzen, kommt Zotero sehr gelegen, zumal es auch erlaubt, die Daten zwischen mehreren Rechnern zu synchronisieren, so dass man sie immer dabei hat, wo man sie gerade benötigt.



Link: Zotero

Dienstag, 9. Juni 2009

Simutrans

Wirtschaftssimulationen sind nicht mehr so en vogue wie auch schon. Dennoch gibt es eine grosse Fangemeinschaft, die noch immer einige der alten Klassiker des Genres spielt. Auch hat sich eine Szene gebildet, die eifrig an Remakes dieser Spiele arbeitet und sie umsonst zum Download anbietet, wie z.B. das hervorragende Open TTD, das übrigens vor kurzem Version 0.7.0 erreicht hat. Ein weiteres Projekt, das sich ebenfalls mit dem Transportwesen befasst, ist Simutrans. Das Spiel ist auf gleicher Höhe mit Open TTD und kann durch den Einsatz von Zusatzpaketen komplett verändert werden. Einige dieser Addons verwandeln die Spielwelt in eine deutsche oder japanische Umgebung, andere wiederum sind im Comicstil gehalten. Simutrans ist erhältlich für Windows, Linux und Mac OS X.


Link: Simutrans

Tango Strike

Das Independent-Spiel Tango Strike aus dem Jahre 2004 könnte als Rainbow Six in 2D bezeichnet werden. Der Spieler steuert darin drei Mitglieder einer Spezialeinheit, die verschiedene Missionen erfüllen müssen, indem sie Geiseln befreien, Bomben entschärfen und Kriminelle unschädlich machen. Trotz seiner einfachen Machart ist Tango Strike ein recht vielseitiges Spiel, das viel Geschick erfordert.


Link: Tango Strike

Montag, 8. Juni 2009

GeneRally

GeneRally ist nicht nur ein WortSpiel, sondern auch ein kleines RennSpiel, das von Hannu und Jukka Räbinä entwickelt wurde. Klein, weil die Version 1.05, die bereits Ende 2003 erschien, kaum grösser ist als 1 MB. Dennoch beinhaltet die Datei sehr viel Spielspass für Fans von Rennspielen wie Micro Machines oder Mashed. Leider besitzt GeneRally keinen Online-Modus, aber dafür können bis zu sechs Spieler an einem PC gegeneinander antreten. Mit dem Strecken-Editor lassen sich zudem eigene Rennkurse basteln und darüber hinaus lässt sich das Spiel mit Mods erweitern. Ein paar zusätzliche Strecken wie z.B. Monaco findet man z.B. bei Track Of The Month. Ein Jammer, dass ich dieses Spiel erst so spät entdeckt habe, und dass die Programmierer nicht weiter daran gearbeitet haben.



Link: GeneRally

Stösst das DVD-Format der Xbox 360 an seine Grenzen?

Schon auf dem Amiga gab es Spiele, die so gross waren, dass sie auf mehrere Disketten verteilt werden mussten. Lästig war dann allerdings das wechseln der Datenträger während des Spiels, aber irgendwie gewöhnte man sich mit der Zeit daran. Als dann später die PlayStation kam, dachten viele, dass dieses Problem durch den enormen Speicherplatz der CD der Vergangenheit angehören würde, bis dann aber das epische Fear Effect 2: Retro Helix erschien, das ganze vier CDs benötigte. Erst die nächste Konsolengeneration brachte Linderung in Form der DVD, die ein Vielfaches der Daten einer CD speichern konnte. Man hätte meinen können, dass die Konsolenhersteller die Lektion gelernt hätten, aber die aktuelle Generation der Hardware zeigt, dass das Speicherplatzproblem noch nicht vom Tisch ist.

Microsofts Xbox 360 setzt nach dem Niedergang der HD-DVD nach wie vor auf das Medium DVD und plant auch in Zukunft nicht, ein Blu-Ray-Laufwerk nachzurüsten. Der Haken an dieser Strategie ist, dass die DVD durch den für heutige Spiele relativ geringen Speicherplatz langsam aber sicher an ihre Grenzen stösst. Schon vor rund zwei Jahren beklagten sich erste Entwickler darüber, dass ihre Spiele zu gross seien für eine DVD. Nun wurde bekannt, dass das Rennspiel Forza Motorsport 3 auf zwei DVDs ausgeliefert wird, wobei das Hauptspiel auf der ersten Scheibe Platz findet, während die zweite zusätzliche Strecken und Wagen enthält. Der Inhalt der zweiten DVD wird auf die Festplatte kopiert und dann während des Spiels eingelesen. Da fühlt man sich in die 80er Jahre zurück versetzt. Das ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Zum einen werden Spieler, welche eine Arcade-Version der Xbox 360 besitzen, die ohne Festplatte verkauft wird, wohl kaum in den Genuss des Spiels oder zumindest der zusätzlichen Wagen und Strecken kommen. Und ausserdem stellt sich die Frage, wie Microsoft mit dieser Limitierung das Versprechen halten will, dass die Xbox 360 eine Laufzeit von zehn Jahren haben wird, von denen nicht einmal vier verstrichen sind.

Eine Möglichkeit aus dieser Zwickmühle wäre die digitale Distribution der Spiele, die Microsoft schon lange anpeilt, aber wer will schon ein Dutzend Gigabyte für ein Spiel herunterladen? Und was macht man, wenn die Festplatte der Konsole, die gerade einmal 60 GB fasst, voll ist? Was passiert mit den Spielen, die man dann löschen muss? Kann man diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder herunterladen? Ich bin gespannt, ob Microsoft diesen Sachverhalt kommentiert.

Quelle: Developmag

Ein Interview mit dem Leiter des Berliner Computerspiele Museums

Lorenz Matzat hatte die Gelegenheit, sich mit Andreas Lange, dem Leiter des Berliner Computerspiele Museums, zu unterhalten. Der Religionswissenschafter leitet die Institution seit 1997 und konnte die Sammlung seither auf über 16'000 Objekte erweitern. Im Interview erzählt er, wie Religionswissenschaften und digitale Spiele zusammenpassen, und wieso die Arbeit mit den Games als historische Artefakte wichtig, aber auch schwierig ist. Ein sehr spannender Text.

Link: Berliner Computerspiele Museum

Quelle: „Wir verstehen uns als Übersetzer“ - Über das Computerspiele Museum Berlin @ Educational Gaming

Neues von Cryptic Sea

Die Indie-Entwickler von Cryptic Sea waren nicht an der E3, dafür stellen sie in einem kurzen Trailer die Projekte vor, an denen sie gerade arbeiten. Das sind No Quarter: Hitler's Must Die!, Somnia und vor allem das absolut geniale A New Zero, das mittlerweile Version 0.74 erreicht hat. Auch wenn das kleine, aber extrem feine Online-Multiplayer-Spiel schon jetzt sehr viel Spass macht, bastelt Alex Austin weiter daran herum und verspricht für die nächste Version einige Neuerungen, welche die vielen Fans entzücken dürften. Die Szenen aus dem Trailer machen jedenfalls Appetit auf mehr. Und wer es noch nicht gespielt hat, sollte das schleunigst nachholen. Der Download von nicht ganz einem Megabyte sollte für alle zu schaffen sein.



Quelle: Cryptic Sea Blog

Flixel - Engine jetzt zum Download bereit

Flixel ist eine kleine Engine aus der Feder von Adam Atomic, welche es erlaubt, Flash-Spiele mit allem drum und dran zu erstellen, ohne ein Programmierer sein zu müssen. Wie mächtig das Tool ist, beweisen Spiele wie Gravity Hook, Mode oder Fathom (Bild unten) auf eindrückliche Art und Weise. Ein Traum für Bastler.


Link: Flixel

Quelle: The Independent Gaming Source