Freitag, 27. Februar 2009

THQ Zürich streicht die Segel

Das Büro von THQ in Zürich wird geschlossen. Nachdem der in Schräglage geratene Publisher angekündigt hat, weltweit fast ein Drittel seiner Arbeitskräfte entlassen zu wollen, mussten nun auch die 10 Mitarbeiter der Schweizer Niederlassung dran glauben. Pikant daran ist, dass das Büro erst vor rund einem Jahr eröffnet worden war. Schade, denn in Zürich gibt es ohnehin nicht so viele Vertreter der Branche.

Quelle: Joystiq

Neues von Röyksopp: Happy Up Here

Es mag Zufall sein, dass ich gestern Abend auf die Idee gekommen bin, zum Einschlafen wieder einmal das Album Melody A.M. von Röyksopp mit dem fantastischen Track Eple zu hören. Ich glaube aber nicht unbedingt an Zufälle, und so erstaunt es mich wenig, dass ich heute Morgen auf das neue Video des Duos mit dem Titel Happy Up Here gestossen bin. Und zufälligerweise enthält der Clip ganz ganz viele Space Invaders. Einmal mehr ein Ohrwurm, der für meinen Geschmack aber zu sehr an Eple erinnert.

Spiele lehren uns, nach der Apokalypse zu überleben

Ich hab's schon immer gesagt! Spiele lehren uns extrem wichtige Dinge, die wir dazu einsetzen können, um nach der drohenden Apokalypse zu überleben. Ok, vielleicht ist das Ende der Zivilisation doch noch ein wenig weiter entfernt, als manche glauben wollen, und vielleicht darf man diese sehr professionell aufgemachten Newsvideos vom Onion News Network nicht allzu ernst nehmen, aber diskutieren liesse sich die Problematik sehr wohl.



Link: The Onion: Are Violent Video Games Adequately Preparing Children For The Apocalypse?

Quiz zur Geschichte der digitalen Spiele

Auf der Webseite von Kabel 1 kann man zur Zeit ein Quiz über die Geschichte der digitalen Spiele spielen. 50 Fragen gilt es zu beantworten, und einige davon sind sogar für Experten recht knifflig. Einziges Manko ist, dass viele der Fragen thematisch in die gleiche Richtung gehen und dass die meisten davon Nintendo oder Sony betreffen.

Link: Zum Quiz

Donnerstag, 26. Februar 2009

Player1's GameBlog wird heute 3 Jahre alt!

Auf die Minute genau vor drei Jahren hat alles angefangen. Am 26. Februar 2006 um 18:01 Uhr habe ich im Zimmer meiner WG im Herzen von Zürich zum ersten Mal im Blogger-Interface auf "Publish Post" geklickt, und Player1's GameBlog war geboren. Damals war ich noch nicht ganz sicher, wie sich das Projekt weiterentwickeln sollte, ich wollte ursprünglich einfach eine Sammlung interessanter Links mit Kommentaren zusammenstellen. Heute umfasst dieses Archiv fast 1'000 Beiträge (dieser hier mit eingeschlossen sind es 980, um genau zu sein). Ich hätte nie gedacht, dass ich nach drei Jahren noch immer mit dem gleichen Enthusiasmus für mich besonders interessante Artefakte und Bruchstücke der Spielkultur sammeln würde. Doch auch wenn es Durststrecken gab und mir manchmal die Zeit oder die Motivation (oder beides) fehlten, hat mich die spannende Thematik immer wieder von neuem in seinen Bann gezogen.


Zu verdanken ist dies nicht zuletzt auch euch treuen Lesern. Ihr zwei seid die Besten! Aber im Ernst, ich war nie auf das grosse Publikum aus, denn es gibt da draussen zu viele gute Blogs, die sich mit Games beschäftigen. Dennoch kann ich nicht leugnen, dass es motivierend wirkt, wenn man sieht, dass es immer mehr Leute gibt, die praktisch täglich diese Seite ansteuern.

Danke.

A Simple Plan

Noch vor einigen Jahren waren T-Shirts mit Gaming-Motiven ein absolutes Tabu. Viel zu nerdig und/oder geeky. Heute kann man unter Umständen ein solches tragen, aber dann sollte es wirklich gut sein. A Simple Plan von Neil Gregory erfüllt dieses einfache Kriterium spielend (ha, ein Wortspiel... ha, schon wieder!). Auch wenn es sich dabei vermutlich um die millionste Variation des Space Ivaders Themas handelt, bietet sie eine sehr erfrischende Sichtweise. Für lediglich 18 US$ ein Schnäppchen.



Link: Threadless: A Simple Plan

Dante's Inferno: ein weiterer Trailer

Seit dem ersten Trailer von EAs Adaption von Dante Alighieris Divina Commedia hat sich einiges getan. Optisch wissen die Bilder zu überzeugen, aber inhaltlich? Es ist zwar schon viele Jahre her, dass ich genötigt wurde, in Dantes epischem Werk zu schmökern, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass darin erwähnt wurde, dass die Hölle so aussehen würde, als würde man God of War spielen. Ich befürchte, dass die Entwickler hier einen völlig falschen Ansatz gewählt haben. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

No Look Mario

Die Japanerin Haruna Anno ist Model und ein ausgesprochener Game-Freak. Ihr Zimmer ist bis oben hin voll mit Spielkonsolen und Spielen. Offensichtlich hat das junge Mädchen in ihrem Leben auch ein wenig zu oft Super Mario Bros. gespielt (ist sie deshalb Model geworden?), denn sie kann es, ohne hinzusehen. Ob ein Trick dahinter steckt, lässt sich dem Video allerdings nicht entnehmen.



Quelle: GoNintendo

Mittwoch, 25. Februar 2009

Wunderschöne Karikaturen bekannter Spielcharaktere

Tom Rhodes hat ein wirklich gutes Auge für Details und eine sehr gute Hand. Diese Kombination hat er in seiner freien Zeit dazu genutzt, grossartige Karikaturen bekannter Spielcharaktere zu zeichnen. Hier nur eine Auswahl davon, den Rest findet ihr in seinem Blog. Schlichtweg genial. Duke Nukem und Lara Croft sind zum Schreien, oder?






Link: Plan to Fail

Pac-Man Physics

Heutzutage wird "Physik" in Spielen immer wichtiger. Moderne Hardware ermöglicht die Berechnung und Simulation physikalischer Kräfte, was in Spielen für mehr Natürlichkeit sorgen soll. Programmierer Imwill benutzt die Physik in Pac-Man Physics allerdings dazu, das althergebrachte Spielprinzip zu verändern. Sehr spassig.


Link: Pac-Man Physics

Quelle: IndieGames

Gears of War 2 im Browser spielen? InstantAction hat die Technologie dazu

Was InstantAction verspricht, hört sich an wie ein schlechter Scherz. Die Firma hat allem Anschein nach eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, jedes Spiel in einem Browser lauffähig zu machen. Was id Software zur Zeit mit Quake Live (sehr erfolgreich) versucht, will InstantAction auf jedes beliebige Spiel ausweiten, egal wie hoch die technischen Ansprüche sind, welche dieses an die Hardware stellt. So soll es sogar möglich sein, grafisch extrem komplexe Spiele wie z.B. Gears of War 2 in einem Browser zu spielen. InstantAction hat soeben die Beta-Phase verlassen und funktioniert mit Internet Explorer, Firefox und Safari sowohl auf PC als auch auf Mac.

Für die Distribution der Spiele könnte somit ein neues Zeitalter anbrechen, denn InstantAction verspricht, mit jedem Verkaufsmodell zurecht zu kommen, egal ob es sich um ein Vollpreisspiel handelt oder aber um ein Free-to-play-Modell, das über aufgeschaltete Werbung finanziert wird. Wer jetzt aber glaubt, dass die Spiele damit allein vom Browser abhängig sind, wird leider enttäuscht. Um grafisch aufwändige Games spielen zu können, muss der PC oder Mac nach wie vor über die nötige Rechenkraft verfügen.

Link: InstantAction

Quelle: GameDaily

El pincho de la semana #72

Dan Bull: Generation Gaming
Das ist Nerdcore in Perfektion. Dan Bull rhymed sich durch seine ganz persönliche Geschichte der digitalen Spiele. Angefangen beim Gameboy bis hin zu Xbox 360 und PS3 gibt es im Video viele Stationen der Spielgeschichte zu sehen, aber vor allem zu hören. Ich finde den Text an sich schon sehr gut, doch die Musik hat es mir besonders angetan. in seiner Gesamtheit hat das Werk Ohrwurmpotential zum Verschenken.



PS: Falls jemand weiss, woher Dan die Samples herhat, würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren sehr freuen.

Link: Dan Bull

Dienstag, 24. Februar 2009

Finde einen Weg aus der Wirtschaftskrise: Trillion Dollar Bailout!

Kann - oder darf - man spielerisch mit der Wirtschaftskrise umgehen? Bei Trillion Dollar Bailout! tut man genau das. Das Flash-Spiel suggeriert nicht nur, dass die Finanzkrise ein Spiel ist, sondern auch, dass man sie einfach lösen kann, indem man relativ simple Entscheidungen trifft. Eine interessante Idee, mit einer viel zu nervigen Musik...


Link: Trillion Dollar Bailout!

Jumpman

Jumpman erweckt auf den ersten Blick das Gefühl, als wäre es durch ein Wurmloch direkt aus den fernen 80er Jahren zu uns gelangt. Was aber aussieht wie ein Spiel für den C64 ist in Wahrheit eine zeitgenössiche Kreation. Die Prämisse ist einfach: der Spieler muss Jumpman in jedem Level zum Ausgang steuern. Die Spielabschnitte sind aber nicht linear aneinander gereiht sondern in Schichten übereinander gelegt. Das führt dazu, dass das Spiel schnell zu einem farbenrohen Trip mutiert, weshalb man dazu weder zu viel Alkohol noch bewusstseinserweiternde Substanzen konsumieren sollte. Ein Level-Editor gehört ebenso zum Repertoire wie die Möglichkeit, das Spiel mit einem Gamepad zu spielen. Der Download ist wie immer umsonst und sowohl für PC als auch für Mac erhältlich.



Link: Jumpman

Quelle: The Independent Gaming Source

Montag, 23. Februar 2009

Sony expandiert nach Südamerika

Wenn man vom globalen Spielemarkt spricht, dann sind damit längst nicht alle Länder gemeint. in vielen Gebieten dieser Welt haben die Grossen drei der Spieleindustrie keinen Fuss in der Tür. So konnte man z.B. in Südamerika zwar auch schon vor dem heutigen Tag PlayStations kaufen, aber nur Importprodukte, und das offensichtlich nicht unbedingt auf legalem Weg. Doch in diesen schweren Zeiten hat Sony wohl gemerkt, dass Südamerika ein Markt ist, den es zu erkunden gilt, und deshalb hat SCEA (Sony Computer Entertainment America) gegen Süden expandiert und eröffnet in 13 Ländern eine Niederlassung. Von nun an kann man also unter anderem auch in Costa Rica eine PS2, PS3 oder PSP erwerben. Gleichzeitig mit dem Verkauf der Hardware startet ausserdem die Verbreitung des PlayStation Networks (PSN), das nun auch für Südamerika aufgeschaltet wird. Willkommen im neuen Millennium.

Quelle: PlayStation.Blog

4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness

Entstanden ist 4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness am diesjährigen Nordigc Game Jam, und programmiert wurde es von Petri Purho von Kloonigames, der schon Crayon Physics entwickelt hat. Es handelt sich um ein sehr spannendes Konzept, das sich mit der Frage beschäftigt, was eigentlich ein Spiel ist. 4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness ist nämlich nicht ein Spiel im klassischen Sinne, weil der Spieler nicht aktiv ins Geschehen eingreifen kann. Inspiriert wurde Purho von einer Komposition von John Cage mit dem Titel 4'33". Diese sieht vor, dass die Musiker während fast fünf Minuten keinen Ton auf ihren Instrumenten spielen. Dies löste eine Kontroverse darüber aus, was eigentlich Musik sei.


In 4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness startet der Spieler das Programm und wartet. Derweil verbindet sich die Software mit dem Internet und überprüft, ob irgendwo auf der Welt jemand anderes ebenfalls "spielt". Ist dies der Fall, dann wird dessen Instanz sofort beendet. Ziel ist es, während 4 Minuten und 33 Sekunden die einzige Person zu sein, welche weltweit spielt. Abgefahren? Sicher, aber das Prinzip zieht einen merkwürdigerweise in seinen Bann. Ausserdem kann es durchaus für einen philosophischen Schlagabtausch unter Freunden herhalten.

Link: 4 Minutes and 33 Seconds of Uniqueness

Link: Wer spielt gerade?

Quelle: Offworld

Quake Live Beta öffnet die Tore für alle

Mehrere Monate lang durften Beta-Tester den neuen Titel von id Software auf Herz und Nieren prüfen, doch jetzt ist der Moment gekommen, die Tore zu öffnen und alle anderen, die noch keinen Key für die geschlossen Beta ergattern konnten, auch am Spiel teilhaben zu lassen. Morgen, am 24. Februar, geht Quake Live in die offene Beta-Phase, und wer nicht dabei ist, ist selbst schuld. Um mitzumachen braucht man eigentlich nur einen Browser. Also vormerken und gleich morgen herunterladen!


Link: Quake Live

Freitag, 20. Februar 2009

Die Italiener sind die fleissigsten Piraten

Die Rede ist nicht etwa von der Mafia oder von unserem verabscheuten Präsidenten Silvio Berlusconi, sondern davon, dass in Italien am meisten digitale Spiele illegal über P2P-Netzwerke heruntergeladen werden. Dies hat die Entertainment Software Asssociation (ESA) in einem Bericht der International Intellectual Property Alliance (IIPA) verlauten lassen. Im Dezember wurde die illegale Verbreitung von 13 Spielen verfolgt und so konnten 6.5 Millionen Downloads über verschiedene Kanäle gemessen werden. Das Erstaunliche daran: die meisten Piraten sitzen in Westeuropa. Italien führt die Liste vor Spanien, Frankreich, Deutschland und Polen an. Das wundert mich nur bedingt, schliesslich geht in Italien die Regierung mit schlechtem Beispiel voran.

Link: IIPA Special 301 Report 2009

Quelle: GamePolitics

Donnerstag, 19. Februar 2009

Retro TV Game Construction Kit

Gamer sind in der Regel Konsumenten. Einige von ihnen nutzen aber auch die Möglichkeiten, welche neuere Spiele anbieten, und arbeiten an Modifikationen (Mods) oder kreieren mit der Hilfe von Editoren gänzlich neue Inhalte. Wem dies allerdings nicht genug ist, kann nun mit dem Retro TV Game Construction Kit sogar seine eigene Spielkonsole zusammenbauen. Nun ja, man kann sich damit keine Next Gen Konsole basteln, aber für eine Partie Pong gegen den Computer oder einen menschlichen Gegner an einem PAL-Fernseher reicht es. Für 35 Euro plus 10 Euro Versandspesen seid ihr dabei. Ran an die Schraubenzieher!


Link: Pongmuseum: Retro TV Game Construction Kit

KEEP: EU-Projekt zur Aufbewahrung digitaler Artefakte

Wer noch alte Spiele besitzt, kennt das Problem: moderne Hardware kommt mit obsoleten Formaten nur in seltenen Fällen zurecht. Es fängt damit an, dass moderne PCs ohne Diskettenlaufwerke ausgeliefert werden, was das Abspielen von Spielen, die auf Floppy Disks gespeichert sind, erheblich erschwert. Hinzu kommt, dass alte Software meistens nicht mit modernen Betriebssystemen oder modernen Grafikkarten und deren Treiber kompatibel ist. Ähnliche Probleme ergeben sich mit Spielkonsolen, die proprietäre Speichermedien wie z.B. Kassetten verwenden. Funktioniert die Hardware nicht mehr, sind die Spiele auch nutzlos. Erst die Spiele von Konsolen wie der PlayStation, welche zur Speicherung der Daten auf ein gängiges Format wie die CD setzen, sind mit der Hilfe von Emulatoren wie z.B. ePSXe auch auf einem PC spielbar. Auch für andere Systeme gibt es Emulatoren, doch längst nicht für alle, und ausserdem laufen diese meistens nur auf einem PC und simulieren bzw. emulieren die jeweilige Hardware nur, weshalb die Spiele auf dem Rechner als Datei vorhanden sein müssen. Doch der durchschnittliche Anwender hat die Mittel nicht, um die Games von einem anderen Speichermedium auf den PC zu überspielen. Die Problematik wird mit der Einführung des Internet und der Onlinespiele ab den 90er Jahren noch komplexer, denn die meisten Onlinespiele benötigen eine Verbidung zu einem Masterserver des Herstellers oder Publishers. Sei es, um die Echtheit des installierten Spiels zu überprüfen, oder um Mitspieler zu finden. Sinken mit der Zeit die Spielerzahlen, werden diese Server nach einigen Jahre meistens abgestellt, um Kosten zu sparen, und so kann das Spiel nicht mehr online gespielt werden.

Was für den Fan alter Spiele ärgerlich ist, wird für Historiker und andere Wissenschaflter, welche sich mit digitalen Spielen auseinandersetzen, zum handfesten Problem. Doch es besteht Hoffnung. KEEP (Keeping Emulation Environments Portable) ist ein Projekt, das von der EU mit 3.15 Millionen Euro finanziert wird und zum Ziel hat, komplexe digitale Artefakte für die Nachwelt zu erhalten. In diese Kategorie fallen auch digitale Spiele, die dadurch auch in Zukunft in ihrer ursprünglichen Form erfahrbar bleiben sollen. Geleitet wird die Forschungsarbeit von der Französischen Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit aus Deutschland, der Universität von Portsmouth, der Deutschen Nationalbibliothek, der Koninklijke Bibliotheek in den Niederlanden, der Cross Czech A.S. und den Tessella Support Services PLC aus Grossbritannien.

Geplant ist offenbar eine Art universeller Emulator mit integrierter Datenbank, wo die ganzen Artefakte abgelegt und mit Zusatzinformationen versehen werden können. KEEP geht damit in eine ähnliche Richtung wie das von Henry Lowood inizierte Preserving Virtual Worlds. Bei beiden Projekten ist aber lediglich von der Aufbewahrung digitaler Inhalte die Rede. Es scheint nicht vorgesehen zu sein, die Spiele und die zugehörige Hardware auch in ihrer physischen Form zu konservieren. Das finde ich problematisch, denn es gibt viele Spiele, die nur mit der richtigen Hardware in ihrer ursprünglichen Form akkurat wiedergegeben werden können. Ob es aber jemals gelingen wird, in einer Einrichtung jedes je erschienene (kommerzielle) Spiel mit dem jeweiligen Computer oder der jeweiligen Konsole unterzubringen, ist fraglich.

PS: und wer herausfindet, wie oft in diesem Artikel das Wort "Spiel" vorkommt, gewinnt einen handsignierten Blumentopf...

Link: KEEP (Keeping Emulation Environments Portable)

Mittwoch, 18. Februar 2009

Der arme Monty ist wieder auf der Flucht

Wie Technabob habe auch ich dieses Video noch nicht gekannt, obwohl es offensichtlich schon länger im Netz kursiert. Ich nehm das aber nicht so genau, wenn das Quellmaterial derart gut ist. Es heisst Kubbur a Hlaupum, was Gerüchten zufolge Isländisch sein soll, und zeigt ein lebendes Nagetier, das in einem Labyrinth herum irrt, das sehr an die Szenerie eines Videospiels erinnert. Um genau zu sein erinnert es an den C64-Klassiker Monty on the run, wie die Musik verrät. Als bekennender Tierfan bin ich aber nur so halb glücklich über diesen Streifen, obwohl ich zugeben muss, dass ich ihn umwerfend genial finde.



Und hier noch das Original



Quelle: Technabob

Dienstag, 17. Februar 2009

El pincho de la semana #71

Mario World Brettspiel
Ashley Buerketts Mario World Board Game ist wohl eher eine Designstudie als ein ausgewachsenes Brettspiel, doch es ist so liebevoll gestaltet, dass es eine Erwähnung verdient, auch wenn Mario selber durch Abwesenheit glänzt. Das Konzept ist aber sicher ausbaufähig. Man denke nur an die Brettspiel-Umsetzungen einiger bekannter Klassiker.


Link: Ashley Buerkett: Mario World Board Game

Quelle: Wonderland

Montag, 16. Februar 2009

The Philosophy of Computer Games: Buch umsonst im Internet

Das Digital Games Research Center (DIGAREC) der Universität Potsdam hat ein Buch mit dem Titel "The Philosophy of Computer Games" veröffentlicht und bietet es kostenlos zum Download an. Entstanden ist das Werk aus dem Material einer Konferenz, welche im Mai des letzten Jahres stattgefunden hat. Das Buch umfasst 344 Seiten und enthält Aufsätze von illustren Persönlichkeiten der Szene wie Britta Neitzel, Ian Bogost, Jesper Juul, Richard Bartle und einigen anderen.

Link: The Philosophy of Computer Games (pdf)

Quelle: Digital Tools

Freitag, 13. Februar 2009

Schwarze Katzen für F.E.A.R. 2: eine höchst fragwürdige Werbekampagne

Ich bin tief schockiert. Um das Horror-Spiel F.E.A.R. 2: Project Origin zu bewerben, werden heute in London mehrere speziell dressierte schwarze Katzen, welche einen Mantel mit dem Logo des Spiels tragen, an Leinen von ihren Trainern durch die Stadt geführt. Heute ist Freitag, der 13. Februar, und diese Aktion zielt auf den Aberglauben der Leute ab. Was sich Warner Bros. Interactive Entertainment dabei gedacht hat, übersteigt meine Vorstellungskraft. Wer sich die Wohnung mit Katzen teilt, weiss, dass diese Fluchttiere sind, welche in einer solchen Situation mit einem ungeheuren Stress zu kämpfen haben. Man kann Katzen nicht darauf vorbereiten oder trainieren. Es ist unglaublich, was sich der Mensch herausnimmt und aus Arroganz den Tieren antut. Ich hoffe sehr, dass jemand den Mut hat, Warner Bros. Interactive Entertainment dafür zu verklagen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man die Werber, welche die Idee dazu hatten, an eine Leine binden und in ein Gehege mit Tigern stecken sollte. Shame on you, Warner Bros.!


Quelle: Mischief

Viva Mario!

Nicht nur die Japaner stehen total auf Super Mario, auch die Mexikaner sind grosse Fans des italienischen Klempners. Die Band Los Sonoreños hat, wie schon viele andere zuvor, die Titelmelodie des Spiels neu vertont... auf, mhhhhh, mexikanisch?



Quelle: GoNintendo

Donnerstag, 12. Februar 2009

El pincho de la semana #70

Zelda II wurde ins Lateinische übersetzt
Frau M., meine ehemalige Lateinlehrerin am Gymnasium, würde sich wie ein Schnitzel über diese Version von Zelda II freuen, denn sie wurde komplett ins Lateinische übersetzt. Sie würde anfangen leise zu kichern und würde mit einem Grinsen im Gesicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und dann einen armen Teufel in den hinteren Reihen dazu verdonnern, den gesamten Text während des Spiels in Echtzeit zu übersetzen. Natürlich in der Annahme, es würde der gesamten Klasse genauso viel Spass machen, wie ihr. Wir alle haben sie für ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre quirlige Art sehr bewundert und geschätzt, liebe Frau M. Aber zurück zum Thema. Dieselben Leute haben auch Zelda und Final Fantasy VI einer lateinischen Übersetzung unterzogen.


Link: Zelda II auf Latein

Quelle: Geekologie

Grossbritannien ist der zweitgrösste Markt für digitale Spiele

Bereits seit Anbeginn der Zeitrechnung der digitalen Spiele hat die USA den Markt vor Japan dominiert, während Europa lange Zeit die hinteren Ränge belegte. In den letzten Jahren konnte der "alte" Kontinent allerdings stetig Boden gut machen, und seit diesem Jahr hat nun Grossbritannien Japan vom zweiten Podestplatz verdrängt. Dieses Resultat ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie stark die Games in der japanischen Populärkultur verankert sind. Um satte 37% sind die Verkäufe von digitalen Spielen und der entsprechenden Hardware in Grossbritannien seit dem Beginn des Jahres 2008 gestiegen. und das trotz der nicht gerade rosigen Wirtschaftslage.

Quelle: Market for Computer and Video Games

Mittwoch, 11. Februar 2009

SEGA wird redimensioniert

SEGA hat nach dem Niedergang der Dreamcast seine Vormachtstellung in der Unterhaltungsindustrie eingebüsst, aber das Unternehmen beherrscht nach wie vor einige Nischen. In Japan betreibt SEGA rund 450 Spielhallen und Studios zur Entwicklung von Spielen. Doch die Wirtschaftskrise hat auch das Traditionsunternehmen erreicht und so sieht sich SEGA in Japan gezwungen, nach einem Verlust von ca. 240 Millionen US$ 110 Spielhallen zu schliessen, die Entwicklung etlicher Spiele einzustellen und rund 18% der Belegschaft zu entlassen. Ich hoffe, dass diese Massnahmen das Unternehmen wieder auf Kurs bringen, denn es wäre schade, wenn SEGA von der Bildfläche verschwinden würde.

Quelle: Wired: Game|Life

Dienstag, 10. Februar 2009

Ein Mii als Fahndungsfoto

Die Polizei von Kanagawa in Japan setzt neuerdings auf modernste Technologie, um Kriminelle aufzuspüren. Sie hat kürzlich mit Hilfe einer Wii ein Fahndungsfoto erstellt, um einen Mann zu fassen, der einen Raub begangen hat. Dazu hat sie einen Mii gebastelt, welcher der Beschreibung des flüchtigen Räubers entspricht. Ob diese Art der Fahndung von Erfolg gekrönt wurde, ist nicht bekannt.


Quelle: Engadget

Montag, 9. Februar 2009

Tag: The Power of Paint

Tag: The Power of Paint ist ein Spiel, das von Studenten des DigiPen Institute of Technology entwickelt wurde. Es ist eine Kreuzung zwischen einem Jump'N'Run und einem Puzzlespiel, das aus der Ego-Perspektive gespielt wird. Der Spieler hält eine Farbpistole in der Hand und muss seine Umgebung bemalen, um die verschiedenen Hindernisse zu überwinden. Jede der drei Farben hat dabei eine spezielle Eigenschaft, welche dies ermöglicht. Grün bemalte Flächen katapultieren den Spieler in die Höhe, rote beschleunigen ihn und blaue haften. Ein sehr interessantes Konzept, das im ersten Moment an Portal erinnert, und das den Entwicklern einen Preis am Student Showcase des 2009 Independent Games Festival eingebracht hat. Herunterladen und spielen!



Link: Tag: The Power of Paint

Samstag, 7. Februar 2009

Burnout Paradise PC Demo

PC-Spieler mussten lange auf das neuste Spiel von Criterion warten, dafür werden sie jetzt mit einer Demo belohnt, die es in sich hat. Satte 2.9 GB muss man herunterladen, um in den Genuss der auf 30 Minuten Spielzeit beschränkten Demo von Burnout Paradise für den PC zu kommen. Das ist eine Menge Daten, dafür hat man dann aber auch das gesamte Spiel auf der Platte, das man online kaufen und freischalten kann. Ein Muss für Rennfreunde.



Link: Burnout Paradise Demo, Mirror 1, Mirror 2

Freitag, 6. Februar 2009

Mein PC hat ausgedient

Wenn ich zur Zeit an meinem PC spiele, was eher selten vorkommt, dann meistens einen Titel der Battlefield-Reihe. Mit bis zu 64 Spielern auf demselben Server Schlachten auszufechten und dabei taktisch vorzugehen bedeutet Ablenkung und Konzentration zugleich. Mein PC, der mittlerweile sechs Jahre alt ist, schafft das gerade noch. Aber mir ist schon länger klar, dass die kommende Generation von Spielen meinen Rechner in die Knie zwingen wird. Ich stehe also vor der Entscheidung, mir einen neuen zu kaufen. Doch gestern haben DICE und EA die nächsten Titel der erfolgreichen Franchise bekannt gegeben, und ich war erstaunt und enttäuscht zugleich. Die neuen Titel heissen Battlefield 1943 und Battlefield Bad Company 2 und werden für Next Gen Konsolen und PC erscheinen. So wie es aussieht, werden die Versionen plattformübergreifend identisch sein. Das heisst zwar, dass die aus Battlefield Bad Company bekannte Frostbite-Engine, welche eine teilweise zerstörbare Umgebung ermöglicht, nun auch auf dem PC zum Einsatz kommt, im Gegenzug bedeutet das aber auch eine Mehrbelastung für den Netzwerkcode, weshalb die Spielerzahl auf 24 beschränkt werden muss. Was für ein Konsolenspiel normal ist, ist für einen PC-Spieler ein Schritt zurück in die Steinzeit. Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob es sich lohnt, viel Geld für einen neuen PC auszugeben, wenn mand das gleiche Spielerlebnis auf einer Konsole haben kann, die etwa die Hälfte oder gar einen Viertel des Geldes kostet. Vor einem halben Jahr hätte ich diese Frage wohl noch bejaht, heute bin ich mir nicht mehr so sicher.

Der Publisher EA hat im letzten Jahr immer wieder angedeutet, dass der PC nicht mehr die Plattform der Wahl ist, wenn es um die Entwicklung von Spielen geht. Immer mehr Spiele werden für die Konsolen programmiert und in einem zweiten Schritt auf den PC portiert. Konzepte, welche auf die Konsolen abgestimmt sind, die weniger Eingabemöglichkeiten bieten als der PC mit seiner Kombination aus Maus und Tastatur, lassen auf dem PC oft zu wünschen übrig. Die Battlefield-Reihe zeigt dies eindrücklich. Ursprünglich erschien das Spiel mit Battlefield 1942 auf dem PC und setzte neue Massstäbe. Doch nach dem mässig erfolgreichen, aber nicht minder interessanten Battlefield Vietnam, dem noch heute sehr erfolgreichen Battlefield 2 und dessen Spin-Off Battlefield 2142, verlagerte Entwickler DICE mit Battlefield Bad Company den Fokus auf die Konsolen. Der Produzent Patrick Bach erklärte mir damals in einem Gespräch, dass die neue Frostbite-Engine mit den zerstörbaren Gebäuden und dem dynamischen Sound zu kompliziert sei für die meisten PCs, und dass es kaum möglich sei, diese so zu skalieren, dass sie auch auf ganz alten Maschinen laufe, was aber für die Verkaufszahlen entscheidend ist. Heute scheint dies anders zu sein, aber vermutlich wird es wegen der verbesserten Technologie nicht mehr möglich sein, das Spiel zu modifizieren. Ein Aspekt, der für die Vorgänger auf dem PC von entscheidender Bedeutung war, schliesslich waren einige der Mods mit ein Grund für den Erfolg der Franchise.

So oder so, Battlefield wird auf dem PC wohl nicht mehr dasselbe sein. Als PC-Spieler sind mir 24 Leute auf einem Server zu wenig, wenn ich 64 haben kann. Ausserdem scheint mir Battlefield 1943 lediglich eine verbesserte Version von Battlefield 1942 zu sein. Mit zerstörbaren Gebäuden, sicher, aber mit nur drei Karten, die erst noch alte Bekannte sind, nämlich Wake Island, Guadalcanal und Iwo Jima, und die habe ich nun wirklich oft genug gespielt. So wie es aussieht, hat mein PC also endgültig ausgedient. Für die nächste Generation dieser Art von Games werde ich mir eine Konsole zulegen. Dafür sprechen neben dem geringeren Preis auch andere Gründe. Bei einem Konsolenspiel haben alle Spieler die gleichen Voraussetzungen. Es gewinnt also nicht der mit der schnellsten Grafikkarte, sondern der mit den schnellsten Fingern. Ausserdem muss man sich keine Gedanken mehr über die Wartung des Betriebssystems und der Spiele machen, denn Patches werden auf den Konsolen automatisch aufgespielt. Xbox 360, ich komme!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Coca-Cola: Werbung mit Avataren

Coca-Cola ist bekannt für seine einprägsamen Werbespots. Schon mit der GTA-Werbung machte der Getränke-Hersteller den Schritt in die Welt der Spiele. Ein neuer Clip, der kürzlich erschienen ist, spielt mit dem Umstand, dass mittlerweile viele Menschen digitale Spiele konsumieren und darin ein alter Ego haben, welches durch einen Avatar, also einer Spielfigur dargestellt wird. Dass dabei der Avatar nicht immer viel mit der wirklichen Person zu tun hat, die dahinter steckt, wird auch thematisiert.