Donnerstag, 3. Dezember 2009

Die PlayStation wird heute 15 Jahre alt!

Heute vor genau 15 Jahren, also am 03.12.1994, erblickte die PlayStation des Elektronik-Konzerns Sony das Licht der Welt und veränderte die Geschichte der digitalen Spiele nachhaltig. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals monatelang darauf gespart habe, mir das kleine graue Gerät zu kaufen. Die PlayStation ist zweifellos eine der besten Spielkonsolen, die es je gab, vor allem weil sie auf ein gigantisches Portfolio fantastischer Spiele zurückgreifen kann. Wir erheben also unsere Gläser und stossen auf 15 sehr erfolgreiche Jahre an. Danke Sony, danke PlayStation.



Link: PlayStation Anniversary

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Rush Coil: 8-Bit Christmas

Seit dem letzten Jahr sind wir uns weihnächtliche Chiptunes gewohnt. Dieses Jahr ist es Rush Coil, der uns die erste 8-Bit-Compilation präsentiert, welche sich schlicht und einfach 8-Bit Christmas nennt. Darin enthalten sind Titel wie "Silent Night" (sehr gut gelungen) oder "Auld Lang Syne". Zwölf Stücke, die mit Herzblut arrangiert wurden, sich vermutlich aber weniger dafür eignen, unter dem Weihnachtsbaum gespielt zu werden.



Link: 8-Bit Christmas

Quelle: Technabob

Dienstag, 1. Dezember 2009

Megaman 8-bit Deathmatch

Der Brite Mike Hill heimst von allen Seiten Lob und High Fives ein, weil er auf die glorreiche Idee kam, eine Megaman-Modifikation von Doom II zu programmieren. Megaman 8-bit Deathmatch befindet sich allerdings noch im Alpha-Stadium, wie Mike beteuert. Er wird eine fertige Version erst im Laufe des nächsten Jahres bereitstellen können. Dennoch, Interessierte sollten sich die auktuellen Dateien herunterladen und testen, es lohnt sich. Neben einer Kopie von Doom II wird noch Skulltag benötigt, um die Mod zum Laufen zu bringen.



Download: Megaman 8-bit Deathmatch

Link: Megaman 8-bit Deathmatch

Quelle: Superlevel

Das echte CSI setzt auf Spieltechnologie zur Lösung von Fällen

Schaut man sich CSI (Crime Scene Investigation) im Fernsehen an, dann kommt man nicht umhin, über die futuristischen Gerätschaften zu staunen, die angeblich zur Lösung der Fälle benutzt werden. Das echte CSI hingegen setzt auf viel einfachere Mittel, darunter auf Technologie, welche sonst in digitalen Spielen verwendet wird. Die North Carolina State University hat einen Zuschuss von 1.4 Millionen US$ erhalten, um eine Software auf der Basis der Unity Engine zu entwickeln. Die Plattform, die sich IC-CRIME (interdisciplinary, cyber-enabled crime reconstruction through innovative methodology and engagement) nennt, soll die Zusammenarbeit verschiedener an einem Fall beteiligten Beamten vereinfachen.



Dazu wird mit Laser-Scannern zuerst der Tatort digitalisiert und dann mit zusätzlichen Daten versehen, so dass alle Beamten eine virtuellen Version des Verbrechens nachstellen und die nötigen Informationen abfragen können.

Quelle: Reuters

proFORMA: Die Webcam als 3D-Scanner

An der Universität Cambridge arbeitet der Student Qi Pan an einer Software, welche in der Lage ist, mit Hilfe einer einfachen Webcam 3D-Objekte zu scannen und daraus dreidimensionale Modelle zu erstellen. Wozu man bisher komplexe und dadurch teure Apparaturen brauchte, könnte schon bald mit einfachsten Bordmitteln möglich sein. In Kürze sollte eine erste Version für Linux und später für Windows zur Verfügung stehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Software der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.



Link: proFORMA

Quelle: BlenderNation

Montag, 30. November 2009

El pincho de la semana #100

Arcade Expressionism
Für den hundertsten Pincho de la semana gibt es etwas Spezielles fürs Auge. Eine Person mit dem Pseudonym Laser Bread macht zur Zeit mit Bildern von sich reden, welche Szenen aus Spielen im expressionistischen Stil darstellen. Ich finde diese Bilder recht ansprechend, denn sie fangen die wesentlichen Elemente der Spiele mit sehr wenigen Pinselstrichen ein.



Zwei weitere Bilder gibt es unter...

Qgo: die Revolution des Gamepads?

In der Umgebung, wo ich aufgewachsen bin, nämlich im Zürcher Binz-Quartier, hat sich die junge Firma Quasmo niedergelassen. Die drei jungen Tüftler und Geschäftsleute Fabian Fürst, Nicolas Baumgartner und David Stalder arbeiten hier unermüdlich an ihrem Traum, mit dem Qgo den Durchbruch zu schaffen. Das Gerät, das es in Form einer Kugel oder einer Fernbedienung gibt, ist ein Sixaxis-Controller, mit welchem man Applikationen wie Google Earth oder Spiele mit Bewegungen im Raum steuern kann. Ich muss gestehen, dass ich die Idee interessant finde, mich allerdings frage, ob sich die Technologie auch für die Steuerung komplexerer Spiele verwenden lässt, und ob sie dann noch immer einfach zu bedienen ist. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Also Jungs, ich komme gerne mal für eine private Vorführung in die Binz, ist ja ein Katzensprung.



Video unter...

Freitag, 27. November 2009

Pro Juventute und TRIAL setzen sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Spielen ein

Die Schweizer machen zur Zeit nicht nur wegen des Weltmeistertitels der U17-Nationalmannschaft im Fussball oder des angeschossenen Bären Finn weltweit von sich reden. Eine weitere Nachricht beschäftigt die Medien weit über die Grenzen unseres Landes hinaus. Pro Juventute und Track Impunity Always (TRIAL) haben eine Studie herausgegeben, welche den Aspekt des Humanitären Völkerrechts, der Internationalen Menschenrechte und des Internationalen Strafrechts in digitalen Spielen beleuchtet. Laut der Studie werden diese in allen untersuchten Spielen verletzt. Die Spieler müssten sich nicht wie in der Realität an die Regeln halten, was die Verfasser als problematisch werten, weshalb die Empfehlung an die Entwickler ausgesprochen wird, in Zukunft Spiele zu produzieren, in welchen die Menschenrechte von den Konfliktparteien geachtet werden müssen. Ein Aussschnitt aus dem Text:

it would be very useful if developers would incorporate more specific rules on how to conduct an operation in their games, in terms of the weapons allowed, the behaviour allowed, the military targets sought, the degree of collateral damage permitted, etc. The message of the scenes should never be that everything is allowed, or that it is up to the player to decide what is right and what is wrong. In real life, this is not the way it works. In real life, there are rules and there are sanctions for violations of these rules.

So interessant der Text auch ist, leider fallen dem geneigten Leser schon beim Anblick des Inhaltsverzeichnisses einige Dinge auf, welche Zweifel an den Grundlagen der Studie aufkommen lassen. Zum einen wird das Spiel Metal Gear Solid 4 als Metal Gear Soldier 4 aufgeführt, und eines der Spiele, die begutachtet werden, ist True Crime Streets of L.A., das in vielerlei Hinsicht aus der Reihe der übrigen Titel tanzt. Das führt mich zum Hauptvorwurf, welcher der Studie entgegengebracht wird. Nämlich, dass angesichts des Hinweises auf das geltende Recht in der Realität festgestellt werden muss, dass viele der untersuchten Spiele, wie eben True Crime oder z.B. Army of Two und Far Cry 2 in einem ganz klar fiktionalen Setting stattfinden und sich in diesem Fall kaum als Untersuchungsgegenstand eignen. Nicht untersucht wird hingegen America's Army, das bewusst realitätsgetreu inszeniert ist und auch so genannte Rules of Engagement (RoE) enthält, an welche sich der Spieler halten muss, wenn er erfolgreich sein will.

Ein weiterer Vorwurf, der oft geäussert wird, ist, dass die Umsetzung der Empfehlungen der Studie das Bild von bewaffneten Konflikten verfälschen würden, weil es in der Realität zwar Regeln dafür gebe, aber kaum ein Krieg wirklich "sauber" geführt werde.

Dennoch, die Studie hat eine breite Diskussion angeregt und hat so zumindest eines ihrer Ziele erreicht: die Sensibilisierung für das Thema. Das ist in Zeiten von sehr kontrovers rezipierten Spielen wie Modern Warfare 2 unbedingt nötig.

Link: Studie: Playing by the Rule (Pdf)

Quelle: GamePolitics